26. März 2021 / 07:44 Uhr

Nach positivem Corona-Test: So geht es jetzt für Spieler und Trainer der Recken weiter

Nach positivem Corona-Test: So geht es jetzt für Spieler und Trainer der Recken weiter

Simon Lange und Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf gehen auf Abstand.
Die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf gehen auf Abstand. © Florian Petrow
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Die Recken müssen auf Abstand gehen: Nach einem positiven Corona-Test heißt es häusliche Isolation statt Mannschaftstraining und Bundesliga-Spiele. "Unser Testregime funktioniert, aber die Situation ist trotzdem frustrierend", sagt Sportchef Sven-Sören Christophersen. So geht es für die TSV weiter.

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Negative Nachrichten für die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf: Ein namentlich nicht genannter Spieler wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis eines weiteren Tests steht noch aus, soll am Freitagvormittag vorliegen. Intern rechnen die Recken nicht damit, dass sich das Ergebnis ändert.

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Erste Konsequenz war die Absage des für Donnerstagabend angesetzten Ligaheimspiels gegen die Eulen Ludwigshafen. Das Spiel stand ohnehin auf der Kippe, weil die Eulen zuletzt gegen Lemgo gespielt hatten. Und bei den Ostwestfalen waren jüngst mehrere Corona-Fälle aufgetreten.

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Das gesamte Recken-Team hat sich unmittelbar nach Bekanntgabe des Positivtests in häusliche Selbstisolation begeben. Der Trainingsbetrieb wurde sofort eingestellt. Dem betroffenen Spieler geht es gut, er ist asymptomatisch. Wie und wann das restliche Team erneut getestet wird, entscheidet sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt. „Unser Testregime funktioniert, aber die Situation ist trotzdem frustrierend“, sagt Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen. „Denn trotz aller Schutz- und Hygienemaßnahmen hat man nicht hundertprozentig Sicherheit.“

Tabellensituation dürfte sich verschärfen

Bestätigt sich der Positivtest des Profis, geht kein Weg daran vorbei, dass die Recken entsprechend der Empfehlung des RKI zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen. Damit würde auch die Auswärtspartie in Minden am Ostermontag abgesagt werden müssen. Eine Rückkehr in den Ligabetrieb wäre erst kurz vor dem schweren Heimspiel gegen Meister Kiel möglich (10. April).

Für das verschobene Spiel gegen die Eulen gibt es noch keinen neuen Termin, ebenso wenig wie für die Minden-Partie. Christophersen ist aber optimistisch, dass es im engen Spielplan noch ein, zwei Lücken gibt, da die Eulen, Minden und auch die Recken selbst keine Europapokalbelastung ha­ben.

Was die Spielanzahl betrifft, gerät die TSV nicht entscheidend ins Hintertreffen. Sie hat bereits 22 Partien hinter sich. Allerdings verpasst sie jetzt die Chance, sich mit Siegen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte selber unten zu lösen und sich von drohenden Abstiegssorgen zu befreien. Die Tabellensituation dürfte sich verschärfen. Nach dem Spiel gegen Kiel geht es eine Woche später zu den Rhein-Neckar Löwen. In Mannheim ist in der Regel nichts zu holen.

Spielplan der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2020/21

<b>27. Spieltag:</b> HSG Wetzlar (H), Donnerstag, 22. April, 19 Uhr, ZAG-Arena Zur Galerie
27. Spieltag: HSG Wetzlar (H), Donnerstag, 22. April, 19 Uhr, ZAG-Arena ©

Bislang waren die Recken von dramatischen Folgen eines Corona-Tests im eigenen Team verschont geblieben. Domenico Ebner war während der Trainingspause um den Jahreswechsel falsch positiv getestet worden, Filip Kuzmanovski kam erkrankt von der WM zurück. In beiden Fällen musste das Team jedoch nicht in Zwangsquarantäne.

Individuell üben, so gut es zu Hause eben geht

Jetzt trifft es Hannover knallhart. Die Spieler können nicht raus zum Joggen. Sie dürfen sich nur in den eigenen vier Wänden fit halten. Trainer Carlos Ortega ist genervt, hat sich schon daheim in ein separates Zimmer zurückgezogen. „So ist eben diese Saison, sie ist verrückt. Es hat schon Teams wie Kiel oder Melsungen getroffen, und nun eben uns. Vor der nächsten Saison wird sich das nicht normalisieren“, sagt der Spanier.

Jeder Spieler bekommt ein Fitnessprogramm verordnet und soll üben, so gut es eben geht. „Aber ohne einen Ball ist das natürlich schlecht, das ist für jede Mannschaft ein Nachteil.“ Der Trainer hat in Herrenhausen einen Garten, dort wird er für sich ein wenig üben. Seilspringen, Sit-ups, Gymnastik und derlei. „Zum Laufen ist es leider nicht groß genug“, sagt Ortega schmunzelnd. Seinen Humor hat er jedenfalls nicht verloren.