09. Februar 2019 / 21:07 Uhr

Auftakt geglückt! Recken schlagen Rabotnik zum Start in die Gruppenphase mit 24:21

Auftakt geglückt! Recken schlagen Rabotnik zum Start in die Gruppenphase mit 24:21

Carsten Schmidt
Torge Johannsen feiert den Sieg.
Torge Johannsen feiert den Sieg. © Flo Petrow
Anzeige

Erfolgreicher Start für die Recken in die Gruppenphase des EHF-Cups: Zum Auftakt bezwang die TSV Hannover-Burgdorf in der Swiss Life Hall den HC Eurofarm Rabotnik mit 24:21. Vincent Büchner setzt dabei erstmals Akzente auf internationalem Parkett.

Anzeige

Das war ein Europacup-Abend ganz nach dem Geschmack der 3514 Zuschauer in der Swiss Life Hall. Die TSV Hannover-Burgdorf gewann ihr erstes Gruppenspiel im EHF-Cup gegen den HC Eurofarm Rabotnik mit 24:21 (16:14). Es war ein nicht immer hochklassiges, aber durchweg spannendes Duell, in dem sich die Recken verdientermaßen behaupteten und nach dem Abpfiff feiern ließen.

Recken unter Zugzwang

Die Partie hatte schon vor dem Anpfiff eine wegweisende Bedeutung für die EHF-Cup-Reise beider Mannschaften erhalten. Im Duell der Konkurrenz in der Gruppe B setzte sich der RK Nexe/Kroatien mit 28:27 bei Grundfos Tatabanya durch. Damit untermauerte Nexe seine Anwartschaft auf den Gruppensieg. Die Recken mussten also ebenfalls punkten, um nicht von Beginn an hinterherzulaufen.

Mehr über die Recken

Es wurde schnell klar, dass Timo Kastening im Vorfeld den richtigen Riecher hatte. „Wir müssen Tempo spielen“, sagte der Recken-Rechtsaußen. Und zwei Schnellangriffe schloss der 20-jährige Vincent Büchner zur 2:0-Führung ab. Der Nachwuchsmann, der am Donnerstag sein erstes Bundesliga-Tor geworfen hatte, setzte nun auch Akzente auf der internationalen Bühne.

Viel Einsatzzeit für Cehte, Pevnov und Johannsen

Die Recken übernahmen mit einem glänzend aufgelegten Morten Olsen (sieben Tore) sowie zwei Linkshändern – Kai Häfner und Nejc Cehte – im Rückraum das Kommando. Diese Variante war aus anhaltendem Verletzungspech geboren: Fabian Böhm hatte sich beim Aufwärmen eine Blessur zugezogen. Trainer Carlos Ortega gönnte zudem Timo Kastening und weitgehend auch Ilija Brozovic eine Pause. Stattdessen erhielten Cehte, Evgeni Pevnov und Torge Johannsen viel Einsatzzeit.

Doch die Gäste hielten mit ihrem zeitweise behäbigen, aber durchdachten und effektiven Positionsangriff den Rückstand in Grenzen. Die Abwehr der Hannoveraner offenbarte zeitweise Lücken. Das ergab einen recht abwechslungsreichen Spielverlauf Mitte des ersten Spielabschnitts vom 8:5 für die TSV zum 8:8 und wieder zum 12:8 für die Gastgeber.

Bilder vom Handballspiel zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HC Eurofarm Rabotnik

Urban Lesjak jubelt. Zur Galerie
Urban Lesjak jubelt. ©
Anzeige

Zur Halbzeit hieß es „nur“ 16:14 wegen der Defensive und auch kleiner Nachlässigkeiten einer en gros guten Offensive. Urban Lesjak im Recken-Tor war oft chancenlos gegen freigespielte Werfer von Eurofarm Rabotnik, hielt aber beim Stand von 9:8 für Hannover einen Siebenmeter in einer wichtigen Phase.

Beide Teams begannen den zweiten Abschnitt nervöser. In den ersten zehn Minuten fielen nur vier Tore, zwei auf jeder Seite. Zur Behauptung der Recken-Führung trug Lesjak im Tor mit wichtigen und häufigeren Paraden bei. Und nach 44 Minuten gab es die erste Zeitstrafe für die Mazedonier, zuvor hatten schon drei Hannoveraner das Feld für zwei Minuten verlassen müssen. Das Schiedsrichtergespann Matan Lindenbaum und Dor Laron aus Israel agierte weiß Gott nicht gastgeberfreundlich.

Spannung fast bis zum Schluss

Mit einem frechen Wurf von der Mittellinie ins Tor leitete Hannes Feise, ein weiteres Recken-Talent, die letzten 15 Minuten ein. 22:18 stand es, für Ruhe sorgte dieser Zwischenstand nicht. Zwei hannoversche Angriffe wurden mit umstrittenen Entscheidungen der Referees unterbunden, zwei Treffer erzielte Eurofarm – es ging in die letzten zehn Minuten mit einem 22:20 für die TSV.

Die Nervenschlacht begann, und in der Swiss-Life-Hall wurde es bei den Hannoveranern und auch einer kleinen mazedonischen Fangemeinde laut. Kapitän Häfner warf gut drei Minuten vor Schluss das 23:21 und wenig später hielt Lesjak zum zweiten Mal einen Siebenmeter. Seine wichtigste Parade. Die Entscheidung gelang dann dem erfahrensten Recken, Torge Johannsen. Er entschied mit dem 24:21 das Duell zugunsten der Recken, die die ersten beiden Punkte auf ihrem Konto verbuchen konnten.

ANZEIGE: #GABFAF-Hoodie für 20 Euro! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt