05. Dezember 2021 / 17:39 Uhr

Quindt rettet das Remis: TSV Havelse holt Punkt beim VfL Osnabrück

Quindt rettet das Remis: TSV Havelse holt Punkt beim VfL Osnabrück

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schlussmann Norman Quindt rettet dem TSV Havelse in Osnabrück einen Punkt.
Schlussmann Norman Quindt rettet dem TSV Havelse in Osnabrück einen Punkt. © IMAGO/Picture Point
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Der TSV Havelse hat in der 3. Fußball-Liga im Niedersachsen-Duell beim VfL Osnabrück überraschend einen Punkt geholt. Eine Woche nach der 2:3-Heimniederlage gegen 1860 München kam der Aufsteiger am Sonntag zu einem 0:0 beim Zweitliga-Absteiger.

Als in der vierten Minute der Nachspielzeit auch der Kopfball des Osnabrückers Timo Beermann knapp am langen Pfosten vorbeirauschte, hatten es die Havelser geschafft. Ein paar Sekunden später war Schluss, das 0:0 perfekt. Ein Punkt für den TSV Havelse, den sich der Drittliga-Aufsteiger beim Zweitliga Absteiger VfL Osnabrück mit viel Kampf und unermüdlichem Einsatz verdient hatte. Und mit dem der TSV viel besser leben kann als die Gastgeber, die durch das Remis den Sprung auf Platz drei der 3. Liga verpassten.

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Eingenommen haben die Havelser die Festung Bremer Brücke zwar nicht, und doch fühlt sich das 0:0 wie ein Sieg an. Von der ihr zugedachten Rolle des Punktelieferanten war das Team von Trainer Rüdiger Ziehl jedenfalls weit entfernt. Dass die Mittel des Tabellenletzten in einigen Bereichen begrenzt sind, war auch in Osnabrück nicht zu übersehen. Den Havelsern gelang es kaum, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten, und auch die Nadelstiche im Angriff waren für die Gastgeber in den meisten Fällen nicht mehr als ein kleiner Piks ohne große Wirkung. Das Spiel des Aufsteigers lebt von der Leidenschaft, und mit ihr können die Havelser so manches Defizit ausgleichen.

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"Die Leidenschaft, mit der wir gespielt haben, gibt mir Hoffnung für die nächsten Spiele."

Das gelang ihnen auch beim VfL Osnabrück, der zwar überlegen war, mit dem nie aufgebenden und unbequemen TSV-Team jedoch große Mühe hatte. „Ich bin zufrieden mit dem Punktgewinn, ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Sie hat sich in jeden Ball geworfen und die Zweikämpfe angenommen. Die Leidenschaft, mit der wir gespielt haben, gibt mir Hoffnung für die nächsten Spiele“, lobte Ziehl sein Team für dessen couragierte Vorstellung.


Und so benötigte der Gast aus Garbsen auch nur in einer Situation ganz viel Dusel, um das Spiel nicht zu verlieren. Nach einer Hereingabe in der 53. Minute von VfL-Spieler Felix Higl standen in der Mitte seine Mitspieler Aaron Opoku und Ba-Muaka Simakalla vier Meter vor dem Tor völlig blank. Gut für Havelse, dass die Beiden sich gegenseitig behinderten und der Ball nicht im TSV-Tor sondern neben dem Pfosten im Aus landete. Zwar hatten die Gastgeber noch einige ordentliche Torchancen, doch wenn es wirklich mal brenzlig wurde, war TSV-Torwart Norman Quindt zur Stelle. Der Havelser Keeper gehörte zusammen mit Düker, der im defensiven Mittelfeld mit seiner Ruhe und Übersicht beeindruckte, zu den besten Spielern des Aufsteigers.

„Wir haben es dem VfL sehr schwer gemacht, mussten dafür aber einen großen Aufwand betreiben. Wir nehmen den Punkt gerne mit, es ist ein ganz wichtiger für uns“, sagte Quindt. Es ist zwar erst der zwölfte Zähler auf dem Konto der Havelser, doch die Tendenz stimmt. Denn es sei „nicht selbstverständlich, dass wir als Aufsteiger beim Aufstiegskandidaten einen Punkt mitnehmen“, sagte TSV-Trainer Ziehl. Unmöglich ist es aber auch nicht. Und das sollte den Havelsern Mut machen.