04. September 2021 / 11:15 Uhr

"Müssen noch eine Schippe draufpacken": Recken wollen sich zum Bundesliga-Start weiter steigern

"Müssen noch eine Schippe draufpacken": Recken wollen sich zum Bundesliga-Start weiter steigern

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Da geht’s lang: Christian Prokop gibt gegen Hamburg die Richtung vor. Fabian Böhm feuert seine Mitspieler von der Bank aus an.
Da geht’s lang: Christian Prokop gibt gegen Hamburg die Richtung vor. Fabian Böhm feuert seine Mitspieler von der Bank aus an. © Florian Petrow
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Nach dem 27:26-Sieg gegen den HSV Hamburg soll sich bei der TSV Hannover-Burgdorf keine Zufriedenheit einstellen. "Wir haben noch Arbeit vor uns. Es ist noch nicht das Ende der Vorbereitung", betont auch Sportchef Sven-Sören Christophersen. Am kommenden Donnerstag (19.05 Uhr) kommen die Rhein-Neckar Löwen in die ZAG-Arena. 

Nein, Zufriedenheit soll sich nicht breitmachen. „Das Wort ist immer gefährlich, das dürfen die Spieler nicht so häufig hören“, sagte Trainer Christian Prokop nach dem erfolgreichen Test am Donnerstagabend in Celle gegen den HSV Hamburg. Prokop zwinkerte mit den Augen. Natürlich konnte er mit dem Auftritt und dem 27:26-Sieg einigermaßen zu­frie­den sein – und mit der bisherigen Vorbereitung.

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Es sei kein Geheimnis, dass vier Jahre lang mit Carlos Ortega und Iker Romero „ein spanisches Trainerduo Hannover geprägt hat“, das sei für alle, vor allem für die Mannschaft, eine Umstellung. Prokop findet, „dass wir das gut hinbekommen bis hierher. Wir wollen uns Stück für Stück steigern.“ In den fünf Wochen Vorbereitung und den bisherigen Testspielen „konnten wir wichtige Er­kennt­nis­se sammeln und die richtigen Lehren daraus ziehen“.

Bilder vom Handball-Testspiel zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HSV Hamburg

Ex-Recke Casper Mortensen wird von Jóhan Hansen (links) und Nejc Cehte in die Mitte genommen. Zur Galerie
Ex-Recke Casper Mortensen wird von Jóhan Hansen (links) und Nejc Cehte in die Mitte genommen. ©

"Haben noch Arbeit vor uns"

Sich deswegen zurückzulehnen – dafür gibt es keinen Anlass. Im Gegenteil. „Jetzt müssen wir noch einmal eine Schippe draufpacken“, fordert der Trainer. Auch Sportchef Sven-Sören Christophersen betonte: „Wir haben noch Arbeit vor uns. Es ist noch nicht das Ende der Vorbereitung.“

Nach dem Trainingstag am Freitag haben die Recken am Wochenende frei und können das Sommerwetter ge­nie­ßen. Ab Montag steht dann der Ligastart im Fokus. Am kommenden Donnerstag (19.05 Uhr) kommen die Rhein-Neckar Löwen in die ZAG-Arena. Ein Team der Top-Kategorie, auf die Hannover in der Vorbereitung nicht getroffen ist. Ob die bisherigen Leistungen gegen die Löwen reichen?

Steigerung gegen Hamburg

Immerhin zeigten sich die Recken im Vergleich zur 25:27-Niederlage gegen Lemgo verbessert. Gegen die Ostwestfalen hatte es 15 starke und 45 mittelmäßige bis schwache Minuten gegeben. Gegen Hamburg war der An­teil ziemlich genau umgekehrt. Ab der zweiten Halbzeit hatte das Prokop-Team den mit Stars besetzten Aufsteiger im Griff. Prokop hatte ein „taktisches, sehr intensives, langes Spiel gesehen“ und war „froh, dass wir die Oberhand behalten haben und uns belohnt haben für eine bessere zweite Halbzeit“.

Der Trainer wollte im An­schluss das Saisonziel der Recken nicht in Zahlen ausdrücken. Natürlich gebe es „quantitative Ziele in Form von Tabellenplätzen, aber das behandeln wir intern“. Das qualitative Ziel sei, „dass die Art und Weise, wie wir Handball spielen wollen, sehr gut sein soll. Emotional und kämpferisch.“


Mehr über die TSV Hannover-Burgdorf

Krone fällt länger aus

Das gilt auch für die Spieler, die von der Bank kommen, „mit voller Energie, sodass der Gegner auch Respekt be­kommt“. So breit und ausgeglichen, wie der Kader ist, wird Prokop sehr viel wechseln, je nach Spielsituation.

Definitiv passen gegen die Löwen muss Jannes Krone, der zweite Rechtsaußen hinter Johan Hansen hat eine Sehnenverletzung am Daumen und fällt länger aus. OP oder nicht OP – das entscheidet sich am Wochenende. Ge­gen Hamburg pausierte auch Linksaußen Vincent Büchner. Die Adduktorenprobleme sollen aber bald behoben sein. Ob es für die Löwen reicht, ist offen.