17. Februar 2021 / 12:18 Uhr

Lockdown sinnvoll genutzt! Kirchdorfs Co-Trainer und Spieler hübschen Kabinentrakt auf

Lockdown sinnvoll genutzt! Kirchdorfs Co-Trainer und Spieler hübschen Kabinentrakt auf

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Unterschied kann sich definitiv sehen lassen. Highlight an der frisch renovierten Wand: das Doppelwappen.
Der Unterschied kann sich definitiv sehen lassen. Highlight an der frisch renovierten Wand: das Doppelwappen. © TSV Kirchdorf
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Co-Trainer Yanez Ahlfs und drei Spieler des TSV Kirchdorf haben die fußballfreie Zeit dafür genutzt, den Kabinentrakt zu renovieren. Jetzt ist das Werk vollbracht: Nunmehr empfangen Kirchdorfer Vereinsfarben und Wappen sowie die Silhouette des Deisters die Kicker. Fazit: Schön gemacht!

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Beim TSV Kirchdorf ist „Ärmel hochkrempeln“ nicht nur eine hohle Phrase. In Eigenregie hat der Kreisligist seinen Kabinentrakt renoviert, und das Ergebnis wird viele Gegner schon vor dem Anpfiff beeindruckt zurücklassen.

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Co-Trainer Yanez Ahlfs, Holztechnikingenieur von Beruf, hatte in den zurückliegenden Jahren bereits die Kabinen modernisiert. Vergangenen April begann er, mit den TSV-Spielern Andreas Schrader, Jens und Dennis Trampenau die Bereiche außerhalb der Umkleiden schick zu machen. „Wir hatten da schon länger Bock drauf. Im ersten Lockdown rutschten wir dienstlich in die Kurzarbeit. Da haben wir das Projekt gestartet“, sagt Ahlfs.

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Da sie coronakonform nicht alle gleichzeitig ans Werk gehen konnten, zog sich das Umgestalten der Gänge bis Ende des Jahres. „Ich war fast jeden Tag dort und habe den Großteil meiner Freizeit in die Renovierung investiert“, sagt der Assistent von Cheftrainer Christof Rosenbaum. Als „guten Zeitvertreib“ während der Pandemie-Ödnis bezeichnet Ahlfs das Werk der vier Kirchdorfer, das für Begeisterung sorgt.

Sehenswürdigkeiten positionsgetreu abgebildet

Neben dem Logo des TSV haben sie auch das Stadtwappen von Kirchdorf im Trakt verewigt. Als besonderen Höhepunkt für das Identifikationsgefühl mit der Heimat dient die nachgezeichnete Silhouette des Deisters, die sich über den Großteil einer Wand erstreckt. „Wir haben die Sehenswürdigkeiten wie den Annaturm, die Alte Zeche oder den Fernsehturm positionsgetreu abgebildet. Unser Sportplatz darf da natürlich nicht fehlen – an seiner Stelle haben wir einen großen Ball platziert“, sagt der kickende Künstler.

Bislang haben lockdownbedingt nur wenige TSV-Offizielle den neuen Trakt mit eigenen Augen bestaunen können. „Die Mannschaft kennt bisher nur die Bilder. Wir freuen uns schon drauf, wenn ihnen vor Ort die Kinnlade runterfällt“, sagt Ahlfs lachend.

Andere Vereine können sich Anfragen an die Fußballhandwerker übrigens sparen. „Das ist aus Herzblut und Leidenschaft für unseren Klub entstanden. Hier fühlen wir uns wohl – und wollen uns durch den neuen Kabinenbereich noch ein bisschen wohler fühlen“, sagt Ahlfs. „Für einen anderen Verein würde ich niemals so viel Zeit und Mühe opfern.“