26. Januar 2022 / 20:52 Uhr

Erneut zu harmlos: TSV Havelse unterliegt Wehen Wiesbaden knapp mit 0:1

Erneut zu harmlos: TSV Havelse unterliegt Wehen Wiesbaden knapp mit 0:1

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubel bei den Gästen aus Wehen Wiesbaden, Frust bei Tobias Fölster und Kianz Froese.
Jubel bei den Gästen aus Wehen Wiesbaden, Frust bei Tobias Fölster und Kianz Froese. © deisterpics/Stefan Zwing
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Mal wieder hat der TSV Havelse knapp verloren: Im zwölften Heimspiel gab es für die Mannschaft von Rüdiger Ziehl die zehnte Niederlage, 0:1 hieß es nach 90 Minuten gegen den SV Wehen Wiesbaden. Einmal mehr war das Schlusslicht einfach zu harmlos.

Es ist nasskalt, die Temperaturen pendeln sich knapp über dem Gefrierpunkt ein. Der Rasen in der HDI-Arena von Hannover, den sie selbst bezahlt haben, ist gerade einmal zwei Spiele alt und hat doch schon gelitten. Coronabedingt wären 500 Zuschauer erlaubt, nur 222 verlieren sich auf der Osttribüne.

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An den äußeren Umständen liegt es allerdings nicht, dass der TSV Havelse nicht so richtig warm wird mit dem Stadion unweit des Maschsees. Das 0:1 (0:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden war die zehnte Niederlage im zwölften Heimspiel für den Aufsteiger in die 3. Liga. Lediglich sechs Punkte haben sie in der Arena geholt, in elf Auswärtsspielen dafür immerhin sechsmal gepunktet. "Unsere Leistung war nicht so gut, wie sie zuletzt war. 0:1, klar, ein knappes Ergebnis, aber in letzter Konsequenz hatten wir Glück, dass es nicht höher ausgeht“, sagte Coach Rüdiger Ziehl.

Bilder vom Spiel der 3. Liga zwischen dem TSV Havelse und SV Wehen Wiesbaden

Kianz Froese zieht an Wehens Ahmet Gürleyen vorbei in den Strafraum. Zur Galerie
Kianz Froese zieht an Wehens Ahmet Gürleyen vorbei in den Strafraum. ©

Die erste Chance des Spiels gehört den Gästen, die erste dicke Möglichkeit den Gastgebern: Während Dominik Prokops Fernschuss weit drüber geht (5. Minute), fehlen den Havelsern nur wenige Zentimeter. Kianz Froese tanzt sich über rechts bis zur Grundlinie durch, legt den Ball zurück an den kurzen Pfosten, Fynn Lakenmacher zielt allerdings knapp am langen Pfosten vorbei (10.). 

In Führung geht trotzdem der SVWW: Eine flache Hereingabe vom Strafraumeck von Thijmen Goppel fliegt an Freund und Feind vorbei auf den völlig blank dastehenden Kevin Lankford, der sich nicht zweimal bitten lässt und den machtlosen Norman Quindt überwindet (17.). Und wenn es noch eines Stimmungskillers an diesem trostlosen Abend gebraucht hätte, dann war es dieses 0:1.

Gäste halten den Druck hoch

Flanke um Flanke flog in der Folge in den TSV-Strafraum. Havelser Entlastung? Fehlanzeige. Quindt rettete anschließend im Eins-gegen-eins gegen Goppel (29.) und nur eine Minute später gegen den Gewaltschuss von Hakan Gustav Nilsson. Und wiederum kurz darauf fehlen bei Goppels Schuss wiederum nur Zentimeter zum 0:2 (32.).Kurz vor dem Seitenwechsel befreien sich die Havelser zwar ein wenig, aber das Beste zum Pausentee ist der knappe Spielstand. 

Nach Wiederanpfiff machen die Gäste dort weiter, wo sie Mitte der ersten Halbzeit aufgehört haben: mit viel Druck auf die Havelser Abwehr. Wiesbadens Nilsson profitiert erst von einem katastrophalen Fehlpass, sein Abschluss stellt allerdings keine Gefahr für Quindt dar (51.). Bei Nilssons Fernschuss muss der TSV-Keeper dagegen sein ganzes Können abrufen (56.).


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Auch die zweite Havelser Chance gehört indes Lakenmacher, der in der 57. Minute erst einen Gegenspieler stehenlässt und dann aus 18 Metern einen halben Meter vorbeischießt. So richtig ins Spiel meldet sich der TSV aber erst Mitte der zweiten Hälfte – weil Wiesbaden die Zügel schleifen lässt und sich teilweise tief fallen lässt. Nur, der TSV macht zu wenig aus den Angeboten.

Florian Riedel muss stattdessen mit einer starken Grätsche einen gegnerischen Konter unterbinden (77.). Und der eingewechselte Benedict Hollerbach trifft erst nur den Außenpfosten (86.) und scheitert wenig später am abermals gut reagierenden Quindt (88.). Auf der anderen Seite wird es dagegen nicht mehr wirklich gefährlich, so viel die Havelser auch reinwerfen und investieren.

"Unterm Strich habe ich einen verdienten Sieg gesehen. Der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen kann, ist, dass wir aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht haben“, resümierte Trainer Markus Kauczinski.