22. Juli 2020 / 09:13 Uhr

Athletiktrainer "sehr zufrieden": Recken bringen Laktattest erfolgreich hinter sich

Athletiktrainer "sehr zufrieden": Recken bringen Laktattest erfolgreich hinter sich

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Geschafft - im doppelten Sinn: Alfred Jönsson (links) und seine Recken-Mitstreiter.
Geschafft - im doppelten Sinn: Alfred Jönsson (links) und seine Recken-Mitstreiter. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Sie nehmen langsam Fahrt auf, die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf. Beim obligatorischen Laktakttest überzeugten die Recken ihren Athletikttrainer Timm Kostrzewa. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand der Spieler", lobte dieser. Bei all der Anstrengung war noch Luft fürs Anfeuern der Kollegen.

Anzeige
Anzeige

Dieser Laktattest bei den Recken hat sich wegen Corona-Sicherheitsmaßnahmen in die Länge gezogen. Der sehr guten Laune im Erika-Fisch-Stadion hat das keinen Abbruch getan. Es gab viel Anfeuerung und Applaus nebst Musik, der Kader der TSV Hannover-Burgdorf wurde in zwei Laufgruppen aufgeteilt. Dazu kam ein neunköpfiges Team von der MHH, jeder Handballprofi hatte seinen medizinischen Betreuer.

Der Athletiktrainer ist sehr zufrieden

„Es fühlt sich gut an, wieder Gas zu geben nach so langer Pause“, so Recken-Kapitän Fabian Böhm. Und Athletiktrainer Timm Kostrzewa meinte: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand der Spieler. Und am Rest können wir ja noch feilen, da bleibt ge­nug Zeit.“

Die Recken-Trainer hatten die ersten Runden auf der Tartanbahn unter sich ge­dreht. Chefcoach Carlos Ortega war zufrieden mit seinen rund dreieinhalb Kilometern, Iker Romero ebenso. Der Co-Trainer gab allerdings lachend zu, dass er in der coronabedingten Pause vier Kilo zugenommen hat. „Ich bin schon gelaufen in der Zeit“, sagt Romero, und da fällt ihm Ortega ins Wort: „Aber du hast auch gut gegessen.“

Bilder vom Laktattest bei den Recken

Sven-Sören Christophersen (Zweiter von rechts) streckt zur Begrüßung den Ellenbogen entgegen. Zur Galerie
Sven-Sören Christophersen (Zweiter von rechts) streckt zur Begrüßung den Ellenbogen entgegen. ©

Beim Rest der Mannschaft ist das augenscheinlich weniger ins Gewicht gefallen. Alle haben sich fit gehalten. „Das ist in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, würde ich sagen. Und das ist nach dieser langen Unterbrechung schon bemerkenswert“, sagt Kostrzewa. Er wird anhand der Resultate für jeden Profi einen individuellen Laufplan erstellen.

Alfred Jönsson wird lautstark gefeiert

In der ersten Gruppe mit neun Mann sind Kapitän Böhm sowie die Kreisläufer Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov am Start. 800-Meter-Läufe sind angesagt, nach einer kurzen Pause ist jeweils mehr Tempo gefragt – und zwar eine Steigerung pro Durchgang um 1,8 Stundenkilometer.

Nach zwei Runden wird ihnen Blut abgenommen. Dabei dient die Konzentration von Laktat (ein Salz der Milchsäure) als Indikator für den Belastungs- und Fitnesszustand eines Sportlers. Wer nicht mehr mithalten kann, ist raus. Der Schwede Alfred Jönsson hält am längsten durch und „gewinnt“ somit diese Gruppe. Er wird im Ziel lautstark gefeiert.

Mehr Berichte aus der Region

Mit dabei sind obendrein zwei Fans der TSV, die sich ihre Teilnahme online über die „Recken-Erlebniswelt“ gekauft haben: Sportstudent Tim Schümann (21 Jahre) und Gastro-Trends-Marketingleiter Marvin Eberlein (27) schlagen sich ordentlich.

„Das hat meine Erwartungen übertroffen“, so Schümann, „wir sind super aufgenommen und angefeuert worden. Jetzt sind wir gespannt auf die Ergebnisse des Tests.“ Am Ende gibt es für die in grünen Fanshirts gelaufenen Anhänger ein anerkennendes Schulterklopfen von Ortega; die Recken geben sich gewohnt ohne Kontaktscheu, auf den Sicherheitsabstand achten sie freilich schon.

Recken beim Laktattest

Während sich die zweite Gruppe mit dem dänischen Neuzugang Johan Hansen auf den Weg macht, liegt Jönsson noch ausgepumpt auf der Bahn. „Auf, Männer, kommt!“, ruft Böhm. Auch Sportchef Sven-Sören Christophersen steht am Start und treibt die Recken an.

Martin Hanne ist am Ende in dieser zweiten Gruppe vorn. Das in Hellblau gekleidete medizinische Personal zapft ein letztes Mal die Ohrläppchen der Läufer an. Dann trotten die schweißgebadeten Recken aus dem Stadion.