10. Januar 2020 / 19:16 Uhr

Freie Zeit vorbei: Die Spieler des TSV Havelse schwitzten beim Trainingsstart

Freie Zeit vorbei: Die Spieler des TSV Havelse schwitzten beim Trainingsstart

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Havelses Trainer Jan Zimmermann will trotz Abgängen keine neuen Spieler verpflichten, stattdessen Talente aus der eigenen Jugend heranführen.
Havelses Trainer Jan Zimmermann will trotz Abgängen keine neuen Spieler verpflichten, stattdessen Talente aus der eigenen Jugend heranführen. © Christian Hanke
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Die freie Zeit ist vorbei. Der TSV Havelse startete in die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte. Mit Läufen sollten sich die Spieler während der Auszeit fit halten. Wie das Team in Form ist, wird sich während der Testspiele und der Turniere zeigen. Da stehen mehrere auf dem Programm.

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Das Trainergespann Jens Jansen, Sahin Kilic und Marc Windhorn hatten auf dem Nebenplatz des Wilhelm-Langrehr-Stadions schon alles vorbereitet. Hütchen und Stangen waren in diversen Farben über die vom Flutlicht erreichbare Fläche verteilt. Doch die Aktiven ließen sich Zeit. Erst um 17.35 Uhr kamen die Spieler des TSV Havelse und Chefcoach Jan Zimmermann langsam aus der Kabine. Alle herzten die Assistenztrainer, dann wurde es ernst. Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der Regionalliga begann für den Tabllenneunten am Donnerstag.

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Zimmermann schickte alle 23 Spieler – nur Torwart Sascha Quast fehlte verletzt – für zehn Minuten zum Warmlaufen. Die ganze Zeit über war aus der Gruppe ein wildes Geplapper zu vernehmen. „Man tauschte sich halt aus, was die anderen in der freien Zeit so gemacht haben. Einige hat man in der freien Zeit gar nicht gesehen“, sagte Abwehrspieler Denis Kina später. Nach diversen Runden fragte Kapitän Tobias Fölster beim Vorbeilaufen seinen Trainer: „Die Zeit hast du im Blick?“ Zimmermann reagierte prompt: „Ja, habe ich. Bist du etwa schon kaputt?“

"Die Läufe waren schon anstrengend."

Nach zwei weiteren Runden war das Laufen zunächst beendet. Jansen übernahm das Kommando für einige Dehnungsübungen und anschließende Passformen. Es folgte ein Turnier, in dem drei Mannschaften mit jeweils sieben Spielern gegeneinander antraten. Das Verliererteam musste abschließend zur Strafe ein paar Intervallläufe mehr absolvieren als die anderen. Dazu gehörten Torben Engelking, Deniz Cicek, Niklas Tasky, Vico Meien, Fynn Lakenmacher, Torwart Aaron Tietje und Kina. „Die Läufe waren schon anstrengend. Aber wir mussten in der fußballfreien Zeit uns mit Läufen fithalten. Das war also kein Problem“, so der Außenverteidiger.

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Runden um den Maschsee

Eineinhalb Wochen widmete sich Kina in der Winterpause nur seiner Familie und Freunden, verzichtete auf Bewegung. Er traf mit Yanik Jaeschke und Deniz Cicek enge Freunde aus dem Team. Gelegentlich trafen sie sich zum Plaudern bei einem Abendessen. Dann legte Kina wieder los, lief um den Maschsee oder alternativ im Fitnessstudio auf einem Laufband. „Ich hatte mich schon wieder darauf gefreut, dass es mit dem Training wieder los geht und ich die Jungs alle wiedersehe.“

Drei Testspiele stehen an

Auch Zimmermann ging das so. „Erst war ich froh, dass wir die Pause hatten. Jetzt freue ich mich wirklich, dass wir wieder arbeiten.“ Das Arbeiten erfolgt in der ersten Woche jeden Tag. Am Wochenende stehen noch Hallenturniere in Krähenwinkel und Heeßel an. Danach wird draußen getestet: Am 17. Januar im thüringischen Teistungen auf Kunstrasen gegen den Nordost-Regionalligisten BSG Chemie Leipzig. Zwei Heimspiele folgen: Zunächst am 29. Januar gegen den HSC Hannover (19 Uhr), am 1. Februar gegen den Oberligisten VfV Hildesheim (14 Uhr).

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Mohamed Darwish vom HSC mit Tobias Foelster im Kopfballduell ©

Neuer Trainingsgast

Einen sporadischen Trainingsgast werden die Havelser in der Vorbereitung haben: Der beim Landesligisten SC Hemmingen-Westerfeld zurückgetretene Coach Semir Zan möchte Zimmermann gerne gelegentlich über die Schulter schauen. Auch zum Auftakt war er anwesend. „Ich bin mit Jan sehr gut befreundet und kenne das gesamte Trainerteam schon lange“, erklärte Zan. „Vielleicht kann ich neue Trainingsformen und –inhalte kennenlernen.“ Zan hatte nach eigener Aussage zwar Angebote von drei Landesligisten, die er jetzt im Winter hätte übernehmen können. Er entschied sich aber für eine „bewusste Auszeit“ bis zum Sommer.

Letzte Saison für Zimmermann?

Ob Zimmermann nach dem Sommer noch Trainer in Havelse ist, ist derzeit noch offen. Er wollte sich zu den Gerüchten, dass er ein Angebot vom englischen Premier-League-Club FC Southampton vorliegen haben soll, nicht äußern. Dort ist Ralph Hasenhüttl Cheftrainer, Zimmermann soll angeblich in den Stab der Assistenztrainer aufgenommen werden. Ab Ende Januar muss sich Zimmermann zunächst wieder dem Lehrgang zur Fußballlehrer-Lizenz widmen. Wenn alles optimal läuft, hat er diese im April in der Tasche.

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