26. Januar 2022 / 09:34 Uhr

Wehen Wiesbaden kommt: Corona-Fälle in Havelse "kein riesengroßes Thema"

Wehen Wiesbaden kommt: Corona-Fälle in Havelse "kein riesengroßes Thema"

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Jammern hilft ihm nicht: Havelses Trainer Rüdiger Ziehl stellt sich auf viele Wechsel ein.
Jammern hilft ihm nicht: Havelses Trainer Rüdiger Ziehl stellt sich auf viele Wechsel ein. © IMAGO/Eibner
Anzeige

Dass es beim TSV Havelse vier Corona-Fälle gibt, sei "kein riesengroßes Thema", so Rüdiger Ziehl, vielmehr die neue Normalität. Wichtiger ist für den Coach des Schlusslichts: In welcher Konstellation kann seine Mannschaft am Mittwoch gegen Wehen Wiesbaden erfolgreich sein.

Es mutet schon irgendwie komisch an: Da steht dem TSV Havelse das nächste Endspiel in der 3. Liga ins Haus und am Tag zuvor wird über ein Thema gesprochen, das mit dem Abstiegskampf nur indirekt zu tun hat. Fakt ist, es war nur eine Frage der Zeit, ehe das Coronavirus auch das Schlusslicht aus Garbsen erwischt. Und das Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) in der HDI-Arena gegen den SV Wehen Wiesbaden rückte für einen kurzen Moment in den Hintergrund.

Anzeige

Die tägliche Schnelltestreihe hatten am Montag mindestens einen Verdachtsfall hervorgebracht. Weswegen die Regenerationseinheit abgesagt wurde und knapp 30 Personen am Morgen eng getaktet zwischen 6.30 und 7.30 Uhr im Helios Klinikum Hildesheim einen PCR-Abstrich machen mussten. Das bittere Ergebnis: vier positive Fälle.

Mehr Berichte aus der Region

Ob es vier Spieler sind, dürfte sich erst bei einem Blick auf den Kader offenbaren. Die Betroffenen hätten sich umgehend in häusliche Isolation begeben, sie seien allesamt Impfdurchbrüche, sagt Manager Matthias Limbach: „Sie sind geboostert, ihnen geht es gut.“ Sie hätten, wenn überhaupt, nur leichte Erkältungssymptome.

Havelses Trainer wollte den Blick schnell wieder auf das Duell mit dem Tabellenzehnten richten, das Corona-Quartett sei für die Mannschaft „kein riesengroßes Thema“, sagt er. „Ich glaube, im Vergleich mit anderen hat es uns noch milde getroffen.“ Das sei eben die neue Normalität. Und so habe er mit seinem Co-Trainer Yannic Thiel viel gesprochen, richtig viel: „Darüber, wie und in welcher Konstellation wir erfolgreich sein können.“

Kauczinski warnt vor dem Schlusslicht

Nach einem Punktgewinn beim Spitzenreiter, vor 13.385 Magdeburger Fans, der zwar überraschend, aber alles andere als glücklich war. „Ich bin unheimlich froh“, sagte Ziehl, „dass sich die Mannschaft für diesen Aufwand belohnt hat und wir hier nicht wieder sitzen und Lob kriegen, als Tabellenletzter eine couragierte Leistung abgerufen, aber wieder verloren zu haben.“

Anders als beim glücklichen 2:1 am 4. Spieltag wissen die Wiesbadener also ganz genau, was sie in Hannover erwartet. So sagt SVWW-Trainer Markus Kauczinski: „Wenn wir sagen, es sei in der Liga noch alles möglich, dann gilt das auch für den TSV. Wenn man beim Tabellenletzten antritt, geht man zwar als Favorit in die Partie, aber uns erwartet trotzdem ein schweres Spiel. Wir werden einen guten Tag brauchen und viel kämpfen müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Havelse wird uns fordern.“


Mehr Berichte aus der Region

Fehlen werden – unabhängig von Corona – Jonas Sonnenberg, Linus Meyer, Eric Henschel und Nils Piwernetz. Beim 1:1 in Magdeburg stand Basel-Neuzugang Leonardo Gubinelli erstmals im Kader, am Mittwoch könnte es vielleicht sogar schon für die Startelf reichen. „Er macht sich gut“, lobt Ziehl. „Er saß auf der Bank, weil er eine längere Pause hatte. Mal sehen, ob er am Mittwoch so weit ist.“ Er gehört also nicht zu den Infizierten.