11. September 2021 / 10:15 Uhr

Wieder ohne Stürmer Jaeschke: Gelingt Havelse im Kellerduell in Würzburg die Trendwende? 

Wieder ohne Stürmer Jaeschke: Gelingt Havelse im Kellerduell in Würzburg die Trendwende? 

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wollen in Würzburg endlich wieder Grund zum Jubeln haben: die Spieler des TSV Havelse.
Wollen in Würzburg endlich wieder Grund zum Jubeln haben: die Spieler des TSV Havelse. © Florian Petrow
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Für den TSV Havelse stehen zwei richtungsweisende Begegnungen gegen direkte Konkurrenten vor der Tür. Am Samstag (14 Uhr) geht es zum Tabellenneunzehnten Würzburg, am Freitag kommt Viktoria Köln (18.) in die HDI Arena. Holt das Team von Rüdiger Ziehl die ersten Punkte, kann der Anschluss ans rettende Ufer wiederhergestellt werden. Bei erneuten Patzern droht allerdings absolute Tristesse. 

Rüdiger Ziehl ist Realist. Mit null Punkten nach sieben Spieltagen weiß der Trainer des Drittligaaufsteigers Havelse, dass die Mission Klassenerhalt immer schwieriger wird. Hoffnung machen die nächsten beiden Duelle: Am Samstag (14 Uhr, live beim NDR) spielt der TSV beim ebenfalls sieglosen Tabellenneunzehnten Würzburg, am Freitag gegen Viktoria Köln – Platz 18. Die Wichtigkeit der beiden Partien musste Ziehl vorher nicht he­raus­stel­len. „Wir müssen ja nicht um den heißen Brei herumreden. Das könnte die Trendwende sein für uns“, sagt der Coach, „wir müssen zusehen, dass der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz nicht zu groß wird.“

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Aktuell sind es nur fünf Punkte bis zum rettenden Ufer. Die Chance, Bo­den gutzumachen, ist für die Havelser also groß. Doch die Gefahr, nach dem Würzburg-Spiel bereits aussichtslos Letzter zu sein, ist fast genauso hoch. Bei einer erneuten Niederlage – diesmal sogar gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt – wäre die Stimmung wohl auf dem Tiefpunkt. Schon nach dem 0:1 in der Vorwoche gegen Borussia Dortmund II waren die Havelser ordentlich gefrustet. „Anfang der Wo­che habe ich schon einige hängende Köpfe gesehen“, bestätigt Ziehl, sagt aber auch: „Mittlerweile ist die Stimmung wieder echt gut. Die Jungs sind motiviert, ich sehe den absoluten Willen in ihnen.“

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Jaeschkes Muskelfaserriss noch nicht verheilt

Die Probleme beider Teams sind ähnlich. Das größte Manko ist die Chancenverwertung. Havelse (zwei Tore) und Würzburg (drei) sind zu ungefährlich. Einzig TSV-Stürmer Yannik Jaeschke hat aus dem Ziehl-Kader mit zwei Toren seine Tauglichkeit vor dem gegnerischen Kasten bewiesen. Auf den Angreifer kann der Havelser Coach aber erneut nicht setzen. Sein Muskelfaserriss im Beckenbereich ist noch immer nicht verheilt. „Das ist extrem bitter für uns“, sagt Ziehl.

Problem Nummer zwei: späte Ge­gen­treffer. Havelse kassierte vier Ge­gen­tore in der Schlussviertelstunde. In Wiesbaden wurde das Spiel in der Nachspielzeit per Elfmeter entschieden. Auch die Würzburger ärgerten sich viermal in den letzten 15 Minuten, gegen Freiburg (90.+1) und Saarbrücken (90.+2) kassierte das Team späte Tore zur Entscheidung. Havelses Coach Ziehl will deshalb früh alles klarmachen. „Wir wollen den Gegner von Beginn an unter Druck setzen und ihn gar nicht erst ins Spiel kommen lassen.“ Das wäre wichtig, um das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren.