11. Juni 2019 / 12:17 Uhr

Recken-Meinung: Ein Jahr zum Vergessen? – Jein.

Recken-Meinung: Ein Jahr zum Vergessen? – Jein.

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Kai Häfner verlieren die Recken ihren Anführer.
Mit Kai Häfner verlieren die Recken ihren Anführer. © Petrow
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Die TSV Hannover-Burgdorf ist in dieser Saison – gerade in der Handball-Bundesliga – hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Glanzpunkte gab es in Europa und im Pokal, kommentiert Simon Lange.

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Manchmal muss Stefan Kretzschmar viel reden, wenn die Übertragung lang ist. Oft hat sich der ehemalige Weltstar und aktuelle TV-Experte – wie alle Fans – über die Auftritte der Recken gewundert. Ja, mitunter sogar Einstellung und Mentalität der TSV-Profis infrage gestellt.

Auch vor dem Kiel-Spiel hatte er nicht wirklich mit kämpfenden Recken gerechnet, für die es um nichts mehr ging. Doch Hannover ging dem Rekordmeister ziemlich lange auf die Nerven – und ließ immer wieder die Klasse aufblitzen, die das Team vergangene Saison nach Europa und ins Pokalfinale geführt hatte.

Recken riefen zu selten ihr Potential ab

Viel zu selten riefen die Recken diese Saison ihr Potenzial ab. Besonders in der Liga. Das Saisonziel Top 10? Verfehlt. Eine Runde zum Vergessen, meint Kretzschmar. Dem schließen wir uns (eingeschränkt) an. Gut: Wegen der vielen Verletzten konnten die nachrückenden Talente wertvolle Erfahrungen sammeln. Schlecht: Sämtliche Neue (Ugalde, Lesjak, Cehte, Srsen) blieben hinter den Erwartungen und waren unterm Strich keine Verstärkungen.

Bilder der Partie TSV Hannover Burgdorf – SC DHfK Leipzig

Die Spieler von Waspo 98 klatschen zum Einlaufen Beifall. Zur Galerie
Die Spieler von Waspo 98 klatschen zum Einlaufen Beifall. ©
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In der Liga war schon früh die Luft raus

Fest eingeplante Punkte ließen die Recken oft sorglos links liegen. Gleich zweimal gegen Absteiger Bietigheim zu verlieren, bleibt gleichermaßen unverzeihlich wie unerklärlich. Schon früh war in der Liga die Luft raus. Wenigstens in Europa und im Pokal sorgten die Recken für Glanzpunkte.

Und nächste Saison? Schwer zu sagen. Der Umbruch ist groß. Das Team wird extrem verjüngt und verliert mit Kapitän Kai Häfner den Anführer. Ersatz ist noch nicht da. Schenken wir „Kretzsche“ Glauben, müssen sich die Recken-Fans aber keine Sorgen machen: Hannover sei kommende Spielzeit wieder weiter oben zu erwarten.

Möge er recht behalten.

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