16. Oktober 2016 / 18:06 Uhr

TSV Havelse setzt Unentschieden-Serie fort: Spiel gegen Lüneburg wird von Verletzung überschattet

TSV Havelse setzt Unentschieden-Serie fort: Spiel gegen Lüneburg wird von Verletzung überschattet

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
TSV Havelse setzt Unentschieden-Serie fort: Spiel gegen Lüneburg wird von Verletzung überschattet
TSV Havelse setzt Unentschieden-Serie fort: Spiel gegen Lüneburg wird von Verletzung überschattet © Christian Hanke
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Havelse holt das fünfte Unentschieden in Folge. Über den Punkt kann sich die Mannschaft aber nicht wirklich freuen.

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Der TSV Havelse entwickelt sich in der Regionalliga immer mehr zum Unentschieden-König. Mit dem 1:1 gegen den Lüneburger SK Hansa gab es die fünfte Punkteteilung in Folge. Mit dem Ergebnis war Trainer Alexander Kiene am Ende zwar durchaus zufrieden, allerdings überschattete die wohl schwere Verletzung von Mittelfeldspieler Christoph Rischker den sportlichen Erfolg. Nach einem Pressschlag humpelte Rischker in der 75. Minute vom Feld, sank dort zusammen und wurde kurz danach von Betreuern und Ersatzspielern in die Kabine getragen. Später ging es zur genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus. „Es sieht nicht gut aus, er kann gar nicht mehr auftreten“, sagte Kiene, der eine Verletzung an der Achillessehne vermutete.

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Neuzugang verpasst erstes Spiel

Ein anderer Spieler sollte in der Partie eigentlich im Kader sein, doch Tom Merkens Name fehlte auf dem Spielformular. Der kurzfristige Neuzugang war im Training am Donnerstag umgeknickt und konnte deshalb nicht zu seinem ersten Einsatz seit 2012 in Garbsen kommen. Dabei hätte er dem Spiel der Havelser vielleicht sogar gut getan. Denn in den ersten 45 Minuten zeigten die Gastgeber keine gute Leistung. „Das war von uns ganz schlecht, sagte Torben Deppe. Und Daniel Degner ergänzte: „Diese Leistung entsprach nicht unserem Anspruch.“ Kiene wusste bereits vorher, dass eine besonders schwere Aufgabe auf sein Team zukommen würde. Der LSK agierte mit einer Fünferkette und davor mit zwei defensiven Mittelfeldspielern. „Gegen so eine tiefstehende Truppe ist es schwer, sich Chancen zu erarbeiten“, so Deppe. Doch es war nicht nur der Mangel an Offensivaktionen, der Kiene störte. „Wir waren nicht leidenschaftlich und aggressiv genug“, so der Coach.



So gelang den schnell konternden Lüneburgern ausgerechnet durch den Ex-Havelsern die Führung durch einen abgefälschten Schuss aus 18 Metern (21.). In der zweiten Hälfte zeigten die Havelser eine ganz starke Leistung und erspielten sich eine Fülle an guten Chancen. Eine der ersten nutzte der bereits in der ersten Hälfte und mit einer Handmanschette spielende Marcel Kunstmann zum Ausgleich (51.). Daniel Kofi Kyereh (56., 68.) und Rischker (62.) hatten gute Möglichkeiten.
Allerdings kamen die Gäste vor 429 Zuschauern in der Schlussphase ebenfalls noch einmal stark auf: Torwart Morten Jensen rettete gegen Meik Karwot (84.), Fabian Wenzel lenkte einen Kopfball von Lukas Pägelow an die eigene Latte (85.). „Es ist ein gerechtes Unentschieden“, so Kiene.

Entscheidung um Deniz Tayar naht

Die Personalie Deniz Tayar ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Die sportliche Leitung mit Marco Hansmann und Fabian Wenzel sowie Trainer Kiene, Assistent Benjamin Fumiento und Manager Stefan Pralle besprachen sich am Sonnabend. Womöglich soll bereits heute ein Gespräch mit Tayar stattfinden, bei dem eine Entscheidung über die Zukunft des Spielers gefällt wird. Der Abwehrspieler wurde vor der Partie in Flensburg von Kiene aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader geworfen.

TSV Havelse - Lüneburger SK Hansa

Tomek Pauer setzt sich gegen Havelses Daniel Degner durch. Zur Galerie
Tomek Pauer setzt sich gegen Havelses Daniel Degner durch. © Christian Hanke

Tore: 0:1 George Kelbel (21.), 1:1 Marcel Kunstmann (51.)