31. März 2022 / 20:46 Uhr

Die Quote passt nicht: Recken unterliegen in Magdeburg mit 22:30

Die Quote passt nicht: Recken unterliegen in Magdeburg mit 22:30

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kaum zu stoppen: Recken-Abwehrspezialist Bastian Roscheck kann Magdeburgs Philipp Weber nicht aufhalten.
Kaum zu stoppen: Recken-Abwehrspezialist Bastian Roscheck kann Magdeburgs Philipp Weber nicht aufhalten. © IMAGO/Jan Huebner
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Für die Recken ist in Magdeburg nichts zu holen gewesen. Die Mannschaft von Christian Prokop unterlag beim heißesten Titelanwärter mit 22:30 (11:14.) Wie im Hinspiel hielt sie nur eine Hälfte lang mit, ausschlaggebend war die schwache Quote im Abschluss.

Nur etwa jeden dritten Versuch haben die Recken verwandelt, das war viel zu wenig, um vom großen Wurf träumen zu können. Die TSV Hannover-Burgdorf unterlag in der Handball-Bundesliga beim SC Magdeburg mit 22:30 (11:14). Nur eine Halbzeit hielten die Gäste mit. 

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Die Recken begannen ohne ihren Top-Torschützen Ivan Martinovic (Bauchmuskelzerrung) mit einer starken Abwehr. Sicher war ein Vorteil, dass gleich Stimmung im Saal war, für Schläfrigkeit blieb keine Zeit. Es gab einige Fouls und Nickligkeiten, unter anderem bekam Hannovers Kreisläufer Ilija Brozovic eine Hand ins Gesicht. Die Gastgeber waren sichtlich nervöser als die Recken, scheiterten zweimal beim Siebenmeter am Torgebälk. Überdies waren sie nach ihrem European-League-Achtelfinale bei Sporting Lissabon wohl müde, erst am Mittwochnachmittag war der SCM nach Hause gekommen.

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Und so führten die Recken mit 4:2 durch den früheren Magdeburger Filip Kuzmanovski, der SCM-Coach Bennet Wiegert nach dem Anpfiff noch herzte, mit 4:2. Nach dem 5:3 durch den guten Nejc Cehte, er wurde in Hälfte eins nur offensiv eingesetzt, kassierten die Recken einen 0:3-Lauf.

Trainer Christian Prokop nahm die erste Auszeit. „Sehr gut hinten! Aber habt den Mut, rauszugehen und euch wehzutun“, sagte er. Die Recken antworteten mit einem Kempa-Trick zum Ausgleich, Kuzmanovski hatte Cehte bedient. Johan Hansen erzielte per Siebenmeter gar das 7:6 (18. Minute). Aber die Recken ließen zu viele Chancen aus und machten damit die müden Magdeburger wach.

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Mävers und Cehte sorgen für Hoffnung

Neun Minuten lagen die Gäste mit 9:14 hinten. Technische Fehler, schwache Würfe, durchschaubare Aktionen - der Titelkandidat rannte die Recken mit Gegenstößen förmlich über den Haufen. Veit Mävers und abermals Cehte sorgten mit ihren Toren für etwas Hoffnung zur Pause, es hieß 11:14. 

Wichtige Szene zu Beginn der zweiten Hälfte: SCM-Torwart Jannick Green wehrte einen Siebenmeter Hansens ab, es wäre das 13:15 gewesen. Stattdessen legten die Magdeburger mit ihrem starken Green-Keeper (er hielt einen weiteren Strafwurf Hansens) auf 18:12 nach und sorgten damit für eine Vorentscheidung (40.).

Weil Recken-Torwart Urban Lesjak ebenfalls einige freie Würfe wegnahm, blieb der Rückstand zunächst im Rahmen. „Wir haben gute Chancen, aber wir müssen sie reinhauen“, sagte Prokop in der Auszeit und brachte den siebten Feldspieler. Nach elf Minuten ohne Tor war Mävers erfolgreich zum 13:19 (44. Minute). Aber die Quote war zu schwach, den Recken fiel nicht mehr viel ein, sie bekamen weder die Kreisläufer noch die Außen eingebunden.

Das Magdeburger Publikum hingegen nahm alle mit, zehn Minuten vor Schluss schwappte die La-Ola-Welle durch die Getec-Arena. Dass auch Mävers noch per Siebenmeter an Green scheiterte, passte ins Bild. Die anfängliche Hektik kam in der Schlussphase noch einmal auf, als Philipp Weber den Ellbogen ans Ohr von Cehte rammte. Jegliche Hoffnung auf einen Punktgewinn hatten sich die Recken da aber schon längst selbst aus dem Kopf geschlagen. Immerhin: Die Recken hörten nicht auf. Und zum 21:28 überwand Hansen den Green-Keeper sogar per Siebenmeter.

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