26. August 2021 / 08:38 Uhr

"Laden zum Toreschießen ein": Enttäuschung und selbstkritische Worte in Havelse

"Laden zum Toreschießen ein": Enttäuschung und selbstkritische Worte in Havelse

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hängende Köpfe beim TSV Havelse: Coach Rüdiger Ziehl und sein Team warten weiter auf ein Erfolgserlebnis.
Hängende Köpfe beim TSV Havelse: Coach Rüdiger Ziehl und sein Team warten weiter auf ein Erfolgserlebnis. © Florian Petrow
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Nach dem 0:3 gegen Türkgücü München überwogen beim TSV Havelse Enttäuschung und selbstkritische Worte. "Wir machen zu viele leichte Fehler und laden die Gegner zum Toreschießen ein", monierte Trainer Rüdiger Ziehl. Gleichzeitig gelte es, die Köpfe nicht hängen zu lassen.

Fünftes Spiel, fünfte Niederlage - für den TSV Havelse geht das Warten auf das erste Erfolgserlebnis in der 3. Liga weiter. Beim 0:3 gegen Türkgücü München stand der Aufsteiger von Anfang an auf verlorenem Posten. "Es war ein denkbar ungünstiger Start von uns. Das 0:1 war ein geschenktes Tor, beim 0:2 verlieren wir den Ball 20 Meter vor dem Tor. Danach war es schwierig, noch etwas herauszuholen", konstatierte Coach Rüdiger Ziehl.

Seine Spieler sahen es naturgemäß ganz ähnlich, äußerten sich nach der Partie selbstkritisch: "Wir waren überhaupt nicht in den Zweikämpfen drin", ärgerte sich Noah Plume. Mitspieler Niklas Tasky resümierte: "Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen." Ziehl sei deswegen auch in der Kabine laut geworden, "er meinte, dass wir uns komplett verstecken".

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Der zweite Abschnitt verlief aus Sicht der Havelser erfreulicher. Der TSV hielt besser dagegen, ließ nicht mehr allzu viel zu, was allerdings auch daran lag, dass die Gäste aus München nicht mehr allzu sehr aufs Gaspedal drückten. "In der zweiten Halbzeit hatten wir eine bessere Phase, waren dran. Am Ende war es aber sehr riskant, wie wir gespielt haben", sagte Ziehl, der von einer verdienten Niederlage sprach und festhielt: "Wir machen zu viele leichte Fehler und laden die Gegner zum Toreschießen ein. Trotzdem müssen wir die Köpfe hochhalten."

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Auch Plume richtete den Blick bereits aufs Spiel in Meppen am Montag (19 Uhr). "Nach so einem Spiel ist es sehr bitter, aber wir müssen weiter die Köpfe oben behalten, es geht Schlag auf Schlag. Wir müssen viel mutiger sein und bei den Abschlüssen dann vielleicht auch mal etwas Glück haben", sagte der 25-Jährige.