15. Oktober 2020 / 15:28 Uhr

Duell am Freitagabend: Spiel gegen 96 II für Havelse-Coach Zimmermann kein "Derby"

Duell am Freitagabend: Spiel gegen 96 II für Havelse-Coach Zimmermann kein "Derby"

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der TSV Havelse empfängt Hannover 96 II.
Der TSV Havelse empfängt Hannover 96 II. © Hanke/Petrow/SPORTBUZZER
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Freitag empfängt der TSV Havelse die Zweitvertretung von Hannover 96 zum Spitzenspiel. Trotz Tabellenführung will Coach Jan Zimmermann beim TSV vor allem eigene Schwächephasen abstellen. Bei 96 II entspannt sich vor dem Duell die Personallage – zumindest ein wenig.

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Freitagabend, Flutlicht, Spitzenspiel und rund 500 Zuschauer im Wilhelm-Langrehr-Stadion – und trotzdem tut sich Jan Zimmermann schwer damit, das Duell (Anpfiff um 19 Uhr) zwischen dem TSV Havelse und 96 II als Derby zu bezeichnen. „Für uns ist es glaube ich das Spiel, das es am häufigsten gab“, sagt der Trainer und Sportliche Leiter der Garbsener. 20-mal in der Regionalliga Nord, um genau zu sein. „Dieses Spiel hat am ehesten einen Derbycharakter“, sagt Zimmermann, „weil viele meiner Spieler eine Vergangenheit bei den Roten haben.“ Das war es dann aber auch schon.

Havelse-Coach Zimmermann: "Überall Phasen dabei, die nicht so gut waren"

Natürlich interessiert den Trainer des Spitzenreiters die Personallage beim Dritten. „Es geht aber eher darum, dass wir uns verbessern“, sagt Zimmermann. Beim 1:1 zuletzt in Hildesheim „haben wir es nicht so gut gemacht, wie wir es schon getan haben“. Beim 3:1 im Heimspiel zuvor gegen den VfL Wolfsburg II habe sein Team ein richtiges gutes Spiel gemacht, das 3:0 gegen den SSV Jeddeloh sei ein cleverer Auftritt gewesen und sechs Tore in Delmenhorst müsse man auch erst einmal schießen.

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„Aber es waren überall Phasen dabei, die nicht so gut waren“, moniert Zimmermann. „Wir müssen wieder druckvoller sein, mehr Tempo im Passspiel entwickeln, mit Ball ein besseres Positionsspiel aufziehen und im Strafraum zielstrebiger sein.“ Der Gegner spielt bei dieser Mängelliste wohl eher eine untergeordnete Rolle.

Personallage bei 96 entspannt sich

Während bei den Havelsern neben Torben Engelking (Kreuzbandriss) nur Torge Bremer passen muss, hat sich bei der 96-Reserve die Personallage ein wenig entspannt. Auch wenn hinter den Einsätzen von Pascal Schmedemann sowie Moussa Doumbouya noch Fragezeichen stehen und Martin Wagner eine Rotsperre absitzen muss. Dafür kehren Andriko Smolinski und Frederik Truemner in den Kader zurück. Und A-Junioren-Keeper Pascal Kokott wird erneut zwischen den Pfosten aushelfen, „weil wir Marlon Sündermann in Auswärtsspielen leider Gottes nicht einsetzen können“, sagt 96-Trainer Christoph Dabrowski.

Er bereitet seine Mannschaft auf einen kompakten, körperlichen Gegner mit gutem Umschaltspiel und brandgefährlichen Standards vor. „Havelse führt die Tabelle an, und das hat seine Gründe. Sie gehören zu den Topteams der Liga.“