14. November 2021 / 16:07 Uhr

"Sehr ärgerlich": Recken machen in Kiel erst viel richtig, verlieren aber noch deutlich

"Sehr ärgerlich": Recken machen in Kiel erst viel richtig, verlieren aber noch deutlich

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Filip Kuzmanovski (links) überwindet den Kieler Hendrik Pekeler.
Filip Kuzmanovski (links) überwindet den Kieler Hendrik Pekeler. © IMAGO/Holsteinoffice
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Die Klatsche in Leipzig haben die Recken gut weggesteckt, hielten beim THW Kiel in Hälfte eins gut mit. Im zweiten Abschnitt enteilte der Meister jedoch schnell. "Dann sind Körpersprache und Glaube nicht mehr so da. Das ist sehr ärgerlich", sagte Coach Christian Prokop nach dem 24:31.

Eine gute erste Halbzeit, garniert sogar mit Spielwitz, hat den Recken in der Handball-Bundesliga nicht gereicht beim Meister. Am Ende tat es der TSV Hannover-Burgdorf sogar noch ziemlich weh, sie verlor mit 24:31 (11:13) beim THW Kiel. In der zweiten Hälfte enteilten die Gastgeber sofort, TSV-Trainer Christian Prokop kritisierte: „Dann sind unsere Körpersprache und unser Glaube nicht mehr so da. Das ist sehr ärgerlich.“

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Gegen verkrampfte Kieler machten das die Recken überraschend gut nach der 25:32-Pleite in Leipzig. Kempa-Tricks, schöne Anspiele an den Kreis, Rückhandpässe: Solche Aktionen wären eigentlich vom Rekordmeister zu erwarten gewesen. Aber es war die TSV, die viel richtig machte. Bezeichnenderweise hatte es der THW seinem Torhüter Niklas Landin zu verdanken, dass die Recken nicht sogar die Führung übernahmen.

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Eine wunderbare Szene beim Stand von 3:5 hatte Bastian Roscheck. Im Gegenstoß schien er schon festgemacht worden zu sein von einem Kieler, die wichtige Konterchance dahin. Der Routinier spielte den Pass auf den freien Vincent Büchner aber einfach frech per Rückhand. Büchner erzielte den Anschluss und glich kurz darauf aus.

So leicht wie Roscheck vermochten sich die Kieler nicht zu befreien, sie hatten Probleme mit der aggressiven TSV-Abwehr. Und dann kam plötzlich noch Urban Lesjak dazu, der es bis zur Halbzeit auf sieben Paraden brachte, darunter eine beim Siebenmeter. „Wir hatten Probleme mit der zweiten Welle, haben leichte Fehler gemacht“, sagte Kiels Steffen Weinhold. Zwar unterliefen auch der TSV einige Fehler, bis zur Pause blieben sie jedoch dank Lesjak dran. „25 Minuten gespielt und wir haben zehn Tore!“, schimpfte Kiels Trainer Filip Jicha in der Auszeit.

Nach dem Wechsel beruhigte sich Jicha schnell: Zwei Fehlwürfe, ein technischer Fehler sowie eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Ilija Brozovic, der nicht mehr aufs Feld zurückkam, bezahlten die Recken mit einem 0:3-Lauf. Spätestens beim 17:25 (46. Minute) war die Partie gelaufen.