26. Dezember 2021 / 18:45 Uhr

Vor der EM-Pause: Letzte Chance auf Punkte für "Achterbahnfahrt"-Recken

Vor der EM-Pause: Letzte Chance auf Punkte für "Achterbahnfahrt"-Recken

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zuletzt wieder stärker: Recken-Kapitän Fabian Böhm dürfte in Mannheim spielen.
Zuletzt wieder stärker: Recken-Kapitän Fabian Böhm dürfte in Mannheim spielen. © Florian Petrow
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Am Montag (19.05 Uhr) spielen die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf zum Jahresabschluss bei den Rhein-Neckar Löwen. Der Aufwärtstrend der "Achterbahnfahrt"-Recken ist gestoppt - zuletzt setzte es drei Niederlagen am Stück.

Zuletzt hat sich Trainer Klaus Gärtner bei den Fans entschuldigt, er sprach von einem Mega-Rückschlag und einer Katastrophe für die Rhein-Neckar Löwen. Die Bundesliga-Handballer lieferten ihre schlechteste Saisonpartie ab, verloren mit 26:36 beim HC Erlangen. Das kommt den Recken gerade recht, sie könnten am Montag (19.05 Uhr) zum Krisengewinnler werden. Es ist die letzte Chance, vor der Winter- und Winterppause bis Mitte Februar noch Punkte einzusammeln. Bereits am Sonntag ist die Mannschaft nach Mannheim gereist. „Es wird spannend zu sehen, wie sich unsere Mannschaft präsentiert“, sagt Sportchef Sven-Sören Christophersen.

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Denn der Aufwärtstrend der TSV Hannover-Burgdorf ist gestoppt, es setzte drei Niederlagen am Stück, jüngst gab es einen Einbruch gegen Frisch Auf Göppingen nebst 23:25-Niederlage. „Bei den Löwen ist es auch ein Auf und Ab. Ich denke schon, dass wir dort gewinnen können“, sagt Rückraumspieler Hannes Feise. Er sah gegen Göppingen Rot nach einem Foul, gehört aber zu den Spielern, die zuletzt Impulse setzten.

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Die Löwen haben ein ähnliches Problem wie die Recken, sie spielen nicht konstant genug. „Sie sind weit hinter ihren Erwartungen geblieben. Aber wir wissen alle, dass sie Qualität im Kader haben“, unterstreicht Recken-Torhüter Domenico Ebner. Er überzeugte zuletzt ebenso wie Urban Lesjak. Bei den Rhein-Neckar-Löwen gibt es auf dieser Position Unruhe. Der schwedische Nationalkeeper Andreas Palicka seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst, er wechselt zum französischen Topclub Paris Saint-Germain. Der frühere Burgdorfer Nikolas Katsigiannis war zuletzt kein wichtiger Faktor, zudem hatten die Badener Verletzungspech.


„Es ist eine Achterbahnfahrt bei uns, mal gut, mal schlecht“, sagt Ex-Recke Mait Patrail, „gegen Erlangen haben wir uns selbst geschlagen.“ Natürlich sei Tabellenplatz elf nicht der Anspruch seines Teams, so Patrail. Gegen seine frühere Mannschaft seien die Löwen gewarnt: „Hannover verteidigt aggressiv, provoziert Fehler. Wir müssen ballsicherer sein, sonst könnte das böse enden.“

In Mannheim gibt es wegen der Corona-Pandemie ein Geisterspiel, das könnte für die TSV ein Vorteil sein. Das sieht Ebner allerdings nur bedingt so: „Es ist schade für den Handball, der lebt doch durch die Fans. Es wird sicher eine komische Stimmung wieder sein.“ Bei den Recken ist die Laune nicht die beste, aber längst nicht im Keller. An beiden Weihnachtstagen haben sie trainiert, es wurde auch gewichtelt und reichlich gelacht. Ebner hat ein Spiel geschenkt bekommen und Pralinen. Er sagt: „Die letzten Ergebnisse waren nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Wenn wir die Schwächephasen kürzen können, sieht es aber sehr gut aus. Wir hauen noch einmal alles rein für einen guten Jahresabschluss.“

Wegen der EM-Pause geht es für die Recken erst am 9. oder 10. Februar daheim gegen den HSV Hamburg weiter.