20. Februar 2022 / 14:57 Uhr

Bitteres Sechs-Punkte-Spiel: Havelse unterliegt Würzburg im Kellerduell mit 1:3

Bitteres Sechs-Punkte-Spiel: Havelse unterliegt Würzburg im Kellerduell mit 1:3

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Havelses Julius Düker kommt zu Fall.
Havelses Julius Düker kommt zu Fall. © Florian Petrow
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Das ist eine ganz bittere Niederlage: Der TSV Havelse hat das Kellerduell der 3. Liga gegen die Würzburger Kickers mit 1:3 (0:1) verloren und ist dadurch wieder hinter den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zurückgefallen. 

Willkommen im Niedersachsenstadion. So begrüßt der TSV Havelse seine wenigen Gäste in dieser Saison in der viel zu großen Arena. „487 Schlawiner“, teilte der Stadionsprecher irgendwann mit, sahen am Sonntag zu. Und so viel steht fest: Die Gegner werden nicht mehr leichter im Abstiegskampf.

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Lange war Havelse Letzter, arbeitete sich auf den vorletzten Platz vor, war am Freitag nach dem 11-Punkte-Abzug für Türkgücü München plötzlich sogar Drittletzter – und verlor zwei Tage später das Kellerduell gegen den Vorletzten Würzburger Kickers 1:3. Damit tauschten beide Klubs die Plätze. Es gab zwar auch diesmal nur drei Punkte für den Sieg, es war aber eines dieser Sechs-Punkte-Spiele, das man gewinnen muss und nicht verlieren darf.

Bilder vom Spiel der 3. Liga zwischen dem TSV Havelse und den Würzburger Kickers

Niklas Teichgräber schirmt den Ball vor seinem Gegenspieler ab. Zur Galerie
Niklas Teichgräber schirmt den Ball vor seinem Gegenspieler ab. ©

Havelse startete vorsichtig. So durften die Würzburger nach einer knappen Viertelstunde erst mal die Qualitäten von TSV-Torwart Norman Quindt testen. Quindt parierte souverän den Schuss von David Kopacz (13. Minute). Nach knapp 20 Minuten wurde Havelse mutiger, der Distanzschuss von Julius Düker bereitete Kickers-Schlussmann Hendrik Bonmann aber noch keine Probleme. Immer alles dem guten Quindt zu überlassen, geht bei Havelse dann doch nicht.

Zwar hielt der Torwart phantastisch, als Marvin Pourie frei an der Ecke des Fünfmeterraums zum Schuss kam. Bei der anschließenden Kopacz-Ecke, die von Daniel Hägele am ersten Pfosten auf Christian Strohdiek am zweiten verlängert wurde, war aber auch er machtlos. Das überraschende 0:1 (25.). Da jubelte Würzburgs neuer Trainer Ralf Santelli. Fußballfans aus Hannover kennen ihn als 96-Torwartrainer (2001 bis 2003).

Froese schießt auf die Südtribüne

Havelses Reaktion? Auf jeden Fall gibt es eine. Fynn Lakenmacher wird 20 Metern vorm Tor gefoult, der Freistoß von Leon Damer geht aber weit übers Tor (31.). Und noch eine. Kianz Froese versucht es aus 25 Metern, hätte auf der leeren Südtribüne jemand gesessen, hätte er den Ball zurückwerfen können. Saß aber keiner.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde es enger vorm Würzburger Tor. Froese schoss etwas knapper als vorher vorbei (50.), acht Minuten später setzte er einen Kopfball nach Damers Flanke ganz knapp neben den Pfosten. Die beste Havelser Chance bis dahin.


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Und dann wurde es noch ein richtig spannendes Fußballspiel. Erste Würzburger Chance nach dem Wechsel – und gleich das zweite Tor. Kopacz ist rechts durch – und Robert Herrmann nach dem Flachpass so frei. Er schiebt zum 0:2 ein (71.). War's das? Noch nicht. Die schnelle Antwort: Nach einer Ecke von Damer wuchtet Fynn Arkenberg den Ball ins Tor (73.). Nur noch 1:2 und wieder ein bisschen Hoffnung.

Doch dann der endgültige K.o.: Saliou Sané ist von Florian Riedel nur mit einem Foul im Strafraum zu stoppen, Sané verwandelt den Elfmeter selbst zum 3:1-Endstand (84.). Bei sieben Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz ist es gut möglich, dass Havelse nächste Saison nicht mehr ins Niedersachsenstadion einlädt.