11. Februar 2020 / 13:54 Uhr

Ivan Martinovic fehlt den Recken bis April, aber: Kein Neuer für rechten Rückraum

Ivan Martinovic fehlt den Recken bis April, aber: Kein Neuer für rechten Rückraum

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bis zu seinem Mittelfußbruch Anfang Januar ist Ivan Martinovic für die Recken fleißig auf Torejagd gewesen.
Bis zu seinem Mittelfußbruch Anfang Januar ist Ivan Martinovic für die Recken fleißig auf Torejagd gewesen. © Florian Petrow
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Nach seinem Mittelfußbruch wird Shootingstar Ivan Martinovic den Recken noch bis mindestens April fehlen. Da mit Malte Donker auch ein zweiter Linkshänder längerfristig ausfällt, ist Nejc Cehte im rechten Rückraum auf sich allein gestellt. Eine Nachverpflichtung wird es bei der TSV Hannover-Burgdorf aber nicht geben.

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Die Verpflichtung von Ivan Martinovic im Sommer 2019 war ein Transfercoup der TSV Hannover-Burgdorf und vor allem ihres Sportlichen Leiters Sven-Sören Christophersen. Das wird derzeit deutlich, weil der 22-Jährige nach einem Mittelfußbruch Anfang Januar mindestens bis Anfang April ausfällt. Martinovic warf 61 Tore in den ersten 20 Partien der Bundesliga und ist nach Timo Kastening, Morten Olsen und Fabian Böhm viertbester Hannoveraner in der Torjägerliste.

Cehte trägt viel Verantwortung und Belastung

Der Kroate, der vom Absteiger VfL Gummersbach gekommen war, bildete mit dem fast gleichaltrigen Malte Donker ein starkes Linkshänderduo. Martinovic brachte vorn Schwung, Donker packte hinten zu. „Beide haben maßgeblich zu unserem bisherigen Abschneiden beigetragen“, sagte Christophersen. Da aber Donker nach einer Schulteroperation bis zum Saisonende pausieren muss, ist beim Tabellendritten der jugendliche Elan etwas flöten gegangen. Nejc Cehte trägt als alleiniger Linkshänder eine Verantwortung und Belastung, die er kaum erfüllen kann.

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Platz 1: Timo Kastening mit 144 Toren (50 Siebenmeter) Zur Galerie
Platz 1: Timo Kastening mit 144 Toren (50 Siebenmeter) ©

Bis zum 15. Februar könnten die Recken ihren Kader noch ergänzen. „Wir haben sondiert und klären, was möglich ist“, sagte Christophersen. Einen Ersatz für sechs Ligaspiele – danach soll Martinovic wieder fit sein – wollen die Recken aber nicht holen. „Er müsste dann schon eine Perspektive über die Saison hinaus haben“, sagte Christophersen.

Zu einer Erfolg versprechenden Profiverpflichtung mitten in der Saison gehören zudem besondere Umstände. Filip Mirkulovski 2015 und Casper Mortensen 2016 – beide halfen damals den Recken personell weiter – kamen im Winter nur deshalb nach Hannover, weil es bei ihren bisherigen Arbeitgebern Metalurg Skopje beziehungsweise HSV Hamburg Auflösungserscheinungen gab.

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Tor: Domenico Ebner (#1, Deutschland/Italien) ©

Es gab aber auch Erfahrungen mit Blitztransfers, die die Recken aktuell zur Zurückhaltung mahnen. Als Missverständnis galt die Nachverpflichtung von Kasper Kisum im Herbst 2016 infolge diverser Verletzter im TSV-Kader. Der Vertrag des Dänen wurde Ende 2016 wieder aufgelöst.

Auch Domagoj Srsen wurde in Hannover nicht glücklich, obwohl ihm der Verein „vorbildliche Loyalität“ bescheinigte. Der Kroate kam 2018 zwar zu Saisonbeginn. Er wurde aber kurzfristig als Abwehrspezialist verpflichtet, weil sein Vorgänger Christophersen nach Benjamin Chattons Rücktritt als Geschäftsführer früher als vorgesehen in die Recken-Leitungsebene wechselte.