23. September 2021 / 16:17 Uhr

"Tut uns allen gut": Nachwuchskoordinator Felixson wird Co-Trainer der Recken

"Tut uns allen gut": Nachwuchskoordinator Felixson wird Co-Trainer der Recken

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Heidmar Felixson rückt bei den Recken auf und wird Co-Trainer der Bundesliga-Profis.
Heidmar Felixson rückt bei den Recken auf und wird Co-Trainer der Bundesliga-Profis. © Debbie Jayne Kinsey
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Heidmar Felixson ist neuer Co-Trainer von Christian Prokop bei den Recken - seine bisherigen Aufgaben (Nachwuchskoordinator und Coach der Drittligamannschaft) behält er. Die Anbindung zum Unterbau werde so noch enger, "das tut uns allen gerade extrem gut", sagt der Isländer.

Christian Prokop und Heidmar Felixson haben sich schon im Jahr 2000 kennengelernt, damals spielten sie für den HC Wuppertal in der 1. Bundesliga. Ihr Trainer war Bob Hanning. Ganz aus den Augen haben sie sich seitdem nicht verloren, nun wird der Isländer Felixson der neue Co-Trainer der Recken und damit von Prokop für diese Saison.

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„Ich freue mich sehr, Heidmar an meiner Seite zu haben. Ich denke, das ist eine sehr schöne Lösung“, sagt Prokop. Am Sonntag (16 Uhr) bei der HSG Wetzlar wird Felixson bereits mit auf der Bank sitzen. „Ich bin etwas aufgeregt und sehr gespannt. Ich glaube, das passt gut und wird super“, so Felixson.

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In den ersten zwei Partien war Prokop allein verantwortlich. Dass ein weiterer Coach kommen würde, stand fest. „Ich hatte Heidmar immer im Hinterkopf“, sagt Prokop. Er wollte die neue Mannschaft und das Umfeld erst einige Wochen erleben, ehe er eine Entscheidung trifft.

„Vor vier Tagen hat mich Christian informiert, und ich freue mich natürlich riesig“, sagt Felixson, der bei der TSV Hannover-Burgdorf Nachwuchskoordinator und Trainer der Drittligamannschaft ist. Diese Aufgabe soll der 44-Jährige behalten. „Heidmar leistet seit Jahren wichtige Arbeit in unserem Nachwuchsbereich, aus dem viele Spieler den Weg in den aktuellen Bundesliga-Kader gefunden haben“, lobt Sportchef Sven-Sören Chris­to­pher­sen.

"Natürlich ist das alles viel, aber ich bin voller Elan"

Dass alles zu viel wird für Felixson, die Sorge hat der 55-fache isländische Nationalspieler nicht. In der 3. Liga hat er „wunderbare und kompetente Hilfe durch die anderen Trainer“. Und auch daheim auf dem Bauernhof bei Burgdorf packen Freunde mit an: Drei Pferde, Hühner, Wachteln, zwei Schweine sowie zwei Hunde hat der Vater vierer erwachsener Söhne. Drei seiner Jungs leben in Island, der Jüngste, Robert, spielt Basketball beim TSV Neustadt – den 20-Jährigen will er auch spielen sehen. „Natürlich ist das alles viel, aber ich bin voller Elan“, sagt Felixson.

Prokops Spielidee zu verinnerlichen, besonders in der Offensive, wird nun die dringlichste Aufgabe sein. „Ich bin da offen und neugierig auf Christians Philosophie. Und die gebe ich ja auch an die Nachwuchsspieler weiter. Es tut uns allen gut, über den Tellerrand zu schauen“, bekräftigt Felixson. Klar ist: Das Tempospiel der Recken wird forciert.


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In der gemeinsamen Wuppertaler Zeit, für Felixson war es die erste Station in Deutschland, haben Prokop und sein neuer Co nicht oft zusammengespielt. Prokop fiel wegen einer Knieoperation neun Monate aus, er machte nur die letzten sieben Partien. Dennoch erinnert sich der neue Recken-Cheftrainer gut an Felixson: „Er hat das Herz an der rechten Stelle und nicht zurückgezogen, wenn es hart wurde. Ein Vorzeigehandballer mit toller Moral.“

Für Felixson ist wichtig, „dass Christian und ich schon einen guten und engen Kontakt haben“. Der Recken-Nachwuchs profitiere von dieser Personalie, die Anbindung werde enger. „Das tut uns allen gerade extrem gut“, sagt Felixson.