25. September 2020 / 21:23 Uhr

Recken verlieren Bundesliga-Generalprobe gegen Magdeburg

Recken verlieren Bundesliga-Generalprobe gegen Magdeburg

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kein Durchkommen in Magdeburg: Mit einer schwachen Offensivleistung müssen sich die Recken 21:28 (11:13) geschlagen geben.
Kein Durchkommen in Magdeburg: Mit einer schwachen Offensivleistung müssen sich die Recken 21:28 (11:13) geschlagen geben. © imago images/Jan Huebner
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Nichts zu holen gab es für die TSV Hannover-Burgdorf in Magdeburg: Die TSV Hannover-Burgdorf verlor am Freitagabend ihre Bundesliga-Generalprobe beim SCM mit 21:28 (11:13). Die dritte Testspiel-Pleite in Folge, am Donnerstag geht es ins erste Ligaspiel gegen GWD Minden.

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Sie schlichen müde von der Platte. Nichts zu holen gab es für die Handball-Recken in Magdeburg. Die TSV Hannover-Burgdorf verlor gestern Abend ihre Bundesliga-Generalprobe beim SCM mit 21:28 (11:13). Anders als in den zwei Test-Partien zuvor, als vor allem die Abwehr schwächelte, ließ diesmal der Angriff zu wünschen übrig. „Die Abwehr war deutlich besser“, stellte Sportchef Sven-Sören Christophersen zufrieden fest. „Vorne sind wir auf eine andere Qualität von Abwehr gestoßen. Aber wir leisten uns auch einfach zu viele leichte Ballverluste.“

Schwachpunkt rechte Außenseite

Die Recken traten ohne die noch angeschlagenen Nejc Cehte (Fuß) und Filip Kuzmanovski (Achillessehne) an. Beide trainierten individuell in Hannover. Dafür war Evgeni Pevnov nach kurzer Schulterverletzungspause wieder dabei. Ohne ihn war die Recken-Abwehr zuletzt verdammt durchlässig gewesen. Pevnov stabilisierte zusammen mit Ilija Brozovic wieder den Mittelblock. Einzige Schwachstelle hinten in Halbzeit eins: die rechte Außenseite. Immer wieder brachen die Magdeburger dort durch und warfen Urban Lesjak im Tor die Bälle um die Ohren.

Bilder zum Testspiel der TSV Hannover-Burgdorf gegen den SC Mageburg

Alfred Joensson (rechts) beim Torabschluss. Zur Galerie
Alfred Joensson (rechts) beim Torabschluss. ©

Offensive fahrig – Magdeburg eiskalt

Dass es am Ende der ersten Hälfte 13 Gegentore waren, lag aber auch am mittelprächtigen Angriffsspiel der Recken. Vorne warfen sie erneut viele Bälle unkonzentriert weg, vergaben beste Gegenstöße und ermöglichten so dem SCM Konter, die der Gastgeber eiskalt abschloss. Oder die Recken scheiterten am stark aufgelegten Torwart Jannik Green. Nur elf eigene Törchen in den ersten 30 Minuten, lediglich zehn in der zweiten Hälfte – so wird es schwierig, ein Ligaspiel zu gewinnen. 

Wenig Stimmung trotz 650 Fans in der Getec-Arena

„Eeeeees-Ceeeeee-M! Eeees-Ceeeee-M!“- die rund 650 Magdeburg-Fans, 1000 waren erlaubt, trieben ihr Team unermüdlich an. Tatsächlich wirkte der Schlachtruf für Außenstehende aber eher ermüdend als motivierend. Echte Emotionen wollten Corona-bedingt in der eigentlichen Stimmungshochburg Getec-Arena zunächst nicht aufkommen. 

Unabhängig davon jedenfalls konnte es Hannover gar nicht erwarten, in den zweiten Durchgang zu starten. Zwei Minuten vor Ende der Pause rief Kapitän Fabian Böhm zum Gegner: „Kommt, lasst uns anfangen.“ Gesagt, getan. Doch der Frühstart bekam dem Ortega-Team, das jetzt mit Weltmeister Johan Hansen Janne Krone auf Rechtsaußen agierte, gar nicht.

Furioser Start in die zweite Halbzeit – von Magdeburg

Ein 5:1-Lauf der Magdeburger zum 18:12 (35.) ließ Carlos Ortega verzweifeln. „Der schlechte Beginn der zweiten Hälfte war der Schlüssel heute“, sagte der Spanier hinterher. Wieder waren es Fehler im Aufbau, die der SCM auf der Gegenseite bestrafte.

Recken verlieren das Selbstbewusstsein

Die Recken wirkten müde und verunsichert. Hansen scheiterte völlig einsam an Green. Und auch Böhm unterlief ein einfach Abspielfehler. Nur dem starken Torwart Urban Lesjak und Domenico Ebner, der einen Siebenmeter entschärfte, war es zu verdanken, dass die Recken nicht untergingen. Eng wurde es jedoch auch nicht mehr. Die Partie war mit dem 20:14 durch Tim Hornke gelaufen (45.).

Ortega: „Müssen Balance finden"

Nach 28:35-Niederlage gegen Coburg „haben wir uns im Training auf die Abwehr konzentriert“, so Ortega. „Das haben wir jetzt verbessert. Aber wir brauchen eine gute Balance zwischen Angriff und Abwehr.“

Mehr zu den Recken

Liga-Auftakt am Donnerstag

Die müde wirkenden Recken haben noch gewaltig zu basteln und zu schrauben, damit der Liga-Auftakt am kommenden Donnerstag daheim gegen GWD Minden gelingen kann.

Die Tore der Recken erzielten: Brozovic (5), Martinovic (4), Hansen (3), Hanne (3), Jönsson (2), Böhm (2), Krone (1), Büchner (1).