24. März 2021 / 10:21 Uhr

Hoffen auf den Test: TSV Havelse will sich am Samstag in Chemnitz in Form bringen

Hoffen auf den Test: TSV Havelse will sich am Samstag in Chemnitz in Form bringen

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Havelses Trainer Jan Zimmermann würde sein Team nur zu gern in Chemnitz erstmals nach langer Zeit wieder spielen sehen.
Havelses Trainer Jan Zimmermann würde sein Team nur zu gern in Chemnitz erstmals nach langer Zeit wieder spielen sehen. © Christian Hanke
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Damit es was mit dem Test wird, müssen die Tests im Vorfeld das richtige Ergebnis bringen - oder anders formuliert: Der TSV Havelse hofft, dass das für Samstag vereinbarte Spiel beim Chemnitzer FC stattfinden kann. Es wäre die erste Partie nach fast vier Monaten für Jan Zimmermann und sein Team.

Als der TSV Havelse am vergangenen Wochenende erfuhr, dass der Chemnitzer FC sein Testspiel gegen Eintracht Braunschweig vorsorglich abgesagt hatte, gingen die Augenbrauen in Garbsen hoch. Ein positives Schnelltestergebnis bei einem Spieler des CFC hätte auch das Aus für das geplante Freundschaftsspiel der beiden Regionalligisten am Samstag (13 Uhr) in Sachsen bedeuten können.

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Der betroffene Akteur wurde isoliert und in häusliche Quarantäne versetzt, der Rest der Mannschaft hatte durchgehend negative Resultate. Am Dienstag nahmen die Chemnitzer den Trainingsbetrieb wieder auf, die neuerlichen Schnelltests fielen alle negativ aus. Wenn das so bleibt, können die Havelser am Samstag unter strikten Hygienekonzepten anreisen und spielen.

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„Wir testen ja auch durchgängig. Beide Teams sind vorbereitet, man muss zurzeit immer flexibel sein“, sagt TSV-Trainer Jan Zimmermann. Natürlich würde er den Anpfiff begrüßen, da er seine Mannschaft bestmöglich vorbereiten will auf den Tag, an dem der Spielbetrieb wieder losgeht. „Der organisatorische Aufwand für das Testspiel ist sehr groß, wir wollen den maximalen Schutz für alle Beteiligten garantieren“, sagt Havelses Coach. Ebenso maximal will er aber auch seine Spieler in Form bringen, dafür wäre die Begegnung wichtig.

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Da die geplante Partie von Hannover 96 am Donnerstag gegen Arminia Bielefeld vom Bundesligisten nach dem fehlerhaft positiven Schnelltest bei Genki Haraguchi nicht zustande kommt, wurden Stimmen laut, dass 96 ersatzweise doch gegen Havelse antreten könnte. „Ich habe keine Anfrage bekommen“, sagt Zimmermann. „Weil wir Samstag in Chemnitz spielen, wäre das für uns ohnehin keine Option gewesen.“

Teichgräber, Jaeschke und Henschel angeschlagen

Mit dem besten Aufgebot wird der Spitzenreiter der Gruppe Süd der Regionalliga Nord jedoch nicht in Richtung Osten aufbrechen. „Da trainieren wir drei Monate ohne Probleme durch, und eine Woche vor dem Test fallen drei Spieler angeschlagen aus. Das ist natürlich unglücklich gelaufen“, sagt der Trainer. Niklas Teichgräber, Yannik Jaeschke und Winterneuzugang Erik Henschel (kam vom HSC Hannover) können neben den Langzeitverletzten nicht im Kader stehen.

Was darf man als Trainer erwarten im ersten Spiel über 90 Minuten, nachdem knapp vier Monate lang nur trainiert wurde? „Wir sind gut vorbereitet und wollen einige Inhalte umsetzen. Doch die Frage ist, wie das aussehen wird, was wir da spielen“, sagt Zimmermann. Die Chemnitzer hingegen haben bereits einige Vorbereitungspartien absolviert. „Die haben natürlich einen anderen Rhythmus drin. Wir werden gefordert sein“, sagt der TSV-Coach. Doch damit es zum Test auf dem Platz kommt, müssen die Tests neben dem Platz erst stimmen.