12. Februar 2022 / 20:23 Uhr

"Killerinstinkt" fehlt: Recken missglückt bei 20:30 in Flensburg der Re-Start

"Killerinstinkt" fehlt: Recken missglückt bei 20:30 in Flensburg der Re-Start

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Flensburgs Franz Semper setzt sich durch und trifft für die Gastgeber.
Flensburgs Franz Semper setzt sich durch und trifft für die Gastgeber. © IMAGO/Eibner
Anzeige

Der Re-Start in der HBL ist den Recken nicht geglückt: Bei der SG Flensburg-Handewitt zog unterlag die Mannschaft von Christian Prokop deutlich mit 20:30. In der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe gelangen der TSV im zweiten Durchgang nur acht Treffer.

Eine Halbzeit haben die Recken in der nur spärlich besetzten „Hölle Nord“ auf Augenhöhe gespielt. Dann machte ihnen die SG Flensburg-Handewitt mächtig Feuer. Mit 20:30 (12:13) verloren die Gäste ihre erste Partie nach anderthalb Monaten Pause.

Anzeige

"Gefühlt ist die Niederlage zu hoch nach einer starken ersten Halbzeit, in der wir bissig waren und uns in eine gute Position gebracht haben", sagte Sportchef Sven-Sören Christophersen. Der TSV Hannover-Burgdorf fehlten vor knapp 2000 Zuschauern Rechtsaußen Johan Hansen sowie Rückraumspieler Martin Hanne.

Bilder vom Spiel der HBL zwischen der SG Flensburg-Handewitt und TSV Hannover-Burgdorf

 Filip Kuzmanovski befindet sich im Anflug aufs Flensburger Tor. Zur Galerie
Filip Kuzmanovski befindet sich im Anflug aufs Flensburger Tor. ©

Die Recken starteten mit Domenico Ebner im Tor, der mit drei Paraden den ersten Ton setzte. Urban Lesjak hat inzwischen einen neuen Verein gefunden, er hat für zwei Jahre beim mazedonischen Spitzenklub RK Eurofarm Pelister unterschrieben.

Bis zum 5:3 sah das richtig gut aus für die Gäste, die etliche starke Einzelaktionen hatten, vorneweg von Ivan Martinovic. Der frisch frisierte Kreisläufer Evgeni Pevnov rieb sich eine Viertelstunde auf, dann kam Ilija Brozovic. Mit einem 4:0-Lauf rückte der Vizemeister die Verhältnisse zurecht, nutzte kleine Fehler, übernahm in der 10. Minute erstmals die Führung. In seiner Auszeit mahnte Trainer Christian Prokop mehr „Power im Innenblock“ an und „kleine Skills“. Dann, so der TSV-Coach, „ist es hier noch ausgeglichener“.

Anzeige

Martinovic scheitert am Pfosten

Die voll besetzte SG spielte nicht besonders gut. Die Recken verteidigten resolut und variabel, wechselten mal ins 5:1 und konnten sich auf Ebner (insgesamt 13 Paraden) verlassen, der beim Stand von 11:11 einen Siebenmeter von Hampus Wanne abwehrte. „Wir können den Ball nicht ins Tor tragen“, hatte Flensburgs Maik Machulla zuvor in der Auszeit sichtlich genervt moniert. Mit seinen Treffer vier bis sechs sorgte Martinovic dafür, dass es zur Pause ganz eng blieb – nur mit 13:12 führten die Flensburger.

Nach dem Wechsel bekamen die Recken drei Tore am Stück und wankten, da obendrein Martinovic beim Siebenmeter am Pfosten scheiterte. Zudem hielt Flensburgs Keeper Kevin Möller (15 Paraden) in den ersten zehn Minuten sechs Bälle – die Recken fielen auf 14:19 zurück. „Wir haben nicht den Killerinstinkt im Moment. Hinten ist mir das zu einfach, die brauchen nur zwei Pässe spielen“, kritisierte Prokop in der Auszeit.

Mehr Berichte aus der Region

Die Partie war aber vorentschieden, der Vizemeister nun im Rollen. Der 18-jährige Rechtsaußen Daniel Weber mit einem frechen Doppelpack für einen positiven Aspekt, es waren seine ersten Treffer in der Bundesliga.

Mit acht Toren war Martinovic bester Werfer der Recken. "In der zweiten Halbzeit haben wir vermissen lassen, was uns in der ersten stark gemacht hat. Das ist schade, wir hatten Flensburg echt Probleme bereitet", so Christophersen.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.