23. Dezember 2020 / 19:31 Uhr

Souveräner Sieg im letzten Heimspiel des Jahres: Recken gewinnen gegen Lemgo

Souveräner Sieg im letzten Heimspiel des Jahres: Recken gewinnen gegen Lemgo

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nejc Cehte (links) und Domenico Ebner freuen sich sichtlich über den Sieg.
Nejc Cehte (links) und Domenico Ebner freuen sich sichtlich über den Sieg. © Florian Petrow
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Nach der Niederlage beim SC DHfK Leipzig konnte die TSV Hannover-Burgdorf im letzten Heimspiel des Jahres einen souveränen Sieg feiern. Gegen den TBV Lemgo Lippe setzten sich die Recken verdient wie deutlich mit 31:23 durch. 

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Die Recken-Festung ist noch vor dem Anpfiff gefallen. Die aufblasbare Burg zum Einlaufen der Handballer war im Handumdrehen abgebaut, ehe es losging mit dem letzten Heimspiel der TSV Hannover-Burgdorf in diesem Jahr. Dann allerdings ließen die Gastgeber dem Gegner die Luft raus und bescherten sich mit dem 31:23 (16:12) gegen den TBV Lemgo-Lippe zwei wichtige Punkte zu Weihnachten.

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Und das in leicht veränderten Trikots. Anstelle des Hauptsponsors cp-Pharma prangte auf jedem Trikot ein anderer Geldgeber. Ein Zeichen des Zusammenhalts und des Danks wollten die Recken damit senden.

Bilder vom Handball-Spiel der 1. Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem TBV Lemgo Lippe

Recken-Kapitän Fabian Böhm bedient Evgeni Pevnov (rechts). Zur Galerie
Recken-Kapitän Fabian Böhm bedient Evgeni Pevnov (rechts). ©

Brozovic und Büchner stark

Ilija Brozovic hatte seinen ersten Energiestoß schon beim Aufwärmen erhalten. Als er aufs Parkett lief, wurde die Pyrotechnik-Anlage getestet, die Funken schossen kurz hoch. Der kroatische Nationalspieler quittierte das mit einem Lächeln. Brozovic hatte die erste Szene, die den Funken aufs Publikum hätte überspringen lassen – wären Zuschauer erlaubt gewesen. Auf dem Boden spielte der Kreisläufer den Ball zu Nejc Cehte, der als Rechtsaußen begann und die Vorlage spektakulär zum 2:2 nutzte.

In der Folge machten die zuletzt überzeugenden Gäste offensiv etliche Fehler, die Recken setzten sich über ein 8:5 auf 12:7 ab (17. Minute). Dabei funkelte das Fleißsternchen für Brozovic so sehr, dass es leicht zur Christbaumspitze getaugt hätte. Ebenfalls stark: Linksaußen Vincent Büchner mit zwei geklauten Bällen und drei Treffern.


Nach 21 Minuten kam erstmals Kapitän Fabian Böhm aufs Feld, dem aber offensiv zunächst nicht viel gelang. Der wieder starke und selbstbewusste Ivan Martinovic verwandelte den dritten Siebenmeter, der souveräne Evgeni Pevnov zauberte am Kreis einen Heber zum 15:10 ins Tor. Nach eher zähem Beginn bescherten sich die Recken eine recht komfortable Halbzeitführung, zumal Lemgo wiederholt am Torgebälk scheiterte.

Nach dem Wechsel begann Johan Hansen als Rechtsaußen und besorgte aus sehr spitzem Winkel das 17:12 und kurz darauf einen Doppelpack zum 20:13 (36.). Da nahm Gästecoach Florian Kehrmann schon die Auszeit und brachte einen siebten Feldspieler. Dennoch stahl Büchner einen Ball und warf ihn ins leere Tor, ließ wenig später das 22:13 folgen.

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Die Lemgoer monierten zahlreiche Entscheidungen, viel mehr kam von ihnen nicht mehr. Torwart Domenico Ebner kassierte binnen 15 Minuten nur vier Tore, Brozovic wollte das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht weichen. Und Böhm Gewaltwurf zum 27:16 bedeutete nicht nur seinen erster Treffer, sondern die endgültige Entscheidung. Die beiden Punkte zum Ausgleich des Kontos waren fest verschnürt.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben die Recken beim SC Magdeburg die Chance, erstmals in dieser Saison zweiten Sieg am Stück zu landen.