14. September 2021 / 11:33 Uhr

Kündigung unwirksam: Havelses Riedel gewinnt vor Gericht gegen Ex-Klub

Kündigung unwirksam: Havelses Riedel gewinnt vor Gericht gegen Ex-Klub

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Neu-Havelser Florian Riedel (links) hat erfolgreich gegen seine fristlose Kündigung in Lübeck geklagt.
Neu-Havelser Florian Riedel (links) hat erfolgreich gegen seine fristlose Kündigung in Lübeck geklagt. © IMAGO/foto2press
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Havelses Neuzugang Florian Riedel hat vor dem Arbeitsgericht erfolgreich gegen Ex-Klub VfB Lübeck geklagt. Der darf nicht weiter behaupten, dass der 31-Jährige gegenüber seinem damaligen Trainer handgreiflich geworden. Die fristlose Kündigung ist unwirksam, der VfB muss ein Schmerzensgeld zahlen.

Der VfB Lübeck darf nicht weiter behaupten, Ex-Spieler Florian Riedel sei gegenüber seinem damaligen Trainer Rolf Landerl handgreiflich geworden. Das hat das Lübecker Arbeitsgericht entschieden.

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Der Zugang des Drittliga-Aufsteigers TSV Havelse war von seinem ehemaligen Arbeitgeber nach einem Kabinenzoff im Februar mit Landerl während einer Halbzeitpause fristlos gekündigt worden. Riedel fühlte sich ungerecht behandelt und ging mit einem Anwalt vor das Arbeitsgericht.

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Das Urteil: Der VfB wurde zu einem offiziellen Widerruf aufgefordert und die fristlose Kündigung des 31-Jährigen als unwirksam eingestuft. Zudem müssen die Lübecker die ausstehenden vier Monatsgehälter inklusive aller Prämien bis zum Ende der regulären Vertragslaufzeit (30. Juni 2021) sowie ein Schmerzensgeld von 10 000 Euro an Riedel zahlen.

Der VfB prüft nun eine mögliche Berufung. „Ich halte das Urteil insbesondere in Bezug auf den Widerruf und das Schmerzensgeld für falsch“, so Malte Evers, der den Verein anwaltlich vertritt. „Wir werden die Urteilsbegründung abwarten und eine Berufung prüfen.“