19. November 2020 / 09:33 Uhr

Bisher reich entschädigt: Torge Bremer und das Warten aufs Studium in Finnland

Bisher reich entschädigt: Torge Bremer und das Warten aufs Studium in Finnland

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Niedersachsenpokal und DFB-Pokal konnte Torge Bremer unverhofft mitnehmen. Gehen ihm dafür Meisterschaft und Aufstieg mit dem TSV Havelse durch die Lappen?
Niedersachsenpokal und DFB-Pokal konnte Torge Bremer unverhofft mitnehmen. Gehen ihm dafür Meisterschaft und Aufstieg mit dem TSV Havelse durch die Lappen? © imago images/Stefan Großmann
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Eigentlich hätte Torge Bremer längst im finnischen Seinäjoki studieren sollen, doch die Corona-Pandemie hat dem Defensivspieler des TSV Havelse einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür ist er mit einigen Erfolgen im Sport entschädigt worden. "Ich bin ein bisschen auf Standby", sagt Bremer - im Februar könnte es losgehen. 

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Wenn alles nach Plan läuft, dann wird sich Torge Bremer Ende Februar auf den Weg nach Finnland machen. Allerdings ist bislang noch überhaupt nichts nach Plan gelaufen. Denn sonst würde der Fußballer des TSV Havelse schon längst an der finnischen Universität in Seinäjoki, die Kleinstadt liegt etwa zwei Autostunden nördlich von Helsinki, im Rahmen des Erasmus-Programms studieren. Doch auch ihm machte das Corona-Virus einen dicken Strich durch die Rechnung.

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Eigentlich wollte der 26-Jährige, der an der Leibniz Universität Hannover für das Studienfach International Business Studies eingeschrieben ist, bereits in diesem Jahr zwei Auslandssemester in Skandinavien verbringen. Und ob es im nächsten Jahr klappt, ist auch längst noch nicht sicher.

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„Es gibt keine Deadline, ich bin ein bisschen auf Standby und muss einfach schauen, ob und wann es losgeht – oder halt nicht“, sagt der Student. Hoffnung macht ihm, dass sich Finnland in der Corona-Krise bislang sehr gut geschlagen hat: Europaweit hatte das Land Anfang November die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionswerte.

Angenehme Entschädigungen

Und ganz so schlimm waren die vergangenen Monate in der Heimat nun auch nicht. Sportlich schon mal gar nicht. Mit dem TSV Havelse ist Bremer in der Regionalliga bis auf Platz eins durchgestartet, und auch der Sieg im NFV-Pokalfinale sowie das DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05 sind sicherlich angenehme Entschädigungen für den verschobenen Auslandstrip.

Sollte es im Februar dann doch losgehen, wäre beim Spieler sicherlich auch eine Portion Wehmut mit dabei. „Es wäre schon bitter für mich, wenn ich die Mannschaft dann verlassen müsste“, sagt Bremer und fügt lachend hinzu: „Meisterschaft und Aufstieg würde ich nur ungern verpassen.“