12. Januar 2022 / 19:23 Uhr

Nanu? Der TSV Havelse weiht neuen Rasen in der HDI-Arena ein - nicht 96   

Nanu? Der TSV Havelse weiht neuen Rasen in der HDI-Arena ein - nicht 96   

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Neues Jahr, neuer Rasen - und den bezahlt der TSV Havelse.
Neues Jahr, neuer Rasen - und den bezahlt der TSV Havelse. © Imago
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Am Freitag spielt Hannover 96 in der 2. Liga nicht in der HDI-Arena, sondern in Rostock. Dafür weiht der Drittligist TSV Havelse den neuen Rasen im Stadion gegen den MSV Duisburg ein. Tatsächlich bezahlt Havelse auch den Rasentausch.     

Neues Jahr, neuer Rasen. In der HDI-Arena wurde über den Jahreswechsel ein neuer Rasen verlegt. Der Tausch kostet rund 100.000 Euro. Drittligist TSV Havelse weiht den Rasen morgen gegen den MSV Duisburg ein. Nach der Vereinbarung vor der Saison mit 96 beteiligt sich Havelse an einem Rasentausch. Dies ist er erste: Streng genommen gehört Havelse sogar der Rasen.

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„Wir erwarten die Rechnung", sagt Manager Matthias Limbach. Dass ausgerechnet der "Gast" in der HDI-Arena zum ersten Mal auf dem kostbaren Untergrund spielt, ist aber Zufall. Am kommenden Mittwoch erst spielt 96 zum ersten Mal auf dem neuen Boden, im Pokalhit gegen Borussia Mönchengladbach. Der Drittliga-Kampf zwischen Havelse und Duisburg wird Spuren hinterlassen – bei den aktuellen Temperaturen wächst kein Gras.

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Limbach kann 96 aber beruhigen: "Wir werden schön spielen und den Rasen gut behandeln“, verspricht der Manager augenzwinkernd. 500 Zuschauer dürfen am Freitag bei dem wichtigen Drittligaduell dabei sein. Aber die Verordnung gilt nur bis Samstag – nach neuer Verordnung drohen anschließend wieder Spiele ohne Fans.


96 muss den Pokalhit gegen Gladbach als Geisterspiel einkalkulieren. 5000 Tickets hatte 96 für das DFB-Pokalspiel verkauft. Gestern ging der Klub davon aus, „dass wenige oder gar keine Zuschauer“ ins Stadion dürfen. Das würde auch fürs Heimspiel gegen Dresden am 23. Januar gelten. Auch für die Partie gegen Dynamo sind Karten verkauft. 96 kennt das Prozedere: Vor dem, Bremen-Spiel hatte der Klub Tickets rückerstatten müssen, ein ähnliches Szenario droht nun wieder.