19. September 2019 / 20:46 Uhr

Halbes Dutzend voll: Die Recken feiern in Stuttgart sechsten Sieg und Startrekord

Halbes Dutzend voll: Die Recken feiern in Stuttgart sechsten Sieg und Startrekord

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Cristian Ugalde und die TSV Hannover-Burgdorf sind derzeit kaum zu stoppen. Beim TVB Stuttgart gelang der sechste Sieg im sechsten Spiel der neuen Saison.
Cristian Ugalde und die TSV Hannover-Burgdorf sind derzeit kaum zu stoppen. Beim TVB Stuttgart gelang der sechste Sieg im sechsten Spiel der neuen Saison. © imago images/Eibner
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Die TSV Hannover-Burgdorf hat einen neuen Startrekord aufgestellt. Mit dem 28:23 beim TVB Stuttgart haben die Recken in der 1. Bundesliga den sechsten Sieg im sechsten Spiel gefeiert. Die Mannschaft von Carlos Ortega legte stark los, schwächelte im zweiten Abschnitt kurzzeitig, gewann aber trotzdem völlig verdient.

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Die TSV Hannover-Burgdorf hat den Rekord. Mit 28:23 (15:9) beim TVB Stuttgart gewannen die Recken auch ihr sechstes Saisonspiel in der Bundesliga. Vor zwei Jahren waren den Hannoveranern fünf Auftaktsiege in Folge gelungen, der bis Donnerstag beste Ligastart.

Der Meister kann kommen

Damit schufen die Recken die besten Voraussetzungen für das Gipfeltreffen gegen Meister SG Flensburg am nächsten Donnerstag in der Tui-Arena (19 Uhr). Es wird zugleich die erste echte Bewährungsprobe für die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega werden, die trotz des klaren Resultates nicht frei von Schwächen agierte. Überragend agierte vor allem in der ersten Halbzeit Domenico Ebner im Recken-Tor, bester Werfer war Kapitän Fabian Böhm (sieben Tore).

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Beide Mannschaften fanden ausgesprochen zäh in die Begegnung – möglicherweise trug dazu auch eine Wischunterbrechung schon nach einer Minute bei. Rückstände von der Einlaufshow befanden sich noch auf dem Parkett, die die Akteure nicht in den Rhythmus kommen ließen. Nach zehn Minuten waren gerade vier Tore erzielt worden. Drei hatten die Gäste aus Hannover geworfen, Ortegas Recken hatten ihren Vorteil in dieser Phase vor allem ihrer Nummer 1 zu verdanken.

Am Kreis nicht immer auf dem Posten

Ebner war im Tor der TSV nichts von einem bakteriellen Infekt anzumerken, der ihn am Mittwoch erwischt und kurzfristig seinen Einsatz gefährdet hatte. Der Neuzugang aus Bietigheim wehrte in seiner früheren sportlichen Heimat knapp zwei Drittel der Stuttgarter Würfe ab. Ebners Vorderleute am Kreis waren nicht immer auf dem Posten, deshalb forderte Trainer Carlos Ortega in einer Auszeit kurz vor der Halbzeit: „Spielt so, wie wir es eingeübt haben.“

So konnten es die Hannoveraner verschmerzen, dass sie im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien in der Offensive nur zeitweise glänzten und diverse Chancen nicht verwerteten. Das lag auch an Ebners Pendant Johannes Bitter, der Routinier hielt für sein Team den Rückstand lange in Grenzen.

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9. Spieltag: SC Magdeburg (H, Tui-Arena), Sonntag, 13. Oktober, 16 Uhr ©
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Ein zunächst unauffälliges Pflichtspiel-Debüt im Recken-Dress gab Alfred Jönsson nach einer Verletzung an der Patellasehne, der Schwede kam nach eineinhalb Minuten ins Spiel, weil Morten Olsens Trikot nicht reißfest war und der Däne daher ein neues Hemd brauchte.

Im Stile einer Spitzenmannschaft

Die Recken zeigten allerdings die Qualität einer Spitzenmannschaft, als sie in den letzten drei Minuten den Faden aufnahmen, den der Gastgeber verloren hatte. Sie bauten ihren Vorsprung von 12:9 auf 15:9 aus und brachten sich für die zweite Halbzeit in eine ausgesprochen komfortable Ausgangslage.

Im Gefühl eines weiteren sicheren Erfolges schlichen sich nach dem Wechsel jedoch einige Nachlässigkeiten bei den Recken ein. Die Schwaben verkürzten auf 19:22 zwölf Minuten vor Schluss. Kapitän Böhm beruhigte mit zwei Toren in Folge zunächst wieder die Recken-Stimmung. Stuttgart verkürzte aber erneut (22:24), und es war dem mittlerweile eingewechselten Urban Lesjak im hannoverschen Tor zu verdanken, dass der Gastgeber nicht zum Ausgleich kam. Die Wende blieb aber aus, die Recken ließen sich den Rekord nicht mehr entreißen.

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