16. September 2020 / 14:04 Uhr

"Waren gar nicht da": Kolenfelds Steffen Dreier bestraft Engelbosteler Schläfrigkeit

"Waren gar nicht da": Kolenfelds Steffen Dreier bestraft Engelbosteler Schläfrigkeit

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kolenfelds Spielertrainer Steffen Dreier freut sich über sein 3:0.
Kolenfelds Spielertrainer Steffen Dreier freut sich über sein 3:0. © Christian Hanke
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Ein 6:3 klingt nach einer recht einseitigen Angelegenheit. Das war die Partie in der Bezirksliga 4 zwischen dem TSV Kolenfeld und MTV Engelbostel-Schulenburg allerdings mitnichten. Eher machten ein starker Torhüter und der treffischere Spielertrainer Steffen Dreier der Unterschied zugunsten des TSV.

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Wenn der Spielertrainer in Torlaune ist: Coach Steffen Dreier hat beim 6:3 (4:3)-Heimsieg seiner Mannschaft vom TSV Kolenfeld im Bezirksduell der Staffel 4 über den MTV Engelbostel-Schulenburg mit einem Dreierpack aufgetrumpft. Alle drei Treffer erzielte Dreier in der ersten Halbzeit – und wechselte sich zur Pause selbst aus. Kann man mal so machen. Die Partie war allerdings weit umkämpfter als es das Ergebnis vermuten lässt. „Es mag merkwürdig klingen, aber das Ding hätten wir nicht verlieren dürfen“, meinte Gäste-Trainer Edis Bajrovic.

Nach gerade mal elf gespielten Minuten führten die Kolenfelder durch die Tore von Steffen Dreier (5., 11.) und Mike Ehlert (6.) bereits mit 3:0. „Ich bin schon lange Trainer, aber das musste ich erst verdauen. Wir waren in der Anfangsviertelstunde gar nicht da“, so Bajrovic.

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 4 zwischen dem TSV Kolenfeld und MTV Engelbostel-Schulenburg

Kolenfelds Robin Ullmann (links) wird vom Engelbosteler Moritz Frieler bedrängt. Zur Galerie
Kolenfelds Robin Ullmann (links) wird vom Engelbosteler Moritz Frieler bedrängt. ©

Wer allerdings annahm, das Ganze werde sich für die Platzherren zu einem Selbstläufer entwickeln, irrte. Während die Heimelf anschließend plötzlich und unerklärlich völlig von der Rolle war, schien es, als hätten die Engelbosteler den Schalter umgelegt. Markus Will verkürzte (21.). Dreier baute den Vorsprung zwar auf 4:1 aus (35.), aber Kjell Mügge (40.) und ein Eigentor von Daniel McGuinness (44.) brachte den MTV auf Tuchfühlung heran.

Effizienz macht den Unterschied

Die Bajrovic-Elf machte ordentlich Druck, der Ausgleich lag in der Luft. Yannick Klenke setzte einen Versuch an die Latte (47.), in der Folge trafen zwei weitere Gäste-Akteure nur das Aluminium. „Offengestanden hätten wir inzwischen auch zurückliegen können. Wir hatten das Glück und einen super aufgelegten Keeper Joram Sbrisny auf unserer Seite“, sagte Dreier.

Im Anschluss an eine Ecke fälschte Maximilian Grabher den Schuss von TSV-Kapitän Robin Ullmann ins eigene Netz ab (75.) – die Vorentscheidung. Goalgetter Ehlert setzte noch einen drauf (81.).

„Ein kurioses Spiel“, betonten beide Trainer unisono. Auch das Fazit der Begegnung fiel einhellig aus: Die Effizienz in der Chancenverwertung habe den Unterschied über Sieg und Niederlage ausgemacht.