10. September 2019 / 09:13 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf: Wohin führt der Spitzen-Tanz?

TSV Hannover-Burgdorf: Wohin führt der Spitzen-Tanz?

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im bisherigen Saisonverlauf ein gewohntes Bild: Siegesjubel bei der TSV Hannover-Burgdorf.
Im bisherigen Saisonverlauf ein gewohntes Bild: Siegesjubel bei der TSV Hannover-Burgdorf. © imago images / Eibner
Anzeige

Traumstart: Die TSV Hannover-Burgdorf kann nach vier Siegen aus den ersten vier Spielen am Sonntag gegen den Bergischen HC den eigenen Startrekord einstellen. So wie die Recken aktuell in Form sind, darf man sich schon fragen: Wohin führt der Weg der Recken in dieser Saison?

Anzeige
Anzeige

3 oder 5 Euro – wie viel Domenico Ebner ins Phrasenschwein werfen muss, bestimmt Recken-Kassenwart Evgeni Pevnov. Dass der Torwart blechen muss, ist klar. „Wir gucken von Spiel zu Spiel. Und das nächste Spiel ist immer das schwerste“, drosch Ebner nach dem Sieg gegen Lemgo auf die Frage, wann Hannover denn im Meisterschaftskampf sei. „Gar nicht“, antwortete Ebner – und ließ die Phrase folgen.

Wer will es ihm verübeln? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf nicht Meister. Aber so ein optimaler Start nach vier Spieltagen, verlustpunktfrei auf Platz zwei der stärksten Liga der Welt, kurbelt nun mal bei jedem Sportler und Fan die Fantasie an.

Auch Nationalspieler Timo Kastening wurde gefragt, ab wann in Hannover von der Meisterschaft gesprochen wird. Kastenings gleiche Antwort: „Gar nicht.“ Natürlich solle man die Phase „genießen. Aber man sollte schön auf dem Teppich bleiben.“ Denn: „Gerade in Hannover wissen wir, dass es ganz schnell anders kommen kann.“

Mehr Berichte über die Recken

Auf Dauer fehlt Hannover noch die Konstanz

Kastening spricht da aus eigener Erfahrung. Seit Jahren fährt er mit den Recken Achterbahn. 2013 Platz sechs und die erste EHF-Cup-Teilnahme, 2014 Platz acht, dann der Absturz auf Platz 13. In der Folge Rang sieben, elf, sechs, 13. Vor drei Jahren erlebte er nach der starken Hinrunde (Platz fünf) den totalen Absturz mit 16 Spielen in Folge ohne Sieg. Und auch nach der Top-Saison 2017/18 mit Platz sechs, Pokalfinale und der zweiten EHF-Cup-Qualifikation folgte eine mäßige bis miese Saison in der Bundesliga.

Auf Dauer fehlt Hannover noch die Konstanz. Deswegen lautet auch jedes Jahr aufs Neue die bescheidene Zielsetzung ein Platz unter den ersten zehn. Nach Umbruch und Sparkurs wollte selbst Mäzen und Ober-Optimist Bernd Gessert vor dieser Saison nicht von Europa sprechen.

Tatsächlich ist es diese Saison so schwer wie nie. Nur bis Rang vier reichen die festen Europa-Plätze. Und auf dem Alternativweg Pokal droht den Recken bei Meister Flensburg am 3. Oktober nach zwei Final-Four-Teilnahmen in Folge diesmal das frühe Aus im Achtelfinale. Wobei: In der aktuellen Form könnten die Recken sogar Flensburg schlagen.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2019/20

<b>15. Spieltag:</b> Füchse Berlin (H, Tui-Arena), 5. - 8. Dezember, Uhrzeit offen Zur Galerie
15. Spieltag: Füchse Berlin (H, Tui-Arena), 5. - 8. Dezember, Uhrzeit offen ©
Anzeige

Knacken die Recken ihren Startrekord?

Aber der Pokal ist noch weit weg. Die Recken konzentrieren sich ja lieber auf das nächste Spiel. Sonntag (13.30 Uhr) kommt der Bergische HC in die Swiss-Life-Hall. Erneut ein schlagbarer Gegner, genau wie vier Tage später Stuttgart. Die Recken sind auf direktem Wege, ihren Startrekord von vor zwei Jahren zu knacken. Damals lehrten sie mit dem neuen Trainer Carlos Ortega die Liga das Fürchten. Die fünf Startsiege beinhalteten auch Erfolge gegen Flensburg, Kiel und Magdeburg.

Das Auftaktprogramm in dieser Saison ist vergleichsweise einfach. Minden, Göppingen, Balingen, Lemgo, BHC und Stuttgart sind am Ende nicht weit oben zu erwarten. Aber das kann den Recken egal sein, sie tanken von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen, um – wenn es so weit ist – auch die Großen zu schlagen. Am 26. September kommt Flensburg zum Ligaspiel nach Hannover.

Recken brauchen sich nicht verstecken

Wo das alles hinführt? Vor zwei Jahren mit einem nominell stärkeren Kader hielt sich die TSV am 22. Spieltag sogar noch auf Platz eins, dann folgte der Rutsch auf Rang sechs. Eine ähnliche Platzierung ist auch dieses Jahr möglich. Mit der Unbekümmertheit der Jugend und der Erfahrung der Alten. Das Team zeigt erstaunliche und ungewohnte Konstanz, es gewann jede der bisher acht Spielhälften.

Die großen vier (Flensburg, Kiel, Löwen und Magdeburg) machen den Titel und Europa wohl unter sich aus. Aber vor den aktuell schwächelnden Teams aus Melsungen und Berlin brauchen sich die Recken nicht zu verstecken.

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN