07. September 2021 / 12:29 Uhr

Havelse-Torhüter Norman Quindt bleibt hoffnungsfroh: "Dann werden wir punkten"

Havelse-Torhüter Norman Quindt bleibt hoffnungsfroh: "Dann werden wir punkten"

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schweiß abwischen, und weiter geht's: Havelses Keeper Norman Quindt lässt sich die Zuversicht nicht nehmen.
Schweiß abwischen, und weiter geht's: Havelses Keeper Norman Quindt lässt sich die Zuversicht nicht nehmen. © Florian Petrow
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Sieben Spiele, sieben Niederlagen, doch Norman Quindt lässt sich die Hoffnung nicht nehmen. "Wir haben immer unsere Chancen, aber die Verwertung ist noch nicht gut bei uns", sagt der Torhüter des TSV Havelse. Daran müssen wir arbeiten - dann werden wir auch punkten."

Den Negativrekord kann der TSV Havelse nicht mehr löschen: Das 0:1 gegen die BVB-Bubis am Sonntag war die siebte Niederlage im siebten Drittligaspiel – so erfolglos war zuvor kein Team, seitdem die 3. Liga eingleisig ist. Die Einstellung beim Ligazwerg bleibt aber positiv. „Es bringt doch nichts, mit Negativität ins nächste Spiel zu gehen. Das hilft uns nicht“, findet Torwart Norman Quindt. Der 24-Jährige, der in der Jugend von 96 ausgebildet worden ist, macht seinem TSV Mut – mit starken Leistungen und dem richtigen Kampfgeist.

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Denn die Havelser sind mit dem Minibudget zwar klarer Außenseiter im Profifußball, aber ein Aufbaugegner auf keinen Fall, unterstreicht der Keeper. „Die Sache mit dem Budget immer, das mag ich eigentlich nicht. Wir haben uns den Aufstieg erarbeitet und verdient.“ Quindt hatte einen gewichtigen Anteil, auch am Sonntag gegen Dortmund II ragte er heraus. Er hielt Havelse lange im Spiel, dreimal stark im Eins-gegen-eins, entschärfte dazu noch einen Flatterschuss aus der Distanz.

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Der TSV verlor trotzdem, entmutigen lässt sich Quindt aber auch von sieben Niederlagen in Serie (noch) nicht. „Wir sind schon besser geworden, funktionieren besser zusammen als Team“, findet der Keeper. „Wer unsere Spiele schaut, sieht das. Und ich finde, man sieht, dass wir mithalten können. Wir sagen uns das auch: Wir können das. Uns fehlt einfach nur das Quäntchen Glück, und dass wir uns vorn noch mehr Chancen erarbeiten.“

Es ist ein bisschen mehr als Glück, vor allem fehlt den Havelsern oft Coolness. Aber Quindt hat auch das zweite große Problem ausgemacht: Offensiv fehlt die Präzision. Das aber lässt Hoffnung zu – weil der Havelser Angriff erst seit wenigen Tagen so richtig steht, sich erst finden muss.

Neue Qualität mit Damer, Froese und Riedel

Kianz Froese und Florian Riedel etwa bringen Qualität und Tempo fürs Umschaltspiel und kamen erst deutlich nach dem Saisonstart. Rückkehrer Leon Damer unterschrieb sogar erst in der Vorwoche seinen neuen Vertrag in Havelse.

Damer, der nach dem Aufstieg mit dem TSV auf ein Angebot aus der 2. Liga gehofft hatte, bleibt ebenfalls zuversichtlich. „Natürlich ist die Situation nicht leicht oder schön. Aber wir waren auch in der letzten Saison von der individuellen Qualität her nicht immer die bessere Mannschaft. Wir müssen über mannschaftliche Geschlossenheit kommen. Dadurch waren wir erfolgreich und das ist wieder das Ziel. Dann werden wir Punkte holen.“


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Allzu viel Zeit hat Havelse nicht mehr, um nicht komplett den Anschluss zu verlieren. Am Samstag (14 Uhr) geht’s für den Tabellenletzten auswärts gegen den Vorletzten Würzburg. Umschaltspiel und Abschlüsse dürfte bis dahin besonders im Fokus der Trainingswoche stehen. Das würde Quindt und den Havelsern gleich doppelt helfen, „damit wir mal durchschnaufen können“, erklärt der Keeper. „Wenn du nur Druck kriegst, kriegt der Gegner irgendwann seine Chancen und kommt durch.“ So wie gegen Dortmund.

Quindt hoffnungsvoll: „Wir versuchen, im Training die Tormöglichkeiten noch besser herauszuspielen und dann auch zu verwerten. Wir haben immer unsere Chancen, aber die Verwertung ist noch nicht gut bei uns. Daran müssen wir arbeiten – dann werden wir auch punkten.“