01. September 2019 / 20:39 Uhr

TSV Havelse fehlen gegen Lüneburger SK vorne die Mittel und hinten die Konsequenz

TSV Havelse fehlen gegen Lüneburger SK vorne die Mittel und hinten die Konsequenz

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Weil er nach dem 1:3 der Lüneburger taktiert habe, nimmt Havelses Coach Jan Zimmermann die Höhe der Niederlage auf seine Kappe.
Weil er nach dem 1:3 der Lüneburger taktiert habe, nimmt Havelses Coach Jan Zimmermann die Höhe der Niederlage auf seine Kappe. © Christian Hanke
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Der TSV Havelse kam beim Lüneburger SK Hansa mit 1:5 unter die Räder. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Hälfte fängt sich der TSV noch drei Gegentreffer im zweiten Durchgang. Die Höhe der Niederlage nimmt Coach Jan Zimmermann auf seine Kappe.

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In der Fußball-Regionalliga ist der TSV Havelse beim Lüneburger SK Hansa mit 1:5 unter die Räder gekommen. „Bis zur Pause war es okay. Da hatte ich schon noch das Gefühl, das wir in der Lage sind, hier etwas mitzunehmen“, sagte Coach Jan Zimmermann nach der Partie. „Aber nach dem Wechsel haben wir das einfach nicht gut gemacht und verdient verloren.“ Die Höhe der Niederlage nehme er jedoch auf seine Kappe. „Nach dem 1:3 kurz nach der Pause habe ich taktisch etwas versucht. Wir haben extrem aufgemacht und sind hinten raus bestraft worden.“

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Havelse hat Führung auf dem Kopf

Dabei hatten sich die Gäste so viel vorgenommen. „Wir wollten eine starke Woche mit zuvor zwei Siegen natürlich krönen und auch in Lüneburg punkten.“ Lange sah es auch so aus, als wäre das möglich. Gegen extrem zweikampfstarke, aggressive und sehr selbstbewusste Hausherren hielten die Havelser zunächst absolut mit. „Auch wenn es uns der schlechte Platz nicht leicht gemacht hat, zu kombinieren und den Ball laufen zu lassen.“ Das frühe Lüneburger Führungstor durch Jonas Seidel, der einen TSV-Patzer eiskalt ausnutzte (10.), egalisierten die Gäste durch Yannik Jaeschke (22.). Und der TSV hatte bei zwei Kopfbällen von Jonas Sonnenberg und Jaeschke sogar die Möglichkeiten, selbst vorzulegen. Das gelang dann dem LSK, als Thorben Deters das erste Mal aus der Distanz Maß nahm und traf (43.). „So kurz vor der Pause war das psychologisch natürlich nicht hilfreich“, so Zimmermann.

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„Vorne fehlten uns heute die Mittel. Und defensiv waren wir nicht konsequent genug.“

Für den zweiten Spielabschnitt habe man sich viel vorgenommen - doch Deters’ zweiter Sonntagsschuss (51.) habe seinem Team den Zahn gezogen. „Danach waren wir einfach nicht aggressiv, bissig und laufbereit genug. Und wir haben es mit unserem Offensivspiel nicht geschafft, die Lüneburger vor schwierige Aufgaben zu stellen.“ Die Hausherren hätten seinem Team jedoch auch nichts angeboten. „Wenn die erst mal führen, ist es generell extrem schwer. Und heute haben sie einfach keinen Fehler gemacht.“ In der Schlussphase nutzen die Gastgeber die Räume noch zu zwei Kontertoren durch Can Düzel (81.) und Seidel (90.). „Wir haben alles versucht. Doch es hat nicht gereicht. Ob du am Ende 1:3 oder 1:5 verlierst, ist letztlich egal“, nahm es Zimmermann nüchtern. „Vorne fehlten uns heute die Mittel. Und defensiv waren wir nicht konsequent genug.“