22. Mai 2019 / 10:13 Uhr

Den ewigen Zweikampf gewonnen: TSV Kirchrode feiert ersehnten Kreisliga-Aufstieg!

Den ewigen Zweikampf gewonnen: TSV Kirchrode feiert ersehnten Kreisliga-Aufstieg!

Ulrich Bock
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Es war ein Zweikampf auf hohem Niveau, den sich der SC Hemmingen-Westerfeld II mit Deniz Berk (links) und TSV Kirchrode mit Eugen Kerbel in der Saison 2018/19 geliefert haben. Das bessere Ende hatte Kerbels Truppe für sich.
Es war ein Zweikampf auf hohem Niveau, den sich der SC Hemmingen-Westerfeld II mit Deniz Berk (links) und TSV Kirchrode mit Eugen Kerbel in der Saison 2018/19 geliefert haben. Das bessere Ende hatte Kerbels Truppe für sich. © Dennis Michelmann
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Der TSV Kirchrode und die Reserve des SC Hemmingen-Westerfeld haben die Saison in der 1. Kreisklasse 4 nach Belieben dominiert. Sie taten dies so souverän, dass die Entscheidung über die Meisterschaft erst am vorletzten Spieltag fiel - zugunsten der torhungrigen Kirchroder.

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Der TSV Kirchrode ist zurück in der Kreisliga – und will dieses Mal länger als nur die eine Spielzeit dort bleiben, zu der es 2014/15 nach dem Durchmarsch gelangt hat. Und wer eine solche Saison wie die am Wochenende zu Ende gehende hingelegt hat, dem muss alles, aber definitiv nicht angst und bange sein. 25 Spiele, 23 Siege, ein Unentschieden, nur eine Niederlage und ein Torverhältnis von 136:20 – die Zahlen sprechen für sich.

Eine Konstellation wie gemalt

Ihr Meisterstück hat die Mannschaft von Dominik Standke mit dem 3:1 (1:0) gegen den SC Hemmingen-Westerfeld II gemacht. „Ich habe den Jungs vor dem Anpfiff noch gesagt, dass du eine solche Konstellation in der Laufbahn wahrscheinlich nur einmal hast. 300 Zuschauer, tolles Wetter, zu Hause gegen den einzigen Verfolger“, berichtet der 39-jährige Trainer.

Gegen einen Gegner, der sich einfach nicht abschütteln ließ, am vorletzten Spieltag sogar noch ungeschlagen war und den Kirchrodern als einziger eine Niederlage beibringen konnte. „Die Hemminger haben eine Saison mit einer unglaublichen Konstanz gespielt“, lobt Standke. Sein Team aber eben auch. Der Rest der 1. Kreisklasse 4 hatte mit dem Titelrennen hingegen im Prinzip von Anfang an nichts zu tun.

Bilder vom Spiel der 1. Kreisklasse 4 zwischen dem TSV Kirchrode gegen SC Hemmingen-Westerfeld II

Kichrodes Gianluca Valenza (links) kommt gegen den Hemminger Viktor Grötz nicht an den Ball. Zur Galerie
Kichrodes Gianluca Valenza (links) kommt gegen den Hemminger Viktor Grötz nicht an den Ball. ©
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Im zweiten Aufeinandertreffen dieser Saison war die Hemminger Reserve sichtlich bemüht, ihre letzte Chance auf die Meisterschaft und den garantierten Aufstieg zu nutzen – wurde kurz vor der Pause jedoch ausgekontert, Viktor Jonas brachte die Platzherren in Führung.

Im zweiten Durchgang machte Thorben Schatz den Deckel mit einem Doppelpack drauf (49., 53.), Maximilian Bösche konnte für den Sport-Club nur noch verkürzen (63.). „Thorben ist in diesem Spiel herauszuheben, aber auch unser Torhüter Buenyamin Yayli. Er hat in der ersten Halbzeit ein paar Mal glänzend parieren können“, lobt Standke.

Klares Saisonziel klar erreicht

Und dann konnte gefeiert werden, wie das eben so ist mit eigens angefertigten T-Shirts (mit goldenem Stern über dem Wappen) und der ein oder anderen Bierdusche für den Coach, der „einfach erleichtert“ war. Saisonziel erreicht, denn genau das war der Aufstieg, was auch offen kommuniziert wurde.

„Ich wollte uns kein Alibi verschaffen. Wir wollen Erster werden, das war die klare Ansage“, blickt Standke auf den Anfang seiner ersten Saison als hauptverantwortlicher Trainer zurück. „Wir haben uns speziell in der Breite verstärkt und waren in den Jahren zuvor schon nur knapp gescheitert.“

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Für die Kreisliga sieht der 39-Jährige sein Team schon jetzt gerüstet, selbst wenn es konkrete Gespräche mit drei Spielern von anderen Vereinen gäbe. „Die Mannschaft hat zugesagt, so geschlossen zusammenbleiben“, das sei erst einmal das Wichtigste. „Mit dem Abstieg dürften so eigentlich schon nichts zu tun haben.“

Nicht zuletzt dank der „außergewöhnlichen mannschaftlichen Geschlossenheit“, wie Standke betont, aber eben auch dank der individuellen Qualität von Spielern wie Viktor Jonas und Mirco Kraus, die mit 32 und 31 Treffern die besten Torschützen der Staffel sind, sowie Kapitän und Spielmacher Mohamed El-Hayek – um nur drei zu nennen.

"Ausgerüstet wie ein Regionalligist"

Natürlich bekämen seine Spieler immer wieder Angebote von anderen, höherklassigen Vereinen, aber „bis jetzt haben sich die Leute noch nicht weglocken lassen. Toi, toi, toi“, sagt Standke, der bei etlichen seiner Kicker auch noch Luft nach oben sieht: „Ich glaube schon, dass da bei vielen noch mehr geht, da ist die Grenze der Entwicklung noch nicht erreicht.“ Geld gäbe es in Kirchrode nicht, dafür ein Essen nach dem Spiel – und „wir sind ausgerüstet wie ein Regionalligist“.

An dieser Philosophie werde sich durch den Aufstieg nichts ändern. Bevor der TSV aber offiziell ein Kreisligist ist, kostet er den Bezeichnung Meister der 1. Kreisklasse 4 noch weidlich aus – erst am Freitag auf der offiziellen Meisterfeier auf der eigenen Anlage und dann mit 18 Mann über Pfingsten fünf Tage lang in Cala Ratjada auf Mallorca. Na dann, guten Durst!

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