23. Juli 2020 / 08:39 Uhr

Ex-Recke trifft Jung-Vater: Torge Johannsen und Ilija Brozovic fahren einen aus

Ex-Recke trifft Jung-Vater: Torge Johannsen und Ilija Brozovic fahren einen aus

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Torge Johannsen (vorn) hat beim Wettrennen mit seinem früheren Mitspieler Ilija Brozovic knapp die Nase vorn.
Torge Johannsen (vorn) hat beim Wettrennen mit seinem früheren Mitspieler Ilija Brozovic knapp die Nase vorn. © Debbie Jayne Kinsey
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Dieses Training der etwas anderen Art hat Ilija Brozovic jede Menge Spaß gemacht. Der Kreisläufer der TSV Hannover-Burgdorf, junger Vater übrigens, duellierte sich im Fahrsimulator des Fahrsicherheits-Zentrum vom ADAC in Laatzen mit seinem früheren Mitspieler Torge Johannsen.

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Erst ist Ilija Brozovic kaum in den Sitz des Fahrsimulators zu bekommen, dann kaum wieder hinaus. Der bullige Kreisläufer der TSV Hannover-Burgdorf ist mit seinen 1,96 Metern ein wenig groß für das hochmoderne Gerät. Schließlich hat er jede Menge Fahrspaß und kann kein Ende finden. Im Fahrsicherheits-Zentrum (FSZ) des ADAC in Laatzen ist Brozovic am Mittwoch auf einen ehemaligen Mitspieler getroffen: Torge Johannsen fuhr ein E-Sports-Rennen gegen Brozovic und setzte sich letztlich mit einer halben Sekunde Vorsprung durch.

In der „Recken-Erlebniswelt“ hatte Lothar Regge online die Wettfahrt gegen Brozovic ersteigert, Chef der Firma Reloco und neuer Arbeitgeber von Johannsen. Regge entschied dann, den früheren Rechtsaußen für das Spaßrennen zu entsenden. Bereits auf dem Parkplatz trafen sich Recke und Ex-Recke und begrüßten sich herzlich.

Herzliche Begrüßung auf dem Parkplatz: Torge Johannsen (rechts) und sein früherer Mitspieler Ilija Brozovic.
Herzliche Begrüßung auf dem Parkplatz: Torge Johannsen (rechts) und sein früherer Mitspieler Ilija Brozovic. © Debbie Jayne Kinsey
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Johannsen hatte seine Karriere nach der vorletzten Saison beendet. Der Ellbogen machte große Probleme. „Es hätte keinen Sinn gemacht, das noch zu verschlimmern“, so Johannsen. Sein Vertrag bei den Recken war nicht verlängert worden, neue Offerten lehnte der Spieler mit Kultstatus ab.

„Ich merke aber, dass es langsam wieder Zeit wird für Sport“, sagte der dreifache Familienvater.

Torge Johannsen und Ilija Brozovic im Fahrsicherzeits-Zentrum

In Sachen Familie kann Brozovic inzwischen mitreden, der kroatische Vizeweltmeister ist in der Corona-Pause Vater geworden. Sein Sohn heißt Ante. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, das ist einmalig“, sagt Brozovic. „Alles ist super. Und ich komme mit drei bis vier Stunden Schlaf aus.“

Als auch Brozovic angeschnallt ist, kann es losgehen. Beide fahren einen Audi TT Cup mit 310 PS, als Ort des Geschehens wurde Brands Hatch in Großbritannien ausgewählt. „Das kann alles beliebig eingestellt werden“, sagt FSZ-Geschäftsführer Sven Stieger. Die Simulatoren, die jedermann mieten kann, sind sehr sensibel, übertragen die kleinste Erschütterung von der Strecke.

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Da wackelt der Sitz von Johannsen gewaltig, als er gleich zu Beginn ins Kiesbett und gegen die Bande braust. Da sind Sicherheitsgurte schon besser. Und es knirscht obendrein mächtig, die Geräusche werden über Kopfhörer übertragen.

Brozovic erwischt den besseren Start, am Ende zählt wie im Qualifying jedoch nur die beste Runde. Und da liegt Johannsen mit 50,632 Sekunden knapp vor Brozovic mit 51,088, der es gelassen nimmt: „Geil, das macht richtig Spaß. Und anstrengend ist es auch.“ Wie gut, dass anschließend kein Recken-Training mehr ansteht. Von Stieger gibt es Lob: „Das fahren die beiden sehr entspannt.“ Und Johannsen geht es wie Brozovic. Er kann von dem neuen Fahrgefühl gar nicht genug bekommen.