18. Oktober 2019 / 08:35 Uhr

Der Held zwischen den Pfosten: Urban Lesjak glänzt auch als Torschütze

Der Held zwischen den Pfosten: Urban Lesjak glänzt auch als Torschütze

Jonas Freier und Carsten Schmidt 
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ist momentan in Topform: Recken-Torwart Urban Lesjak. 
Ist momentan in Topform: Recken-Torwart Urban Lesjak.  © Florian Petrow
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Urban Lesjak, Torwart der TSV Hannover-Burgdorf, überzeugte beim 29:29 gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht nur als sicherer Rückhalt, sondern trat auch als doppelter Torschütze in Erscheinung. Trotzdem war der Slowene nach dem Spiel "nicht superzufrieden". 

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Er kam lächelnd aus der Kabine. Er hätte der Superheld des Abends werden können. So war er immerhin einer der Helden. Urban Lesjak hatte beim 29:29 gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht nur seinen Torwart-Job exzellent erledigt, sondern war auch noch als doppelter Torschütze in Erscheinung getreten. Es stand 22:23 – und Lesjak traf zweimal hintereinander ins leere Löwen-Tor. 24:23, die erste und einzige Recken-Führung in dieser dramatischen Spitzen-Partie. Und dann hatte der Recken-Torwart sogar noch die Chance auf seinen dritten Treffer, bei einem 25:23 für die Recken eine Viertelstunde vor Schluss wären die Löwen möglicherweise erledigt gewesen. Aber Lesjaks Wurf klatschte an die Latte.

Die Bilder der Partie TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen:

Recke Morten Olsen wird unsanft von den Rhein-Neckar Löwen gestoppt. Zur Galerie
Recke Morten Olsen wird unsanft von den Rhein-Neckar Löwen gestoppt. ©

Lesjak hadert mit der ersten Halbzeit

Deshalb war der Slowene auch „nicht superzufrieden“. Er schraubte die Euphorie ein bisschen herunter. Es brauche „zwei starke Halbzeiten“, um so ein Spiel zu gewinnen. Ja, die Stimmung sei gut und die Mannschaft habe einen Lauf. Aber „75 oder 80 Prozent“ würden in den nächsten Spielen nicht reichen. Die Recken müssten immer 100 Prozent geben.

So wie in der zweiten Halbzeit. „Wer da war, hat ein Handballfest gesehen, das an Dramatik nicht zu überbieten war“, schwärmte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen. „Mir hat besonders Goalgetter Urban Lesjak gefallen.“ Der konnte sich daran erinnern, schon einmal in der Saison 2011/12 zwei Tore in einem Spiel geworfen zu haben.

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"Aber wir hätten ja auch gewinnen können"

Mit dem einem Punkt konnte Lesjak aber genauso gut leben wie Fabian Böhm. Obwohl: „Wenn mir vorher einer gesagt hätte, wir spielen unentschieden, hätte ich das nicht schlecht gefunden, aber wir hätten ja heute auch gewinnen können“, so der Recken-Kapitän.

Lob gab’s am Ende auch von Löwen-Sportdirektor Oliver Roggisch: „Diese Hannover-Mannschaft hat einen Lauf, bei denen funktioniert es auf allen Positionen.“ Und im Tor besonders gut. Roggisch, sichtlich angefressen nach dem erneuten Punktverlust, verabschiedete sich trotzdem sympathisch: „Die Atmosphäre war fantastisch, ein echtes Spitzenspiel.“