08. September 2019 / 17:51 Uhr

"Müssen defensiv noch konsequenter sein": TSV Havelse besiegt Hamburger SV II 

"Müssen defensiv noch konsequenter sein": TSV Havelse besiegt Hamburger SV II 

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hamburgs Herdi Bukusu (links) und der Havelser Jonas Sonnenberg kämpfen um den Ball.
Hamburgs Herdi Bukusu (links) und der Havelser Jonas Sonnenberg kämpfen um den Ball. © Christian Hanke
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Nächster Sieg für den TSV Havelse: Das Team von Jan Zimmermann hat sein Heimspiel gegen die U23 des Hamburger SV mit 3:2 für sich entschieden. Unter den Augen von HSV-Profi-Coach Dieter Hecking starteten die Garbsener stark ins Spiel. Die Gäste waren indes sehr effizient.

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Als Jan Zimmermann in der 79. Spielminute den hinter dem Tor des TSV Havelse sich warmlaufenden Julian Rufidis zu sich rief, rannte der 19-jährige Neuzugang strahlend Richtung Ersatzbank.

13 Minuten für Rufidis

„Es fühlt sich gut an, das Vertrauen des Trainers zu erhalten“, so der Defensivspezialist, der kurz vor Ende der Wechselfrist von Hannover 96 nach Garbsen gewechselt ist. Inklusive Nachspielzeit durfte Rufidis 13 Minuten mithelfen, das 3:2 (2:1) über den Hamburger SV II zu sichern. „Das war ein sehr wichtiger Sieg. Jetzt sind wir oben in der Tabelle wieder dabei“, sagte Rufidis.

Zunächst verfolgte er das Geschehen allerdings von der Ersatzbank. Von dort sah er, wie Torben Engelking mit einem präzisen Zuspiel in den Lauf Deniz Cicek bediente, der aus recht spitzem Winkel zur frühen Führung einschoss. 65 Sekunden waren zu dem Zeitpunkt erst gespielt.

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem TSV Havelse und Hamburger SV II

Havelses Torben Engelking ist vom Hamburger Maximilian Geißen nicht zu halten. Zur Galerie
Havelses Torben Engelking ist vom Hamburger Maximilian Geißen nicht zu halten. ©
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Allerdings kamen nach dem Tor die Hamburger besser ins Spiel. Unter den Augen von HSV-Profitrainer Dieter Hecking und 621 weiteren Zuschauern glich Julian Ulbricht mit einem Flachschuss aus – er stand dabei unbedrängt im Havelser Strafraum (26. Minute). Damit bewies der Unterbau der Hamburger eine besondere Effizienz – es war der erste Torschuss, der gleich im Ziel einschlug.

Jaeschke folgt der "Anweisung"

Doch auch die Havelser waren im Ausnutzen ihrer Möglichkeiten in der ersten Hälfte nicht viel schlechter. Nachdem HSV-Torwart Kevin Sören Harr weit aus seinem Tor herauskam, vertändelten seine Vorderleute den Ball. Havelses Top-Torjäger Yannik Jaeschke kam an das Spielgerät, spielte noch einen Abwehrspieler aus. Nach diversen „Schieß“-Rufen von der Ersatzbank und der Tribüne zog Jaeschke aus etwa 25 Metern ab. Der Ball flog im Bogen über den zurückeilenden Harr hinweg in die Maschen (36.). Jaeschke traf damit bereits im vierten Spiel in Folge.

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Nach der Pause waren die Havelser das deutlich spielbestimmende Team. Allerdings klappte es mit der Verwertung von guten Torchancen nicht mehr. Julius Langfeld (50.), Jaeschke (51.) und Engelking (62.) versuchten sich. Ein wuchtiger Kopfball von Noah Plume nach Ecke von Cicek sorgte für das 3:1 (63.). „Gut verteidigen jetzt“, rief Zimmermann seinen Spielern zu.

Die Worte schienen allerdings nicht bei allen angekommen zu sein. Denn in Minute 69 konnte Gentrit Limani aus 18 Metern ungehindert abziehen – 3:2. „Wir haben zwei Torschüsse zugelassen, beide waren drin. Wir müssen defensiv noch konsequenter sein“, monierte der TSV-Trainer nach der Partie.

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Seine Mannschaft versäumte es, für die Entscheidung zu sorgen. Jonas Sonnenberg per Kopf (84.) und Langfeld (85., 89.) scheiterten jeweils am Schlussmann. Die Hamburger versuchten es immer wieder mit Angriffen, doch zu Abschlüssen kamen sie nicht mehr. „Es wäre der Leistung der Jungs nicht gerecht geworden, wenn noch einer reingefallen wäre“, sagte Zimmermann.

Dafür, dass die Hamburger bei ihren Offensivaktionen immer wieder Probleme hatten, sorgte unter anderem Rufidis. „Ich habe die Zweikämpfe gleich angenommen. Ich freue mich, hier mit richtigen Männern zu spielen“, so der ehemalige A-Jugendliche.

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