10. Juni 2021 / 11:17 Uhr

Cicek vor Havelses Aufstiegsspielen: "Wichtigste Partien der bisherigen Karriere"

Cicek vor Havelses Aufstiegsspielen: "Wichtigste Partien der bisherigen Karriere"

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Den Ball und den Aufstieg in die 3. Liga fest im Blick haben Deniz Cicek und seine Mitspieler.
Den Ball und den Aufstieg in die 3. Liga fest im Blick haben Deniz Cicek und seine Mitspieler. © IMAGO/Picture Point
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Nach mehr als sieben Monaten ohne Pflichtspiel geht es für den TSV Havelse an diesem und am nächsten Samstag (jeweils 13 Uhr) gegen Schweinfurt um den Aufstieg in die 3. Liga. Vor dem Hinspiel bei den Mainfranken hat sich der SPORTBUZZER mit Mittelfeldregisseur Deniz Cicek unterhalten.

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Hallo, Herr Cicek, am Samstag ist es soweit, in Schweinfurt steigt das erste Spiel um den Aufstieg in die 3. Liga. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

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Alle sind heiß auf die Spiele, es herrscht pure Vorfreude. Wir wissen alle, dass diese beiden Partien, auf die wir schon seit Monaten hinarbeiten, vielleicht die wichtigsten in unserer bisherigen Karriere sind. Es wird auf jeden Fall ein Ereignis, das wir nie vergessen werden.

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Die Vorbereitungszeit auf die beiden Relegationsspiele hat mit dem letzten Punktspiel Ende Oktober begonnen. Seitdem sind mehr als sieben Monate vergangen. Das dürfte eine der längsten Vorbereitungszeiten aller Zeiten sein.



Das stimmt, das ist wirklich ein langer Anlauf (lacht). Immerhin hatten wir ja einige Testspiele und sind jetzt gut vorbereitet.

Wie schwierig ist es, nach so langer Wettkampfpause jetzt auf den Punkt in Topform zu sein?

Freundschaftsspiele sind gut, aber was uns sicherlich gefehlt hat, sind die Pflichtspiele. Das ist noch einmal eine andere Stufe. Da hat Schweinfurt durch seine Play-off-Spiele in den vergangenen Wochen einen Vorteil. Aber mit unserer Einstellung und Mentalität können wir diesen kleinen Nachteil wettmachen.

Bilder vom Testspiel zwischen dem TSV Havelse und VfV Borussia 06 Hildesheim

Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. Zur Galerie
Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. ©

Vier Spiele, keine Niederlage: Der Auftritt des neuen Bayern-Meisters in den Entscheidungsspielen war souverän.

Wir sind uns bewusst, dass das eine Mannschaft mit einer großen Qualität ist. Sie haben sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen, zu denen auch ihr Torjäger Jabiri gehört. Das ist ein super Stürmer, den wir so gut es geht ausschalten müssen.

Da wird die TSV-Abwehr gefordert sein. Auf die war in den Punkt- und zuletzt auch in den Testspielen aber immer Verlass.

Unsere Defensive mit der starken Viererkette ist sehr stabil. Das fängt aber auch schon ganz vorne an, da bringt jeder ein hohes Maß an Laufbereitschaft mit, jeder ist für den anderen da. Das ist echt überragend. Die vielen Spiele ohne oder mit wenigen Gegentoren sind dann das Resultat davon.

Unabhängig vom Gegner ist es ohnehin am besten, wenn man sich auf die eigenen Stärken verlässt. Was hat Havelse neben einer gut funktionierenden Defensive noch zu bieten?

Wir sind sehr zweikampfstark und können schnell umschalten. Das sind unsere besten Waffen, das machen wir sehr gut und sehr gerne.

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Ist es ein Vorteil, zuerst in Schweinfurt zu spielen?

Ich denke schon, auch wenn es nicht entscheidend sein wird. Wenn wir da ein gutes Ergebnis holen, wäre das zumindest ein kleiner Vorteil. Vielleicht geht es ja im Rückspiel in Havelse in die Verlängerung. Dann würde uns die Unterstützung durch unsere Fans sicherlich sehr helfen.

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Sie sind einer der erfahrensten Spieler beim TSV. Geben Sie den jungen Teamkameraden vor solchen Spielen auch mal Ratschläge?

Unsere jungen Spieler machen das schon sehr gut. Vor so wichtigen Spielen wie jetzt sind manche natürlich sehr aufgeregt und angespannt. Ich sage ihnen dann ein paar Tage vor dem Spiel, dass das gut ist und auch so sein soll. Dass es keine Angst ist und sie versuchen sollen, diese positive Nervosität und Aufregung in Konzentration und Spannung umzuwandeln.

Zu Beginn der Saison war es Ihre Hoffnung, dass die Havelser Mannschaft den Schritt von einer Mannschaft mit großem Potenzial zu einem Spitzenteam macht. Hat’s geklappt?

Ja, wir sind sehr weit in diese Richtung gegangen. Und wir können das jetzt in der Relegation untermauern. Wenn wir diese beiden Spiele erfolgreich bestreiten, dann ist es hundertprozentig so.

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Welchen Anteil hat Trainer Jan Zimmermann an dieser positiven Entwicklung?

Einen sehr großen. Dass wir an seine Spielidee und das System glauben, liegt nicht nur am Erfolg, sondern auch an seiner Überzeugungskraft und an der Art und Weise, wie er die Mannschaft führt. Er ist ein sehr kommunikativer Coach, der auch auf die Spieler eingeht. So einem Trainer folgt man als Spieler eher – und sehr gerne.

Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen, dass er Havelse verlässt und Hannover 96 übernimmt?

Ich habe mich sehr für ihn gefreut, weil ich das als große Chance für ihn sehe. Hannover 96 ist ja nicht irgendein beliebiger Zweitligist. Für uns ist es natürlich schade, wir wären sehr gerne mit ihm in die 3. Liga gegangen. Aber die ganze Mannschaft gönnt ihm das, weil er es sich verdient hat.

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