11. November 2021 / 21:29 Uhr

Rückkehr missglückt: Recken, Prokop und Roscheck gehen in Leipzig unter

Rückkehr missglückt: Recken, Prokop und Roscheck gehen in Leipzig unter

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Leipzigs Luca Witzke kommt frei zum Abschluss, Ilija Brozovic hat ihn nicht aufhalten können.
Leipzigs Luca Witzke kommt frei zum Abschluss, Ilija Brozovic hat ihn nicht aufhalten können. © IMAGO/Beautiful Sports
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Die Rückkehr von Coach Christian Prokop und Bastian Roscheck an alte Wirkungsstätte ist gründlich in die Hose gegangen. Die Recken unterlagen beim SC DHfK Leipzig deutlich mit 25:32. Nur rund 20 Minuten war die TSV ergebnistechnisch auf Augenhöhe.

Viel zu früh, bereits nach einer Dreiviertelstunde, hatte sich der emotional aufgeladene Auswärtstrip nach Leipzig erledigt für die Recken der TSV Hannover-Burgdorf. 17:24 stand es da, einen Ansatz für Hoffnung blieb die Mannschaft schuldig. Bei der Rückkehr von Trainer Christian Prokop und Spieler Bastian Roscheck in ihre alte Heimat setzte es am Ende eine 25:32-Pleite. Die Mini-Serie von zuvor zwei Siegen in Folge ist dahin, Hannover hat einen empfindlichen Rückschlag erlitten. 

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Prokop redete hinterher Klartext und fand es „sehr traurig, wie unsere Leistung hier war. Da haben wir uns alle viel mehr versprochen.“ Der Coach, der acht Jahre lang mit seiner Familie in Leipzig lebte und vier davon den DHfK trainierte, bewertete die Anfangsphase noch „ganz okay. Aber über 50 Minuten haben wir keine Leistung gebracht, die uns für einen Auswärtssieg infrage bringt.“

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Die Leipziger setzen sich gegen Hannover mit einem 32:25 deutlich durch. Zur Galerie
Die Leipziger setzen sich gegen Hannover mit einem 32:25 deutlich durch. © Christian Modla

Ganze Sieben Minuten brauchte sein Team, um überhaupt das erste Mal das Tor zu treffen. Ilija Brozovic verkürzte da auf 1:2. Der erste Wurf auf den Leipziger Kasten, der den ganzen Abend formidabel von Neu-Nationaltorwart Joel Birlehm gehütet wurde, gelang den Recken erst nach fünf Minuten. Da war schon klar: Offensiv könnte es in diesem Spiel erneut Probleme für Hannover geben, wie schon so häufig in dieser noch jungen Saison.

Immerhin stand zu Beginn die Abwehr stabil. Fabian Böhm sorgte mit dem 3:2 für die erste Führung. Bis zum 9:9 war die Partie ausgeglichen, dann legten die Gastgeber einen Gang hoch, gleichzeitig stotterte es bei Hannover gewaltig. Die Fehlwürfe häuften sich, und Leipzigs bester Werfer in der ersten Hälfte, Luca Witzke, war nicht zu bremsen. Leipzig zog auf 15:10 davon. Das Spiel blieb nur offen, weil die TSV sich mit Toren durch den gestern ansonsten wurfschwachen Martin Hanne und durch Filip Kuzmanovski wieder etwas heranwarf (12:15).

Nach dem Wechsel wurde aber nichts besser bei Hannover. Im Gegenteil. Noch mehr Patzer, noch mehr Fehlwürfe, noch weniger Abwehr. Obendrein erwischte auch Torwart Urban Lesjak keinen guten Tag.

„Wir haben uns gegen die Leipziger Defensive extrem schwergetan, haben keine guten Lösungen gefunden“, sagte Prokop. „Und wir konnten auch in der zweiten Halbzeit über Temposteigerung nicht den gewünschten Erfolg einfahren.“


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Leipzig konnte spielen, wie es wollte und krönte den Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Kempa-Trick zum 23:17. Hannover war erledigt. Bezeichnend: Nach der Schlusssirene gab es noch einen Siebenmeter für die TSV. Johan Hansen, der zuvor schon einen verworfen hatte, scheiterte uninspiriert und schlaff erneut an Birlehm.

„Es war leider sehr enttäuschend vom Auftreten her“, kritisierte Prokop sein gesamtes Team. „Wir haben nicht den Mut und nicht die Überzeugung gehabt, Leipzig gefährlich zu werden.“ Von einer Top-Leistung sei sein Team „heute weit entfernt“, gewesen. „Das ist nicht unser Anspruch.“