08. September 2019 / 18:02 Uhr

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Recken haben auch in Lemgo gut lachen

Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Recken haben auch in Lemgo gut lachen

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Timo Kastening von den Recken hat augenscheinlich gute Laune.
Timo Kastening von den Recken hat augenscheinlich gute Laune. © imago images / Eibner
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Es läuft richtig rund bei den Recken: Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich beim TBV Lemgo Lippe mit 36:26 durchgesetzt. Es war der vierte Sieg im vierten Spiel für das Team von Carlos Ortega. Bester Werfer war Timo Kastening, der zehnmal netzte.

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Irgendwie war schon in der ersten Halbzeit klar, dass bei Lemgo aber auch gar nichts rundlaufen würde. Hannover führte mit 14:11 (23.), Lemgo-Trainer Florian Kehrmann nahm die Auszeit. TBV-Maskottchen Hermann peste auf einem Roller durch die Halle, um die Stimmungswende herbeizuführen, bekam die Kurve nicht – und stürzte. Lemgo fabrizierte mit der Heimpleite und der „schlechtesten Abwehrleistung seit drei Jahren“ (Sportchef Jörg Zereike) den nächsten Unfall, die Recken siegen dagegen einfach immer weiter.

Auf dem Weg zum Startrekord

Mit dem 36:26 gelang der vierte Erfolg im vierten Saisonspiel. Die TSV Hannover-Burgdorf ist neben Magdeburg das einzige Team der Liga ohne Verlustpunkt. Sie bleiben unschlagbar gut und sind auf dem besten Weg, ihren 10:0-Startrekord von vor zwei Jahren zu knacken.

„Wahnsinn, dass das so läuft. Unglaublich! Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft“, sagte Timo Kastening, mit zehn Toren bester Recke. Sein einziger Fehlwurf nach zehn Volltreffern landete am Pfosten.

Bilder vom Spiel der Handball-Bundesliga zwischen dem TBV Lemgo und der TSV Hannover-Burgdorf

Joshua Thiele von den Recken will einen Wurf von Lemgos Andreas Cederholm verhindern. Zur Galerie
Joshua Thiele von den Recken will einen Wurf von Lemgos Andreas Cederholm verhindern. ©
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Die Recken hatten gestern Nachmittag mehrere Helden in ihren Reihen. Torwart Domenico Ebner, der elf Lemgoer Würfe entschärfte. Kollege Urban Lesjak kam später kalt für einen Siebenmeter rein – und hielt. Spielmacher Olsen befindet sich ohnehin in Weltklasseform und dirigierte sein Team auch gestern zu Traumvorlagen und sieben eigenen Toren zum Sieg. Evgeni Pevnov (fünf Tore) rieb sich am Kreis auf und kämpfte bis zur Erschöpfung.

Hanne bleibt ganz cool

Und dann war doch noch Martin Hanne, der in der 17. Minute für Fabian Böhm reinkam. Der Kapitän hatte nach einem Foul an Lemgos Isaias Guardiola die rote Karte gesehen. Da führten die Recken gerade 10:8. Der erst 18-jährige Hanne blieb cool und hielt sein Team mit den Toren zum 12:10 und 13:11 vorn. Damit leitete er einen 5:0-Lauf ein, der das 16:11 bedeutete. Später erzielte er zwei weitere Treffer.

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Mit einem beruhigenden 18:12 ging es in die Pause. Aber die Recken ließen nicht locker. Böhms Fehlen spielte keine Rolle mehr. „Wir haben die rote Karte erstaunlich gut weggesteckt“, sagte TSV-Sportchef Sven-Sören Christophersen und lobte den Ersatz: „Martin Hanne kommt rein und macht vier von vier als 18-Jähriger!“

Ortega lässt den Nachwuchs auf die Platte

Mit dem 25:15 durch Olsen zog Hannover in der 40. Minute erstmals auf zehn Tore davon. Zwar verkürzten die Ostwestfalen noch mal auf sechs (23:29), gefährlich konnten sie den Recken aber nicht werden. Trainer Carlos Ortega ließ schon wie gegen Balingen in den letzten Minuten fast den kompletten Nachwuchs auf die Platte – ohne Leistungsabfall.

„Heute hat alles funktioniert. Ein perfektes Spiel für uns“, jubelte Ortega zufrieden. Kastening und Ebner mussten direkt nach dem Spiel im TV die ersten Fragen nach Gedanken an die Meisterschaft beantworten. „Gar nicht“, wiegelten beide ab. Sie denken lieber ans nächste Spiel. Sonntag (13.30 Uhr, Swiss-Life-Hall) kommt der Bergische HC. Dann wollen die Recken ihren Traumstart weiter

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<b>6. Spieltag:</b> TVB Stuttgart (A), Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr Zur Galerie
6. Spieltag: TVB Stuttgart (A), Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr ©

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