03. März 2020 / 20:50 Uhr

32:24 in Lingen: Recken feiern souveränen Pflichtsieg im Niedersachsen-Duell

32:24 in Lingen: Recken feiern souveränen Pflichtsieg im Niedersachsen-Duell

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Evgeni Pevnov (links) von den Recken kommt im Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen frei zum Abschluss.
Evgeni Pevnov (links) von den Recken kommt im Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen frei zum Abschluss. © imago images/Werner Scholz
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Die TSV Hannover-Burgdorf gewinnt nach einer souveränen Leistung bei Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen mit 32:24. Somit bleiben die Recken nach zuletzt zwei Niederlage in Folge in der Bundesliga weiter aussichtsreich im Rennen um die internationalen Plätze.

Die Recken nehmen in der Handball-Bundesliga wieder Fahrt auf. Nach zuletzt 0:4 Punkten in fremden Hallen feierte die TSV Hannover-Burgdorf am Dienstagabend einen deutlichen 32:24 (14:12)-Sieg bei der HSG Nordhorn-Lingen. Der Tabellenletzte, der zuvor überraschend bei den Füchsen Berlin gewonnen hatte, hielt nur 30 Minuten die Partie offen. Hannover dagegen kletterte wieder auf den 4. Tabellenplatz, weil die Füchse Berlin auch beim Bergischen HC (26:26) einen Punkt verloren.

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"Gegner nicht unterschätzen"

„Wir dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen“, hatte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen in den vergangenen Tagen immer wieder gewarnt und dabei auch auf das Hinspiel in Hannover angespielt, das sein Team hauchdünn mit 30:29 gewonnen hatte. Und der abgeschlagene Tabellenletzte hielt das Duell fast die gesamte 1. Halbzeit offen, obwohl die TSV in der aktuellen Bestbesetzung antrat.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2019/20

<b>28. Spieltag:</b> SG Flensburg-Handewitt (A), Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr Zur Galerie
28. Spieltag: SG Flensburg-Handewitt (A), Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr ©

Wegweisende Führung zur Pause

Es fehlten nur die langzeitverletzten Ivan Martinovic und Malte Donker. Die erste Zweitoreführung einer Mannschaft gab es quasi mit dem Pausensignal: Evgeni Pevnov nutzte einen technischen Fehler des Gastgebers und brachte die Hannoveraner durch einen Fernwurf ins leere Tor mit 14:12 in Führung. In diesem Ergebnis spiegelten sich Recken-Glück und –Cleverness gleichermaßen.

Mehrere Recken dominieren

Die Hannoveraner bekamen im Niedersachsen-Derby vor allem HSG-Rechtsaußen Robert Weber nicht in den Griff, der fünfmal traf. In der Offensive gab es mehr Druck aus dem Rückraum, insbesondere Morten Olsen setzte seine Schlagwürfen häufiger als zuletzt ins Ziel. Auch die Kreisläufer Ilija Brozovic und Evgeni Pevnov zählten zu den auffälligen Akteuren, während die Außen Timo Kastening und Vincent Büchner selten eingesetzt wurden. Im Tor hatte Domenico Ebner einen starken Auftritt, als er rechtzeitig aus seinem Tor kam und einen Konter der HSG unterbinden konnte.

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Nordhorn gelingt im zweiten Durchgang wenig

Aus der Kabine kamen die Recken dann hellwach. Sie bauten in den ersten elf Minuten ihren Vorsprung auf 22:13 aus. Die Defensive stand, und sowohl Lesjak (bei einem Siebenmeter gegen Weber) als auch Ebner gegen den freistehenden Pavel Mickal waren prächtig auf dem Posten. Ebner trug sich sogar mit einem Fernwurf zum 20:13 in die Torschützenliste ein.

Die Gastgeber blieben mehr als zehn Minuten ohne Tor – ein fataler und vorentscheidender Negativlauf. Alfred Jönsson bekam nun auch mehr Einsatzzeit als vor dem Seitenwechsel, und der Schwede ließ seine Wurfstärke aufblitzen. In dieser Verfassung wird er in der kommenden Spielzeit gebraucht, wenn Olsen nicht mehr im Recken-Rückraum schaltet und waltet.

Dank ihres Blitzstarts konnten die Recken Kräfte schonen, auch Jannes Krone und Hannes Feise erhielten ihre Minuten auf dem Parkett – und halfen erfolgreich mit, die deutliche Führung zu behaupten. Acht Minuten vor dem Ende sorgte Feise mit einem Wurf von der linken Seite für eine erstmalige Zehntoreführung (29:19). Die zumindest unverdrossen kämpfenden Gastgeber hielten in der Schlussphase das Ergebnis in einem erträglichen Rahmen, blieben von einer Wende aber weit entfernt.

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