11. November 2021 / 09:03 Uhr

Recken in Leipzig: Coach Prokop und Roscheck vor Rückkehr "voller Vorfreude"

Recken in Leipzig: Coach Prokop und Roscheck vor Rückkehr "voller Vorfreude"

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Christian Prokop (links) und Bastian Roscheck freuen sich auf ihre Rückkehr an alte Wirkungsstätte.
Christian Prokop (links) und Bastian Roscheck freuen sich auf ihre Rückkehr an alte Wirkungsstätte. © Florian Petrow
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Die Recken sind am Donnerstag in Leipzig gefordert - erstmals mit Christian Prokop als Trainer. Der ist vor der Rückkehr an alte Wirkungsstätte "voller Vorfreude". Auch Bastian Roscheck ist Ex-Leipziger, dort in anderem Trikot zu spielen, "wird total ungewohnt sein".

Unter dem Dach der Leipziger Halle hängt ein riesiges Trikot mit der Aufschrift CCCP. Das könnte Kyrillisch sein und für die untergegangene Sowjetunion stehen. Das Kürzel steht aber für Chef-Coach Christian Prokop. Ihn werden sie ihn Leipzig nicht vergessen, schließlich ist es ja sportlich mit ihm beim SC DHfK tatsächlich unter die Decke gegangen. Genau genommen in die 1. Bundesliga.

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Am Donnerstag um 19.05 Uhr tritt Prokop erstmals mit der TSV Hannover-Burgdorf in Leipzig an. „Natürlich ist das ein besonderes Auswärtsspiel für mich, es wird sicher emotional“, sagt der Recken-Trainer, „ich bin voller Vorfreude.“

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Acht Jahre hat er mit seiner Familie in Leipzig gelebt, vier Jahre war er sportlich verantwortlich. Erst in diesem Jahr ist Prokop nach Hannover gezogen. „Sportlich ist das für uns aber eine normale Partie“, betont der 42-Jährige. Nach der Länderspielpause stehen für die Recken in dieser Woche zwei Partien an, am Sonntag (16 Uhr) geht es zu Meister THW Kiel.

Da wären Punkte in Leipzig besonders wichtig. „Dafür brauchen wir maximale Hingabe, das ist entscheidend. Da gibt es null zu taktieren“, betont der Coach, „wenn wir in der Leidenschaft fünf Prozent mehr draufpacken, dann können wir dort bestehen.“

Recken gehen bei Pevnov kein Risiko ein

Unbeschadet sind die TSV-Nationalspieler zurückgekehrt, ein Problem besteht jedoch weiter: Kreisläufer Evgeni Pevnov hat seinen Muskelfaseriss im Oberschenkel noch nicht überstanden. Im Training hat der 31-Jährige wieder Schmerzen gehabt. „Wir waren schon voller Hoffnung. Aber wir wollen auf der Zielgeraden von Evgenis Genesung kein Risiko eingehen“, so Prokop. Immerhin stehen sowohl Justus Fischer als auch Petar Juric als Kreisläufer wieder parat, beide fehlten zuletzt in der Bundesliga beim 30:29 über Minden. Wie lange Pevnov noch ausfällt, ist offen.

Für einen neuen Mann ist es ebenfalls die Rückkehr nach Leipzig, Bastian Roscheck hat dort acht Jahre gespielt. „Ich kenne jeden Winkel in der Halle. Aber wie sich das anfühlt, das kann ich gar nicht sagen, es wird total ungewohnt sein“, so Roscheck. Was der 30-jährige Innenblockspieler genau weiß: „Diese Woche braucht es 100 Prozent von allen.“


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<b>14. Spieltag:</b> TuS Nettelstedt-Lübbecke (H), Sonntag, 5. Dezember, 16 Uhr Zur Galerie
14. Spieltag: TuS Nettelstedt-Lübbecke (H), Sonntag, 5. Dezember, 16 Uhr ©

Roscheck hat gut eingeschlagen bisher bei den Recken, er lobt jedoch ausdrücklich den Kroaten Ilija Brozovic, mit dem er wirkungsvoll im Innenblock arbeitet. „Ich halte ihn für einen sehr intelligenten Spieler. Wir harmonieren gut, obwohl wir noch nicht so lange zusammen spielen“, sagt Roscheck. Beide verrichten Schwerstarbeit, da Pevnov weiter ausfällt. „Es ist unfassbar, wie viele Minuten Ilija gehen kann. Das ist besonders in dieser Phase ohne Evgeni wirklich Gold wert für uns“, unterstreicht Ro­scheck.

Der Ex-Nationalspieler hat einen Plan, wie es bei seinem alten Verein klappen könnte: „Wir dürfen sie nicht zu Gegenstößen einladen, sonst ist sofort die Halle da.“ Das Leipziger Publikum gilt als frenetisch. Selbst emotional ist wichtig, klar, sagt Roscheck: „Aber wir müssen auch extrem bei uns bleiben und die Ruhe haben.“