08. August 2021 / 14:52 Uhr

Erneut zu harmlos: Havelse verschießt Elfmeter, verliert in Duisburg mit 0:3

Erneut zu harmlos: Havelse verschießt Elfmeter, verliert in Duisburg mit 0:3

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sichtbare Enttäuschung bei Julius Düker und den Havelsern nach einem Gegentreffer.
Sichtbare Enttäuschung bei Julius Düker und den Havelsern nach einem Gegentreffer. © IMAGO/Beautiful Sports
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Der TSV Havelse ist auch im ersten Auswärtsspiel in der 3. Liga zu ungefährlich gewesen, unterlag beim MSV Duisburg mit 0:3. Allerdings wäre durchaus ein Punkt drin gewesen, denn beim Stand von 0:1 schoss Yannik Jaeschke einen Elfmeter weit übers Tor der Gastgeber.

"Es würde für mich ein kleiner Traum in Erfüllung gehen, wenn ich in der 3. Liga treffen würde", sagte Yannik Jaeschke vor dem Auswärtsspiel am Sonntag in Duisburg. Der Stürmer des Drittliga-Aufsteigers TSV Havelse hatte in der 53. Minute die Mega-Chance zu seinem Ehrentreffer. Fynn Lakenmacher war zuvor von Duisburgs Stefan Velkov zu Fall gebracht - Elfmeter! Die große Chance zum 1:1 vergab Jaeschke dann aber, sein Schuss ging links oben weit über das Tor. 

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Es war die größte Möglichkeit der Havelser gegen den MSV, der am Ende souverän mit 3:0 (1:0) gewann. Orhan Ademi brachte die Gastgeber nach 25 Minuten in Führung, als er einen Schussversuch von Moritz Stoppelkamp vor die Füße bekam und sich dann clever gegen TSV-Kapitän Tobias Fölster durchsetzte und zum 1:0 trocken abschloß. Danach hatte die Truppe von Trainer Rüdiger Ziehl mehrmals Glück. Rolf Feltscher (32.), Ademi (34.) und Stoppelkamp (37.) vergaben innerhalb von nur fünf Minuten beste Möglichkeiten zum 2:0.

Bilder vom Spiel der 3. Liga zwischen dem MSV Duisburg und TSV Havelse

Duisburgs Stefan Velkov  und Fynn Lakenmacher kämpfen in der Luft um den Ball. Zur Galerie
Duisburgs Stefan Velkov und Fynn Lakenmacher kämpfen in der Luft um den Ball. ©

Dem TSV fehlte einige Male die Struktur, oft war die Ziehl-Truppe in den Zweikämpfen einen Schritt zu spät. Dem MSV merkte man die 14-tägige Quarantäne und fehlende Spielpraxis nicht an. Während der ehemalige 96-Kapitän Marvin Bakalorz wegen Halsschmerzen nicht dabei war, spielte mit Stoppelkamp ein weiterer Ex-96er groß auf - und brachte die TSV-Verteidigung mehrmals in Schwierigkeiten.

Daedlow und Lakenmacher für Meien und Meyer

Bester Havelser war Torhüter Norman Quindt, der mehrmals glänzend parierte. Auch Lakenmacher, den Ziehl zusammen mit Oliver Daedlow für Linus Meyer (fehlte wegen einer Knieverletzung) und Vico Meien von Anfang an ins Spiel schickte, konnte zumindest einige Freistöße für sein Team herausholen. 

Nach dem Elfer-Pech um Jaeschke (53.) kam es 13 Minuten ganz bitter für Havelse. Fölster brachte Alaa Bakir im Strafraum zu Fall, erneut Elfmeter! Der ehemalige 96-Profi Stoppelkamp machte es besser als Jaeschke, verlud Quindt und schoss den Ball trocken rechts ins Tor. Der MSV legte wenig später nach. Kolja Pusch traf nur 28 Sekunden nach seiner Einwechslung zum 3:0. Auch hier sah die Havelser Verteidigung nicht gut aus. 

Nach zwei Niederlagen und zwei Partien ohne eigenem Treffer ist Havelse noch nicht richtig angekommen in der 3. Liga. Es fehlt noch am nötigen Mut, um auch gegen favorisierte Mannschaften überzeugen zu können. Noch ist das Team zu harmlos. Was Mut macht: In einigen Phasen in der zweiten Halbzeit, in denen der TSV den Respekt vor dem Gegner abgelegt hatte, kam deutlich mehr nach vorn.