29. April 2021 / 14:17 Uhr

"Ja" oder "Nein"? NFV startet Umfrage zur Teilnahme des TSV Havelse an Aufstiegsspielen

"Ja" oder "Nein"? NFV startet Umfrage zur Teilnahme des TSV Havelse an Aufstiegsspielen

Christian Purbs und Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Für Jan Zimmermann und den TSV Havelse rückt eine Entscheidung über die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga näher.
Für Jan Zimmermann und den TSV Havelse rückt eine Entscheidung über die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga näher. © IMAGO/Picture Point/Montage
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Nur das "Vielleicht" fehlt: Der Norddeutsche Fußball-Verband hat die 22 Klubs der Regionalliga Nord in einer Umfrage dazu aufgefordert, sich noch einmal dazu zu äußern, ob sie damit einverstanden sind, dass der TSV Havelse an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga teilnimmt. Die Antwortmöglichkeiten lauten "Ja" und "Nein".

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Alle sechs Vereine aus der Regionalliga Nord, die die Lizenz für die 3. Liga beantragt haben, haben am Dienstagabend Post vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten. Der TSV Havelse, der VfB Oldenburg, Teutonia Ottensen sowie die zweiten Mannschaften von Hannover 96, des VfL Wolfsburg und Hamburger SV haben die erste Hürde auf dem Weg zur Lizenz genommen. Wie es auf dem Weg in den Profifußball für alle sechs Klubs allerdings weitergeht, ist offen.

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Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) hat nun den Worten Taten folgen lassen und eine Umfrage an die 22 Klubs der Regionalliga Nord versandt. Offenbar will sich das Präsidium um Günter Distelrath von den Klubs absegnen lassen, dass sie den TSV Havelse in die Aufstiegsrelegation gegen den Vertreter aus Bayern schicken darf. Das dürfte sich allerdings schwierig gestalten.

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Im Anschreiben der Umfrage betont der Verband, dass die Vereine auf der Videokonferenz am 8. April darüber diskutiert und abgestimmt hätten, dass der Relegationsteilnehmer über die Quotientenregel bestimmt werden soll. Das wäre der TSV Havelse mit einem Quotienten von 2,22. Nach SPORTBUZZER-Informationen ist über den Abbruch, Absteiger sowie Aufsteiger aus den Oberligen abgestimmt worden, aber nicht darüber, welche Mannschaft in die Relegation entsendet werden soll.

Votum der Vereine gefragt

"Wir möchten Sie bitten, nach der mittlerweile offiziell abgebrochenen Spielzeit, Ihr Votum aus der oben genannten Videokonferenz zu bestätigen" schreibt der Verband nun. Und gibt den Vereinen zwei Wahlmöglichkeiten: "Ja, der TSV Havelse soll zu den Aufstiegsspielen zur 3. Liga entsendet werden" oder schlicht "Nein".

Zeit hat der NFV den Klubs bis Freitag gegeben. Unklar ist allerdings, wie es danach weitergeht. Das Votum der Vereine soll Präsidium und Spielausschuss als Grundlage der Entscheidungsfindung dienen. Klar ist: Benennt der NFV nicht den TSV Havelse für die Relegation, wird es richtig kompliziert.

Die Quotientenregelung darf nämlich nicht staffelübergreifend angewendet werden. Heißt mit anderen Worten: Der NFV muss sich überlegen, wie er weiter vorgehen will. Gibt es ein Entscheidungsspiel zwischen den beiden Teams, die den besten Quotienten haben - dem TSV Havelse und Teutonia Ottensen - oder doch eine vom VfB Oldenburg ins Spiel gebrachte Aufstiegsrunde?

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"Egal, welches Szenario man auch durchspielt, es kommt am Ende immer der TSV Havelse heraus", sagt Jan Zimmermann, Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion bei den Garbsenern. "Irgendwann muss der Verband eine Entscheidung treffen. Und meiner Meinung nach kann es nur eine Entscheidung für uns geben."

So oder so läuft dem NFV so langsam die Zeit davon. Am 12. und 19. Juni sollen die beiden Vertreter aus der Regionalliga Nord und Bayern (Aschaffenburg, Schweinfurt oder Bayreuth) den Aufsteiger in die 3. Liga ermitteln.