31. März 2022 / 10:04 Uhr

„Da haben wir einen Vorteil“: Recken trotz Martinovic-Ausfall guter Dinge beim Primus

„Da haben wir einen Vorteil“: Recken trotz Martinovic-Ausfall guter Dinge beim Primus

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Fehlt den Recken in Magdeburg: Ivan Martinovic hat sich eine Bauchmuskelzerrung zugezogen.
Fehlt den Recken in Magdeburg: Ivan Martinovic hat sich eine Bauchmuskelzerrung zugezogen. © Florian Petrow
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Die Recken sind am Donnerstag in Magdeburg gefordert. Im Hinspiel hielten sie gegen den Primus nur eine Hälfte lang mit. Allerdings ist die Belastung für den SCM aktuell groß, „da haben wir einen Vorteil“, so Coach Prokop, der auf Ivan Martinovic verzichten muss.

Ungeschlagen, da ist sich Christian Prokop ziemlich sicher, wird der SC Magdeburg nicht durch die restliche Saison gehen. Dass der Gegner der TSV Hannover-Burgdorf von Donnerstag Meister wird, das glaubt der Recken-Chefcoach jedoch schon: „Allerdings ist die Frage, wie spannend sie das noch machen – und was wir in dieser Sache tun können.“ Um 19.05 Uhr beginnt die Partie in der Getec-Arena. Pech für die TSV: Linkshänder Ivan Martinovic fällt aus.

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„Das ist schon ärgerlich, dass mit Ivan unser bester Torschütze fehlt“, so Prokop, „Nejc Cehte wird halb rechts auf sich allein gestellt sein.“ Martinovic, den ohnehin noch Rückenbeschwerden plagen, zog sich beim wichtigen 33:23-Heimsieg gegen den TVB Stuttgart in der ersten Hälfte eine Bauchmuskelzerrung zu. Er hatte nach einer kurzen Behandlung zunächst weitergespielt, kam in der zweiten Hälfte aber kaum noch zum Einsatz. Zudem fehlen weiter Kapitän Fabian Böhm (Ellbogen-OP) und Martin Hanne (Rücken). Mit Kreisläufer Justus Fischer, der eine Corona-Infektion überstanden hat, gibt es einen Rückkehrer. Zudem verstärkt Matteo Ehlers den Kader der TSV.

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Die Magdeburger erreichten am Dienstag ein 29:29 im Hinspiel des European-League-Achtelfinales bei Sporting Lissabon. „Die Belastung für den SCM ist sicher groß, da haben wir einen Vorteil im Hinblick auf die Vorbereitung auf diese Partie“, sagt Prokop, warnt aber zugleich: „Für die Magdeburger ist es Spiel eins nach der Niederlage gegen Kiel. Sie werden alles daransetzen, die letzten neun Spiele zu gewinnen.“

Das Team von Trainer Bennet Wiegert, der sich jüngst er­neut für die Einführung des Videobeweises in der Handball-Bundesliga ausgesprochen hat, kann da­heim auf mehr als 5000 Fans hoffen, allerdings nicht auf Michael Damgaard (Kniebeschwerden).

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Beim letzten Sieg in Magdeburg spielte Christophersen noch mit

Im Hinspiel hielten die Recken bis in die Endphase der ersten Hälfte mit, dann kontrollierte der SCM das Geschehen und siegte mit 31:27. „Es gibt da dennoch einiges, was wir verwenden können, wir haben viele Dinge gut ge­macht“, so Prokop. Er will aber zuallererst die Leidenschaft und die Bereitschaft sehen, „sich selber wehzutun“. Wie gegen Stuttgart: „Es geht darum, an diese Leistung anzuknüpfen und Herz zu zeigen. Nicht darum, darauf zu hoffen, dass Magdeburg angeknackst sein könnte.“

Den letzten Auswärtssieg beim SCM fuhren die Recken im Jahr 2016 ein, und der geriet mit 37:22 historisch, damals spielte der heutige Sportchef Sven-Sören Chris­to­pher­sen noch selbst – fehlte da­mals allerdings verletzt. „Die Magdeburger haben in den letzten Wo­chen und Monaten eindrucksvoll gezeigt, auf welchem Niveau sie spielen“, so Christophersen, „wir sollten daher besser auf uns schauen.“ Der jüngste Erfolg gegen Stuttgart sei ein „wichtiger Impuls“ gewesen, betont der Sportchef, „deshalb sind wir gut beraten, jetzt nicht runterzufahren.“

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