26. August 2019 / 20:32 Uhr

Springe schlägt Ingeln-Oesselse deutlich - Förster trotz der hohen Niederlage zufrieden 

Springe schlägt Ingeln-Oesselse deutlich - Förster trotz der hohen Niederlage zufrieden 

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der FC Springe bejubelt das zweite Tor beim TSV Ingeln-Oesselse. 
Der FC Springe bejubelt das zweite Tor beim TSV Ingeln-Oesselse.  © Dennis Michelmann
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Der stark ersatzgeschwächte TSV Ingeln-Oesselse musste im Spiel gegen den FC Springe eine deutliche Niederlage hinnehmen (2:5). Das Team von Nils Förster berappelte sich allerdings in der zweiten Halbzeit, zeigte "Courage" und erzielte immerhin zwei Ehrentreffer. Springes Trainer Ricardo Diaz Garcia haderte indes mit der Chancenverwertung seines Teams. 

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Kurios: Der mit 2:5 unterlegene Trainer des TSV Ingeln-Oesselse wirkte nach der Niederlage zufriedener mit seinem Team als der siegreiche Coach des FC Springe. „Wir haben mit dem letzten Aufgebot gespielt und am Ende Courage gezeigt. Es ist nicht selbstverständlich, nach einem 0:5 zur Pause noch die richtige Antwort zu zeigen“, sagte TSV-Trainer Nils Förster. Ricardo Diaz Garcia haderte hingegen mit der mangelhaften Chancenverwertung: „Mit 0:5 war der TSV zur Pause noch gut bedient. Ich hätte am liebsten in die Trainerbank gebissen, bei den Chancen, die wir ungenutzt ließen.“

Garcia lobt die erste Halbzeit

Das Team aus Springe nutzte die spielerische Überlegenheit gegen den personell gebeutelten TSV in der ersten Hälfte zunächst gut aus. Mirko Blech (4. Minute und 16./Elfmeter), Ferhat Arslan (10.), Timo Podzelny (35.) und Philipp Strohecker (37.) sorgten für den klaren Vorsprung. „Wir haben ein hohes Pressing gespielt und uns viele Chancen herausgearbeitet“, lobte Diaz Garcia zunächst noch sein Team.

Bilder vom Spiel der Kreisliga 3 zwischen dem TSV Ingeln-Oesselse und FC Springe

Ingelns Ioan-Florin Surchea (rechts) bedrängt Springe Dennis Okine an der Seitenauslinie. Zur Galerie
Ingelns Ioan-Florin Surchea (rechts) bedrängt Springe Dennis Okine an der Seitenauslinie. ©

Doch in der zweiten Hälfte lief es nicht mehr so rund. In der Kabine appellierte Förster an sein Team, bei dem vier Akteure aus der zweiten Mannschaft aushelfen mussten, gedanklich das Ergebnis auf 0:0 zu stellen und die zweite Hälfte gewinnen zu wollen. „Natürlich hat Springe einen Ganz zurückgeschaltet“, sagte Förster. Doch sein Team biss sich in die Partie. Das war beim FC nicht mehr der Fall. „Es war nicht mehr die ganz große Laufbereitschaft und Entschlossenheit da“, beklagte sich der Springer Trainer. Er zeigte – angesichts der hohen Temperaturen – aber auch etwas Verständnis für seine Spieler: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Ich darf die Leistung meinen Jungs also nicht so krumm nehmen.“

Wächter und Arslan vergeben zahlreiche Chancen

Haufenweise ließ der FC noch Möglichkeiten ungenutzt. Allein Marvin Wächter und Ferhat Arslan hätten jeweils ein Fünferpack erzielen können. „Die haben sich beim Auslassen gegenseitig übertroffen“, so der Coach. Doch besonders ärgerte ihn die Rote Karte für Torwart Ole Niedergesäß (80.). Er wollte einen hohen Ball klären, traf ihn aber nicht richtig, nahm dann außerhalb des Strafraums die Hand zuhilfe. „Ich verstehe diese neue Handregelung nicht. Ich will es auch gar nicht. Da kann man doch bei diesem Spielstand etwas Fingerspitzengefühl zeigen“, sagte Diaz Garcia. Auch Förster zeigte etwas Verständnis für die Reaktion seines Gegenübers: „Bei meinem Torwart hätte ich auch Gelb gefordert. Aber er hat ein klares Tor vereitelt.“

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Da die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon dreimal gewechselt hatten, musste Marius Meister zwischen die Pfosten. „Er hat bei Hallenturnieren schon öfter als Torwart gespielt“, sagte sein Trainer. Zweimal musste er aber hinter sich greifen: In Überzahl trafen Dennis Felton per gut ausgespieltem Konter (85.) und Jim-Lopez Munoz aus spitzem Winkel (89.) für den TSV.