18. August 2019 / 18:26 Uhr

Pflicht erfüllt: Recken ziehen ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein 

Pflicht erfüllt: Recken ziehen ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein 

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Recken-Trainer Carlos Ortega war vor allem mit der Startphase im ersten Spiel gegen Habenhausen unzufrieden. 
Recken-Trainer Carlos Ortega war vor allem mit der Startphase im ersten Spiel gegen Habenhausen unzufrieden.  © imago images / Hubert Jelinek
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Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf haben am Wochenende ihre Pflicht erfüllt und sind ins Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Allerdings schmeckten Trainer Carlos Ortega die Startprobleme im ersten Spiel gegen Habenhausen überhaupt nicht. 

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Carlos Ortega war genervt. Beim Stand von 7:5 gegen den krassen Außenseiter ATSV Habenhausen sah sich der Recken-Trainer genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Die Bremer Fans in der ÖVB-Arena flippten aus – und der ATSV hatte sein Ziel erreicht. Nämlich dem hohen Favoriten aus Hannover gehörig auf den Senkel zu gehen.

„Wir wollen Burgdorf är­gern, sie sollen uns wahrnehmen – und das Größte für uns wäre, wenn sie eine Auszeit nehmen würden“, hatte Habenhausens Trainer Matthias Ruckh vor dem Spiel gesagt. Sein Team spielt in der Oberliga, hatte sich aber mit dem Gewinn des deutschen Amateur-Pokals für die erste Runde des DHB-Pokals qualifiziert.

"Die erste Halbzeit hat mir so nicht gefallen"

Natürlich gewannen am Ende die Handball-Recken aus Hannover, hoch und verdient mit 42:25. Und natürlich gewann die TSV auch das „Finale“ gegen TuSEM Essen am Sonntag sicher mit 34:25 (16:11) und steht im Achtelfinale. Aber „die erste Halbzeit hat mir so nicht gefallen“, meckerte Trainer Ortega über die Anfangsprobleme. Klar spielte ein Großteil der zweiten Garde, aber sich gegen Habenhausen die Blöße zu geben, stand eigentlich nicht auf dem Programm.

Zwar lag Ortegas Team schnell mit 5:0 vorn, doch Habenhausen verkürzte auf 3:5 und 5:7 (19.). Auch nach dem 8:13-Rückstand ließ sich der Viertligist nicht abschütteln und ging mit einem sensationell knappen 14:17 in die Pause. Unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang sogar das 15:17 – doch dann machten die Recken endlich Ernst. Nach Ortegas Kabinenpredigt und einer umgestellten Abwehr flutschte es plötzlich.

Bilder vom Teambuilding der TSV Hannover-Burgdorf im Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stammestraße

Morten Olsen schraubt sich zum Kopfball in die Luft. Zur Galerie
Morten Olsen schraubt sich zum Kopfball in die Luft. ©
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Olsen fehlt im ersten Spiel - Kastening trifft zehnmal

Die Recken zogen schnell per 5:0-Lauf auf 22:15 davon, hielten danach das Tempo hoch und schalteten mit Ballgewinnen und Gegenstößen den aufmüpfigen Gegner aus. „Wir haben das Spiel innerhalb von fünf Minuten zu unseren Gunsten entschieden“, sagte Ortega, der – auch ein bisschen notgedrungen – viele Nachwuchskräfte hatte spielen lassen. Der angeschlagene Kapitän Fabian Böhm wurde ge­schont. Weltmeister und Olympiasieger Morten Olsen, den die 1067 Fans in der Halle gern gesehen hätten, blieb am Samstag in Hannover bei seiner hochschwangeren Frau.

„Wir haben die Weichen durch die Abwehrumstellung nach der Pause schnell auf Sieg gestellt und am Ende auch souverän gewonnen. Das war die Aufgabe. Und diese hat die Mannschaft auch erfüllt“, sagte Sportchef Sven-Sören Chris­to­pher­sen. Beste Recken-Schützen gegen Habenhausen: Timo Kastening (10), Martin Hanne (6), Vincent Büchner (5), Jannes Krone (5), Ivan Martinovic (4).

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Recken spielen es souverän runter

Gegen Essen, das zuvor den VfL Potsdam rausgeworfen hatte, musste sich die TSV steigern – und tat es auch. Angeführt von Spielmacher Olsen, der sich Sonntag für das Spiel ins Auto gesetzt hatte. Allerdings ließ sich auch der Zweitligist nicht so einfach abschütteln. TuSEM ging sogar mit 7:5 in Führung. Auch diesmal brachte die Abwehrumstellung auf das offensive 5:1 den Erfolg. Die Recken drehten das Spiel. Essen kam zwar noch mit dem 21:23 auf zwei Tore ran, aber die TSV biss sich durch. „Wir haben das sehr souverän zu Ende ge­spielt“, sagte Christophersen. Beste Schützen: Olsen (11) Ivan Martinovic (8), Timo Kastening (5).

Die Achtelfinalauslosung steht am Mittwoch nach dem Supercup zwischen Flensburg und Kiel an.

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