12. Januar 2021 / 08:23 Uhr

Recken legen wieder los: So lief der Trainingsauftakttag für Evgeni Pevnov

Recken legen wieder los: So lief der Trainingsauftakttag für Evgeni Pevnov

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Montag ist ein ausgefüllter Tag mit viel Sport für Evgeni Pevnov gewesen.
Der Montag ist ein ausgefüllter Tag mit viel Sport für Evgeni Pevnov gewesen. © Florian Petrow
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Die Recken der TSV Hannover-Burgdorf haben am Montag nach einer kleinen Winterpause wieder Fahrt aufgenommen, im Februar geht es weiter mit den Spielen. Der SPORTBUZZER konnte Evgeni Pevnov einen Tag lang begleiten - vom ersten Kaffee über Corona-Test und Training bis zur Couch.

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Trainingsauftakt in die Wintervorbereitung – da hält Sarah, die Frau von Recken-Kreisläufer Evgeni Pevnov, ihrem Mann gern mal den Rücken frei. „Sie hat mich ausschlafen lassen und sich um unsere beiden Kinder gekümmert“, sagt Pevnov. Wir haben den Handballer am Montag begleitet.

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8.40 Uhr: Pevnov pellt sich ausgeschlafen aus dem Bett. Auf Frühstück verzichtet er, Kaffee reicht ihm. Pevnov unterhält die Kinder, hilft im Haushalt, räumt die Wäsche weg. Ein Stündchen hat er Zeit, dann muss er in der Swiss-Life-Hall zum Corona-Test.

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9.56 Uhr: Dunkel ist es in den Gängen der Halle. Nur an wenigen Stellen brennt Licht. An den Türen des Kabinentraktes der Recken hängen Warnschilder. Auf einem steht in dicken Lettern: „Kein Zutritt für Personen außerhalb des Testpools!“ Auf den anderen: Verhaltens-, Ab­stands- und Hygieneregeln. Auf einem Tisch vor der Tür steht ein Desinfektionsspray. Nach und nach trudeln die Spieler ein, verschwinden im Trakt und kommen wenige Minuten später getestet wieder raus. Die Ergebnisse gibt es am Dienstag.

10.02 Uhr: Pevnov flitzt die Treppe hinunter und meldet sich zum Corona-Test bei Timm Kostrzewa. Der Team-Physio ist befugt und ge­schult, die Tests durchzuführen. Die Recken werden als Profimannschaft regelmäßig getestet – und das mittlerweile schon mehr als 30-mal. Zuletzt am Freitag. „Man ge­wöhnt sich dran“, sagt Pevnov. Der Würgereiz sei bei ihm „zum Glück nicht so groß“.

11 Uhr: Treffen im nahe gelegenen Sportleistungszentrum, wo die Recken ihr Krafttraining absolvieren. Zusammen mit Physio Johannes Bode leitet Kostrzewa die Übungen. Pevnov stemmt die Gewichte ohne Probleme, als Kreisläufer gehört er ohnehin zu den kräftigsten Spielern im Kader. In der Winterpause hat er sich wie alle anderen auch anhand von Trainingsplänen fit gehalten.

13.30 Uhr: Pevnov isst zu Hause zu Mittag. Frau Sarah hat für die Familie gekocht. „Fantastisches Chili con carne“, schwärmt Pevnov. Nach ein paar Stunden Pause geht’s wieder in Richtung Halle.

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<b>17. Spieltag:</b> HSG Nordhorn-Lingen (H), Samstag, 6. Februar, 20.30 Uhr, ZAG-Arena Zur Galerie
17. Spieltag: HSG Nordhorn-Lingen (H), Samstag, 6. Februar, 20.30 Uhr, ZAG-Arena ©

16.30 Uhr: Coach Carlos Ortega bittet das erste Mal seit dem letzten Bundesliga-Spiel in Magdeburg am 26. Dezember zum Mannschaftstraining in der Swiss-Life-Hall. Pevnov ist mit seinen 31 Jahren mit großem Abstand der älteste Spieler auf der Platte. Ortega hat mit neun Spielern aus dem Perspektivkader die Gruppe aufgefüllt.

Tatsächlich steht Pevnov seit einer Woche für die WM auf Abruf bei Bundestrainer Al­fred Gislason bereit, falls sich ein weiterer Kreisläufer verletzen sollte. Für Pevnov kein Grund für erhöhten Puls: „Ich stehe gefühlt schon seit zehn Jahren im erweiterten Ka­der.“ Das letzte Mal im Einsatz für Deutschland war er im Sommer 2018 bei der Japan-Reise. Er rechnet nicht wirklich mit einer Nachnominierung.

18.07 Uhr: Trainingsende. Pevnov lässt sich von den Physios noch einmal durchkneten. Nacken und Hüfte bedürfen einer Behandlung.

19.11 Uhr: Pevnov fährt nach Hause und hofft, „dass ich zeitig genug da bin, um meiner Frau noch unter die Arme zu greifen, was unsere beiden Jungs angeht“. Lio ist fast ein halbes Jahr alt, Taro zweieinhalb: „Wir bringen die beiden ins Bett – und landen dann noch auf der Couch.“ Ein entspanntes En­de eines anstrengenden Trainingsauftakttages.