04. Dezember 2019 / 21:48 Uhr

Recken-Wahnsinn in Mannheim! Morten Olsen führt Hannover ins Final Four 

Recken-Wahnsinn in Mannheim! Morten Olsen führt Hannover ins Final Four 

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Avancierte mit seinem Wahnsinnswurf in letzter Sekunde zum Matchwinner: Morten Olsen. 
Avancierte mit seinem Wahnsinnswurf in letzter Sekunde zum Matchwinner: Morten Olsen.  © imago images/foto2press
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Was für ein verrückter Handballabend! Die TSV Hannover-Burgdorf siegte in einem epischen Pokalspiel mit 31:30 bei den Rhein-Neckar Löwen. Damit steht das Team von Carlos Ortega zum dritten Mal nacheinander im Final Four des DHB-Pokals. Morten Olsen sorgte mit einem Wahnsinnswurf in letzter Sekunde für die Entscheidung.

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„Wir sind so glücklich.“ Trainer Carlos Ortega hat diesen Satz zweimal wiederholt nach der Pressekonferenz, aus der er mit rotem Kopf kam. „Wir trinken jetzt ein oder zwei Bier. Heute ist ein großer Tag“, fügte der Spanier hinzu. Und das war tatsächlich ein Riesenerfolg, den die Recken vollbracht haben. Immerhin stürmten sie erstmals die Höhle der Löwen. Sie siegten in der SAP Arena in Mannheim mit 31:30 (17:14) gegen die Rhein-Neckar Löwen und stehen im Final Four des DHB-Pokals, das in Hamburg ausgetragen wird.

„Wir haben super gekämpft, ich bin sehr stolz auf dieses Team. Zum dritten Mal hintereinander in der Pokal-Endrunde, das ist fantastisch. Das schaffen nur wenige Mannschaften“, sagte Ortega kopfschüttelnd, als könne er es selbst kaum glauben.

Das Programm der Recken im Dezember

<b>In Ludwigshafen (12. Dezember, 19 Uhr):</b> Nach den Siegen gegen Topteams müssen die Recken den Motivationsschalter betätigen. Die Eulen stehen mit nur sechs Zählern auf dem vorletzten Platz. Gehen die Recken die Aufgabe mit voller Konzen­tration an, ist ein Erfolg sehr wahrscheinlich. <b>Stolperfaktor: 10 Prozent.</b> Zur Galerie
In Ludwigshafen (12. Dezember, 19 Uhr): Nach den Siegen gegen Topteams müssen die Recken den Motivationsschalter betätigen. Die Eulen stehen mit nur sechs Zählern auf dem vorletzten Platz. Gehen die Recken die Aufgabe mit voller Konzen­tration an, ist ein Erfolg sehr wahrscheinlich. Stolperfaktor: 10 Prozent. ©
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Morten Olsen war bester Spieler

Ein bisschen brauchten die Recken, aber dann waren sie voll da. „Die erste Hälfte war einfach überragend. Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als zuletzt und sensationell gekämpft“, sagte Sportchef Sven-Sören Christophersen. Ortega ließ mit einer 6:0-Taktik verteidigen, ab und zu streute er die 5:1-Variante mit dem vorgezogenen Cristian Ugalde ein. Dazu kam der sehr gute Schlussmann Domenico Ebner im Tor.

Als Mait Patrail das 12:11 für die Recken markierte, war das nicht nur die erste Führung der Gäste. Bei den Löwen mehrten sich die Fehler, und diese zu hohe Quote legten sie bis zum Abpfiff nicht mehr ab. Ihr Spielmacher Andy Schmid hatte aber noch einen weiteren, wohl wichtigere Ursache für die Niederlage ausgemacht: „Die Grund liegt in der ersten Halbzeit. Da waren einige von uns nicht geil genug auf Hamburg.“

Zum Mann der Partie wurde abermals der unfassbar starke Morten Olsen. Er lenkte souverän und traf in der zweiten Hälfte viermal am Stück, als die Recken beim Stand von 20:24 schon geschlagen schienen. „Er hat gar keinen Druck, das ist sensationell, wie er spielt“, lobte Ortega und machte dabei Handzeichen, als könne Olsen fliegen. Zumindest stand der Däne über den Dingen, auch die gellenden Pfiffe der Löwen-Fans machten ihm nichts aus. Olsen blieb indes bescheiden: „Wir haben ein, zwei Monate nicht so gut gespielt. Es wurde mal wieder Zeit.“

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"Wir haben alles gegeben"

In Hälfte büßten die Recken ihren Vorsprung sehr schnell ein. „In der Abwehr war es nicht mehr so gut, wir hatten nur zwei Paraden. Aber wir haben nicht aufgehört zu kämpfen“, so Ortega, der Urban Lesjak für Ebner einwechselte. Beim Stand von 22:25 zielte Timo Kastening zum zweiten Mal beim Siebenmeter ans Gebälk (47. Minute) und lieferte sich dann einen verbalen Schlagabtausch mit Patrick Groetzki, mit dem er beim Nachsetzen zusammengeprallt war. Beide vertrugen sich rasch, das letzte Wort war für die Recken damit jedoch längst nicht gesprochen. „Wir sind cool geblieben nach dem Rückstand“, stellte Kapitän Fabian Böhm fest.

Sieben Minuten vor Abpfiff übernahm Hannover wieder die Führung. Im finalen Olsen-Angriff blieben 18 Sekunden Zeit, Olsen entschied sich für einen Schlagwurf – eine Sekunde vor Schluss. Ortega brachte sich vor der wilden Jubeltraube der Recken rasch in Sicherheit, Christophersen ballte die Fäuste und schrie erleichtert alle Anspannung heraus. Der Sportchef attestierte Olsen eine Weltklasseleistung und sagte „Wir haben alles gegeben. Und unglaublich gespielt.“

Die Rhein-Neckar Löwen laufen ein.
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