06. September 2019 / 16:05 Uhr

"Müssen uns aus dieser Phase rausarbeiten": TSV Havelse will ein anderes Gesicht zeigen 

"Müssen uns aus dieser Phase rausarbeiten": TSV Havelse will ein anderes Gesicht zeigen 

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Leon Damer hat mit dem TSV Havelse noch große Ziele. 
Leon Damer hat mit dem TSV Havelse noch große Ziele.  © imago images / Stefan Großmann
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Leon Damer ist im Sommer aus der U19 von Hannover 96 zum TSV Havelse gewechselt. Bisher kam der Youngster in jedem Spiel zum Einsatz und ist äußerst wissbegierig. Nach dem bitteren 1:5 gegen Lüneburg soll es gegen die U23 des Hamburger SV (Sonntag, 14 Uhr) nun wieder besser laufen. 

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Er hat den kürzesten Anreiseweg am Sonntag: Leon Damer braucht „drei bis fünf Minuten – je nach Ampelschaltung“, um von seinem Wohnort in Garbsen zum Wilhelm-Langrehr-Stadion des TSV Havelse zu gelangen. „Das ist total entspannend, so einen kurzen Weg zu haben“, sagt der Offensivmann, der im Sommer aus der U19 von Hannover 96 zum TSV gewechselt ist. Das Talent überzeugte Trainer Jan Zimmermann mit seinen Leistungen, schließlich kam Damer in allen acht bisherigen Partien zum Einsatz. Auch gegen die U23 des Hamburger SV will er am Sonntag (14 Uhr) mit einer erneut guten Leistung überzeugen.

Damer will mutiger werden

„Er ist ein richtig guter Fußballer. Er ist von seiner Einstellung her voll dabei und lernwillig“, sagt Zimmermann über den Sommerneuzugang. „Er muss aber noch mutiger werden“, fügt der Coach als Kritikpunkt hinzu. „Das hat er mir auch schon gesagt und ich arbeite dran“, sagt Damer. Er will in Zukunft bei sich bietender Gelegenheit lieber mutig eine Einzelaktion starten, um dann den Mitspieler gut in Szene zu setzen, statt direkt den sicheren Pass zu spielen.

Er ist – wie alle Mitspieler auch – besonders motiviert, gegen den HSV-Nachwuchs wieder einen Sieg einzufahren. „Nach dem 1:5 in Lüneburg sind wir im Bus alle ganz erschüttert nach Hause gefahren. Es hat niemand gesprochen“, erinnert sich Damer. Für ihn gehöre so ein Ergebnis „auch mal dazu. Wichtig ist, dass wir uns jetzt wieder besser präsentieren.“ Das erwartet auch Zimmermann. „Wir erlauben uns grobe individuelle Fehler, die dann prompt mit Gegentoren bestraft werden. Das müssen wir abstellen, wir müssen uns aus dieser Phase rausarbeiten“, fordert er. Nahezu jeder seiner Spieler hätte schon mit groben Schnitzern zu Gegentreffern beigetragen. „Dann ist auch gut damit“, hofft er auf ein schnelles Ende des Geschenkeverteilens.

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"Das zeigt mir, dass mich die anderen wahrnehmen"

Das wäre gegen den stark besetzten HSV wichtig. Aufgrund der Länderspielpause könnten Spieler aus dem Profikader leicht dazustoßen. „Das macht die Vorbereitung auf den Gegner nicht leichter“, so Zimmermann. Ob er auf Jannik Jaeschke und Denis Kina bauen kann, entscheidet sich kurzfristig. Beide sind nach Verletzungen an den Füßen aus dem Lüneburgspiel noch angeschlagen.

Damer, der sich auf der rechten Offensivposition am wohlsten fühlt, ist bewusst, dass er noch an sich arbeiten muss. Er stuft sich selber als „eher ruhiger Typ“ ein. Abseits des Trainings hört er wissbegierig zu, wenn er Tipps von erfahrenen Akteuren erhält. „Die wissen schließlich, wie es in der Liga läuft“, sagt Damer. Er ist über jede zusätzliche Information dankbar. „Das gibt mir die Sicherheit und zeigt mir, dass mich die anderen wahrnehmen.“ In der vergangenen Woche nahm sich Deniz Cicek als Routinier den jungen Spieler zur Seite und sprach mit ihm über verschiedene fußballerische Details.

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Damer hat ambitionierte Ziele

Doch Damer unternimmt selber viel, um sich seinen Traum von der Profikarriere noch erfüllen zu können. Sein großes Vorbild ist dabei Cristiano Ronaldo. „Talent alleine reicht nicht aus. Man muss viel arbeiten, wenn man fit und verletzungsfrei bleiben will“, so der 19-Jährige, der beim TSV Berenbostel mit dem Fußballspielen angefangen hat. Entsprechend führt er Stabilisations-, Technik- und Kraftübungen auch individuell durch. „Auch die Pflege ist wichtig“, sagt er.

Ab nächstem Jahr wird für Damer der Sport noch mehr im Fokus stehen, denn dann will er ein Sportstudium in Hannover beginnen. Bis dahin arbeitet er bei der Per-Mertesacker-Stiftung mit Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen, bringt ihnen Fußball bei und erledigt die Hausaufgaben mit ihnen.

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