06. Oktober 2021 / 09:36 Uhr

Nur ein Tor fehlt noch: Lakenmacher tut Havelse "mit seiner Präsenz" gut

Nur ein Tor fehlt noch: Lakenmacher tut Havelse "mit seiner Präsenz" gut

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ist ein unangenehmer Gegenspieler: Havelses Angreifer Fynn Lakenmacher.
Ist ein unangenehmer Gegenspieler: Havelses Angreifer Fynn Lakenmacher. © Debbie Jayne Kinsey
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Fynn Lakenmacher hat sich beim TSV Havelse zur Stammkraft im Angriff entwickelt, ein Treffer ist dem 21-Jährigen bis dato aber noch nicht gelungen. Dennoch hält Coach Ziehl große Stücke auf ihn: "Einiges ist noch ein wenig unsauber, aber er tut der Mannschaft mit seiner Präsenz sehr gut."

In der Herzenssportart der Familie Lakenmacher geht alles etwas leichter von der Hand. Fynn Lakenmacher ist zwar Fußballer, hat aber auch Handball gespielt wie seine Schwester Mia (Bundesliga in Buxtehude), sein Vater Sven (Nationalspieler) und sein Opa Wolfgang (DDR-Nationalspieler). Aber Fußball war eher Fynns Ding. Als er bei seinem Trainerpapa Sven in Söhre (nahe Hildesheim, Oberliga) vor Kurzem mittrainierte, warf er im Abschlussspiel sogar drei Tore. Es ist allerdings lange her, dass das 21-Jährige auf dem Fußballplatz getroffen hat.

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Bei Hannover 96 war das gewesen, in der U19 noch, damals als Verteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler. Jan Zimmermann funktionierte ihn zum Stürmer in der Regionalliga um. In der 3. Liga setzt Rüdiger Ziehl ihn sogar in die Startelf. Acht Einsätze von Anfang an, zehn Spiele, eine Torvorlage beim 4:3 in Berlin. Aber kein Treffer. Ein Stürmer ohne Tore. Wie soll Lakenmacher den Havelsern im Abstiegskampf helfen?

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„Fynn hat körperlich unheimlich zugelegt“, lobt Ziehl. „Er ist wissbegierig und motiviert. Er arbeitet unheimlich viel für die Mannschaft, macht Bälle fest.“ Das klingt so ähnlich, als würde 96-Trainer Zimmermann über den ebenfalls in Hannover noch torlosen Angreifer Lukas Hinterseer sprechen. Lakenmacher ist natürlich noch lange nicht so weit wie der Österreicher.

„Einiges ist noch ein wenig unsauber“, findet Ziehl. „Aber er tut der Mannschaft mit seiner Präsenz sehr gut. Von den gegnerischen Spielern hört man schon, dass es unangenehm ist, gegen Fynn zu spielen.“

Langfeld und Lakenmacher harmonieren, aber...

Besonders unangenehm für den TSV Havelse ist, dass der schnellste Spieler im Sturm wegen einer Muskelverletzung lange ausfällt, möglicherweise für die komplette Hinrunde. Julius Langfeld kam in der 3. Liga besser zurecht als in der Regionalliga, weil seine Schnelligkeit eher zum Konterspiel passt. Beim sensationellen 4:3 in Berlin verletzte sich Langfeld. „Er hat doppelt so viele schnelle Läufe wie der zweite Spieler von uns“, betont Ziehl. „Seine tiefen Läufe tun uns gut. Deshalb tut es weh, dass er länger ausfällt.“ Langfeld war bei Ziehl zweite Spitze neben Lakenmacher. Das Duo funktionierte bei Viktoria Berlin gerade so gut, da fiel Langfeld aus.

Der Plan für Lakenmacher ist klar: Er soll die Räume freischaufeln, die Kianz Froese, Leon Damer oder Yannik Jaeschke nutzen sollen. Das ist die Theorie. Ziehl hält viel von Lakenmacher. Ein Tor würde ihm dennoch mal guttun.